Ukraine: Versorgung mit Strom und Wasser weitgehend wieder hergestellt

Nach massiven Blackouts ist das gesamte Stromnetz in der Ukraine wieder weitgehend intakt. Das teilte das Präsidentenbüro in Kiew mit. Das heißt allerdings nicht, dass auch alle Haushalte wieder Strom bekommen.

In der ukrainischen Hauptstadt Kiew bleibt es oft dunkel (Bild: Sergei Supinsky/AFP)

In der ukrainischen Hauptstadt Kiew bleibt es oft dunkel (Bild: Sergei Supinsky/AFP)

Wie viele Ukrainer tatsächlich wieder mit Elektrizität versorgt werden, blieb offen. In Kiew ist auch die Wasserversorgung wieder hergestellt worden. Doch es brauche noch Zeit, bis das System wieder mit voller Leistung arbeiten könne, warnte Bürgermeister Vitali Klitschko. Insbesondere in Hochhäusern reiche der Wasserdruck nicht immer aus.

Das russische Militär hatte am Mittwoch nach Angaben Kiews etwa 70 Raketen und Drohnen auf die Ukraine abgeschossen. Ziele waren wie bei den vorangegangenen Angriffen vornehmlich Objekte des Energiesektors. Nach Abschaltung der ukrainischen Kernkraftwerke infolge der Attacke kam es landesweit zu Stromausfällen.

Der Kommandeur der russischen Truppen in der Ukraine, General Sergej Surowikin, erlangte bereits bei seinem Einsatz in Syrien ein paar Jahre zuvor Bekanntheit dafür, dass er zivile Ziele angreifen ließ, um seine Gegner zu schwächen. Nach seiner Ernennung in der Ukraine sind Angriffe auf die kritische Infrastruktur des Landes zu einem wichtigen Bestandteil der russischen Kriegsführung geworden.

dpa/est/dop

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