Die Europäische Union will die politische und wirtschaftliche Stabilität von Jordanien unterstützen - mit drei Milliarden Euro.
Das kündigte EU-Kommissionspräsidenten Ursula von der Leyen bei einem Treffen mit Jordaniens König Abdullah II. an. Jordanien grenzt an Syrien und Israel und hat Millionen Flüchtlinge aufgenommen. Von der Leyen hob die entscheidende Rolle hervor, die Jordanien bei der Aufrechterhaltung der Waffenruhe im Gazastreifen und bei der Unterstützung des Übergangs in Syrien nach dem Sturz von Langzeitherrscher Baschar al-Assad spiele.
Verknüpft ist die EU-Milliardenhilfe mit einer Vereinbarung über eine neue umfassende strategische Partnerschaft zwischen der EU und Jordanien. Sie sieht unter anderem eine verstärkte Zusammenarbeit im Kampf gegen Terrorismus, Drogenhandel und organisierte Kriminalität sowie bei Migrationsthemen vor.
Jordanien gehört weltweit zu den Ländern, die pro Staatsbürger die meiste Zahl an Flüchtlingen beheimaten. In dem Staat leben vor allem viele Palästinenser und Syrer. Das Unterstützungspaket umfasst nach EU-Angaben 640 Millionen Euro an Zuschüssen, 1,4 Milliarden Euro für Investitionen und eine Milliarde Euro Kredite für Zahlungsbilanzschwierigkeiten.
dpa/est