9 Kommentare

  1. Wenn sonst nichts mehr hilft, kommt man mit der Nazi-Keule. Das ist anscheinend in Amerika nicht anders als in Europa.

    Biden ist das geringere Übel, nicht mehr. Der einzige Unterschied zu Trump besteht im besseren Benehmen. Auch Biden ist machthungrig, denn sonst würde er im hohen Alter nicht mehr kandidieren.

  2. Sie empfinden also beide Kandidaten (es gibt auf immer und ewig nur 2 Parteien in den USA) als Übel. Andererseits stellen Sie den USA ein Zeugnis der Demokratie aus. Durch das festgelaufene 2-Parteiensystem gibt es immer nur A oder B. Es ist unmöglich (aber gewollt), dass sich eine 3. Partei installiert. Empfinden Sie den Sturm auf das Kapitol als demokratisch, oder etwa die Tatsache des "jerrymandering" kombiniert mit "the winner takes it all", oder dass man ein GESETZ herausgibt, dass man Wartenden in der Schlage vor Wahllokalen weder Essen noch Trinken reichen darf? Ist es demokratisch, dass man zwar mit einem Waffenschein wählen darf, nicht aber mit einem Studentenausweis? (Personalausweise gibt es nicht). Finden Sie die schwindende Unabhängigkeit von Legislative und Executive demokratisch? Es ist ein zerstrittenes auf Gier aufgebautes System. Jedenfalls war die Rede Bidens besser als das jämmerliche Rumgehampele von Clown Trump, Freund der härtesten Diktatoren der Welt.

  3. Verehrte Frau von Straelen,
    ich kann Ihren Einlasungen nicht ganz folgen. Ich habe längere Zeit in den USA verbracht und mir ist nicht bekannt, dass ein Waffenschein die Legitimation zur Wahl ist. Ein Studentenausweis ist es sicher nicht, den bekommen Sie auch als Ausländer. Es gibt sehr wohl einen Personalausweis, der heißt State ID. Diesen besitze ich noch, kann aber damit nicht wählen. Amerikaner schon. Mit einer Drivers License kann man sich überall ausweisen, Konten eröffnen, offizielle Anträge stellen, etc.
    Wie auch immer, Sie haben komplett Recht. Die ganze Nation ist gespalten. Würde Trump wieder Präsident, hat die Welt ein Riesenproblem mehr. Dann hilft wohl nur noch beten. Gutes Neues Jahr!

  4. Biden tritt nicht zur Wahl an, weil er mit 81 noch machthungrig ist, sondern allein aus dem Grund, weil er eine erneute Wahl von Trump verhindern möchte und sich dabei - nicht zuletzt angesichts einer durchaus respektablen Regierungsbilanz und den rel. guten Resultaten bei den Midterms - die größten Chancen einräumt.

    Seine Partei hat es allerdings versäumt, in den vergangenen Jahren einen jüngeren Kandidaten oder Kandidatin in Position zu bringen, um in diesem Jahr Biden abzulösen.
    Für Herrn Scholzen gilt es erneut vor allem, die Politik und Politiker generell schlecht zu reden.
    Die Gründe dafür sind bekannt.

    Zu einer differenzierten Betrachtung und insbesondere einer notwendigen Verurteilung Trumps, für dessen antidemokratisches, autokratisches, gesetzeswidriges Verhalten und dessen gesellschaftsspaltende und -zersetzende Rhetorik, die sehr wohl an vergangene und heutige Despoten erinnert, ist Herr Scholzen leider nicht fähig.

  5. Herr Leonard.

    Am besten den Sachverhalt etwas differenzierter sehen, nicht so schwarz weiß.

    Das größte Problem von Trump ist sein schlechtes Benehmen.Auch andere Präsidenten vor ihm haben aus Machtgier gegen Gesetze verstoßen.Watergate ist nur ein Beispiel.Trump kann man zumindest zu gute halten, daß er keine Kriege angezettelt hat.

    Angenommen Biden gewinnt die Wahl, dann wäre er 82 bei Amtsantritt.Er hat jetzt schon Probleme mit dem Gedächtnis und seinem Mundwerk.Das kann auch ungewollt zu gefährlichen Situationen führen.Im schlimmsten Fall zu einem Krieg.Er ist also genau unberechenbar wie Trump, eine wandelnde Zeitbombe.

    Vielleicht lernen die Amis aus dieser Situation und führen eine Altersgrenze ein für das Amt des Präsidenten.

    Werte Frau Van Straelen.

    Aus europäischer Sicht haben die Amis manchmal bekloppte Gesetze.Nur sind diese Gesetze von demokratischen Parlamenten beschlossen worden.Das sollte man nicht vergessen.

  6. Mein Wunsch Team bei den Demokraten wäre Bernie Sanders und Alexandra Ocasio-Cortez AOC als Running Mate. Das wird die Basis der Demokraten wahrscheinlich nicht möglich machen.

    Trump gehört gerichtlich angeklagt und verfolgt.

  7. Herr Reinhardt, Sie wissen sicherlich besser bescheid als ich. Das mit dem Waffenschein habe ich aber etliche Male in TV Berichten etc. gehört. Und wenn jeder einen Personalausweis besitzt, wäre es doch ein Leichtes, diesen als Standard zu nehmen. Ausländer in Belgien bekommen auch ein identisches Dokument wie den Personalausweis, können damit seit einigen Jahren auf Lokalebene wählen. Es schafft jedenfalls nachweislich zu sehr viel (gewollter) Verwirrung, dass man alles mögliche hervorkramen kann, um wählen zu können, nicht alle Dokumente haben eine Adresse, was die Verwirrung erhöht.
    Herr Scholzen, Sie haben Recht, auch in Deutschland sind schon menschenverachtende Typen legal gewählt worden, z.B. 1933... Es geht nicht um bekloppte Gesetze, sondern um ein Verhalten, das eines Menschen tout court nicht würdig ist. Das Wahlgesetz ist so aufgestellt, dass man auf immer und ewig nur 1 Partei an der Macht hat und weiteren Parteien mit neuen Ideen keine Chance lässt.

  8. Werte Frau Van Straelen.

    1933 war Deutschland eine nicht-funktionierende Demokratie, die USA funktionieren seit über 200 Jahren.Sie vergleichen Äpfel mit Birnen.

    Die föderalistische Struktur macht es unmöglich, eine Diktatur zu errichten. Dann müssten Trump-Anhänger zeitgleich in allen Bundesstaaten, Counties, Großstädten etc mit Gewalt die Macht an sich reißen.Praktisch unmöglich zu organisieren.

    Dazu kommt noch die Freiheitsliebe der Amerikaner.Die haben eine allgemeine Abneigung gegen jede Form von Alleinherrschern.Die lassen sich nicht gerne etwas vorschreiben von Politikern. Die regeln ihre Probleme vor Ort.Die föderalistische Struktur der USA ist Ausdruck dieses Denkens.

    Putin konnte nur dank der zentralistischen Staatsstruktur eine Diktatur in Russland errichten.

    Theoretisch ginge das auch in Frankreich. Weil Frankreich auch ein Zentralsstaat ist.

  9. Herr Scholzen, Sie tun, als ob man von oben herab und zu einem Anlass die komplette USA gegründet und organisiert hätte. Es waren unabhängige Gegenden, nicht mal Staaten, sie "gehörten" den Engländern, Franzosen und Spaniern. Es gab einen fürchterlicher Bürgerkrieg des Südens gegen den Norden und alle wollten nur eins: Reichtum und Geld, von Demokratie war nicht die Rede. Funktioniert hat in dieser Zeit hauptsächlich der Colt. Ich übertreibe, bin aber wesentlich näher an der Wahrheit als Ihr Wunschbild der funktionierenden, friedlichen Demokratie, wo jeder die gleichen Rechte hat (haben sollte) Es hat nicht mal jeder eine Stimme (siehe 'the winner takes it all'). Der Zentralstaat mit immer nur 1 Partei richtet während einer Regierungszeit alles nach seinen eigenen Vorstellungen, "Washington" muss nicht auf Staaten/counties oder gar Großstädte hören. der Senat handelt ebenfalls rein parteipolitisch. Und mit seinem offenen Rassismus, der ungleichen Justiz und anderem, ist es kein Vorbildsland.