Dürre in Italien: Verona und Pisa schränken Wassernutzung stark ein

Weite Teile Italiens stöhnen unter einer anhaltenden Hitzewelle und der heftigsten Dürre seit Jahrzehnten. In mehr als 20 italienischen Städten gilt bei Temperaturen weit über 30 Grad Code Rot.

Abkühlung an einem öffentlichen Brunnen in Rom (Bild: Tiziana Fabi/AFP)

Abkühlung an einem öffentlichen Brunnen in Rom (Bild: Tiziana Fabi/AFP)

Viele Flüsse wie etwa der Po weisen die niedrigsten Pegelstände seit mehr als 70 Jahren auf.

In etlichen Gemeinden vor allem in Norden müssen die Leute schon seit Wochen Wasser sparen, Tanklaster werden vielerorts zum Auffüllen der Wasserspeicher eingesetzt. In Verona beispielsweise darf Trinkwasser bis Ende August tagsüber nur noch zur Nahrungsaufnahme, Körperhygiene und Reinigung im Haushalt verwendet werden.

Auch in Pisa in der Toscana gibt es Einschränkungen. Dort darf Trinkwasser ab dem 11. Juli nur noch im Haushalt verwendet werden. Mailand hat den großen Brunnen schon das Wasser abgedreht.

Italien leidet unter der schlimmsten Trockenheit seit Jahrzehnten. Mehrere Regionen haben die Regierung in Rom gebeten, den Notstand auszurufen, um weitere Hilfsgelder und Einsätze des Zivilschutzes zu ermöglichen. Ministerpräsident Draghi will am Montag über entsprechende Schritte entscheiden.

dpa/vrt/sh/jp