Schwere Unwetter haben Norditalien und beliebte Urlaubsregionen erfasst. Seit Donnerstag gab es nach Angaben der Feuerwehr mehr als 1.300 Einsätze, vor allem in der Lombardei, in Venetien, im Piemont und in der Toskana. Eine Entspannung ist auch am Freitag nicht in Sicht. Auslöser ist der Sturm "Erin".
Allein in der Lombardei gab es rund 500 Einsätze. Dächer wurden abgedeckt, Bäume entwurzelt. An der ligurischen Küste wurden Windböen von über 110 Kilometern pro Stunde gemessen. In Venetien zeigten Nutzer in sozialen Netzwerken Hagelkörner, fast so groß wie Tennisbälle. Der Zivilschutz meldete zudem im Norden des Piemonts mehr als 1.000 Stromausfälle.
Auch in Südtirol gab es zahlreiche Einsätze wegen vollgelaufener Keller und kleinerer Erdrutsche. In Parma fielen binnen einer Stunde 50 Millimeter Regen - so viel wie sonst im ganzen August. Am Gardasee standen Straßen und Tiefgaragen unter Wasser, mehrere Bäume stürzten um.
Die Zivilschutzbehörde warnte auch für Freitag vor weiteren Unwettern - mit erhöhter Gefahrenstufe insbesondere für Nord- und Mittelitalien.
dpa/vk