Ukraine: Scheinreferenden haben begonnen – erste Berichte von Zwang

Trotz scharfer internationaler Proteste haben in vier russisch kontrollierten Gebieten in der Ukraine Scheinreferenden zur Annexion begonnen.

Ukrainische Militärkräfte patrouillieren in der ostukrainischen Stadt Novoluhanske (Bild: Aris Messinis/AFP)

Ostukrainische Stadt Novoluhanske (Archivbild: Aris Messinis/AFP)

Sie sollen bis Dienstag laufen, danach wird mit einer raschen Annexion durch Moskau gerechnet. Der ukrainische Gouverneur von Luhansk bestätigte Befürchtungen, dass die russischen Besatzungsbehörden Zwang anwenden. Funktionäre sollen demnach erklärt haben, wer nicht abstimme, werde gemeldet und verliere seine Arbeit.

In Starobilsk sei den Menschen verboten worden, die Stadt bis zum Ende des Referendums zu verlassen. Bewaffnete Gruppen würden Wohnungen durchsuchen. Unabhängig überprüfen lassen sich diese Angaben bisher nicht.

Zahlreiche Staaten haben bereits erklärt, dass sie die Ergebnisse der sogenannten Referenden nicht anerkennen werden. Russland will auf ihrer Basis Gebiete im Osten und Süden der Ukraine in das russische Staatsgebiet eingliedern. Ähnlich wurde bereits 2014 bei der Annexion der ukrainischen Halbinsel Krim verfahren.

dpa/dlf/dop