In der Demokratischen Republik Kongo haben Demonstranten mehrere Botschaften in der Hauptstadt Kinshasa angegriffen. Dazu gehören die belgische und die französische Botschaft, wo die Demonstranten Feuer gelegt und mit Steinen geworfen haben. Sie versuchten auch, in die Botschaftsgebäude einzudringen. Die Lage ist inzwischen wieder unter Kontrolle.
Die Demonstranten werfen westlichen Regierungen vor, nicht genug gegen die Rebellenangriffe im Ostkongo zu unternehmen.
Die Rebellenmiliz M23 war in der Nacht zum Montag in die strategisch wichtige Provinzhauptstadt Goma eingedrungen. Die Rebellen werden von Ruanda unterstützt. Goma ist seit Montag nach Angaben der Vereinten Nationen stark umkämpft.
Nach Angaben von humanitären Organisationen sind hunderttausende Menschen im Ostkongo auf der Flucht. Sie sind wegen der anhaltenden Kämpfe nicht mehr sicher. Neben den Anwohnern der Provinzhauptstadt sind auch mehr als 300.000 Menschen aus Flüchtlingslagern in der Nähe erneut auf der Flucht. Die Krankenhäuser seien völlig überfüllt mit Verwundeten, berichtet die Weltgesundheitsorganisation (WHO). Sie hatte kurz vor der Schließung des Flughafens in Goma am Wochenende noch Nachschub an medizinischem Material einfliegen können.
dpa/est