US-Präsident Donald Trump hat am Mittwoch mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj telefoniert. Nach dem Gespräch erklärte Trump auf seiner Plattform Truth Social, das Gespräch sei "sehr gut" verlaufen und habe etwa eine Stunde gedauert.
Es sei hauptsächlich um das Telefonat von Trump mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin gegangen und darum, "die Wünsche und Bedürfnisse von Russland und der Ukraine aufeinander abzustimmen".
Es war der erste bekannte persönliche Kontakt zwischen den beiden seit dem Eklat im Weißen Haus. Nach dem Eklat hatte die US-Regierung vorübergehend die militärische Hilfe für die Ukraine gestoppt.
Am Dienstag hatte Trump mit Putin per Telefon über ein mögliches Ende des Ukraine-Kriegs gesprochen. Dabei ging es auch um eine begrenzte Waffenruhe. Technische Details sollen bei einem weiteren Treffen am Sonntag in Saudi-Arabien besprochen werden.
Russland und die Ukraine tauschen Gefangene aus
Unterdessen haben Russland und die Ukraine einen Gefangenenaustausch vollzogen. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Moskau kehrten 175 russische Soldaten aus ukrainischer Gefangenschaft zurück. Im Gegenzug seien den ukrainischen Streitkräften 175 Kriegsgefangene übergeben worden, außerdem als Geste des guten Willens 22 schwer verletzte Soldaten, die dringend medizinische Hilfe nötig hätten.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bestätigte den Austausch. Ihm zufolge war es einer der größten Gefangenenaustausche.
Unter den Heimkehrern seien Verteidiger der südostukrainischen Hafenstadt Mariupol und auch ukrainische Soldaten, die im westrussischen Grenzgebiet Kursk in Gefangenschaft gerieten.
Der Austausch ist demnach unter Vermittlung der Vereinigten Arabischen Emirate zustande gekommen. Gefangenenaustausche sind eins der wenigen Themen, bei dem Moskau und Kiew in Dialog miteinander stehen. Der aktuelle Austausch war von Putin in seinem Telefonat mit US-Präsident Donald Trump über eine Waffenruhe angekündigt worden.
dpa/est