Kiew wirft Russland Attacke auf Schlangeninsel mit Phosphorbomben vor

Die Ukraine hat der russischen Armee den Abwurf von Phosphorbomben auf die Schlangeninsel im Schwarzen Meer vorgeworfen.

Mit Kampfflugzeugen seien zwei Angriffe mit Phosphorbomben geflogen worden, teilte der Oberkommandierende der ukrainischen Armee, Saluschnyj, mit. Als Beweis präsentierte er eine Videoaufnahme.

Tags zuvor war das russische Militär von der Insel abgezogen. Moskau hatte das als „Geste des guten Willens“ dargestellt. Kiew dagegen spricht von einem militärischen Erfolg.

Der ukrainische Präsident Selenskyj hat den Raketenangriff auf ein Wohnhaus im südukrainischen Gebiet Odessa als „absichtlichen, gezielten russischen Terror“ verurteilt. Es sei ein einfaches Haus mit etwa 160 Personen gewesen, in dem gewöhnliche Zivilisten lebten, sagte er in einer Videobotschaft. Bisher seien 21 Tote und etwa 40 Verletzte gezählt worden.

USA kündigen weiteres 820-Millionen-Waffen-Paket für Ukraine an

Die US-Regierung hat der Ukraine weitere Militärhilfen in Millionenhöhe zur Verteidigung im russischen Angriffskrieg zugesagt.

Mit einem Paket in Höhe von 820 Millionen US-Dollar sollen dem Land unter anderem weitere Munition für ein Raketenwerfersystem, zwei Boden-Luft-Raketenabwehrsysteme, Artilleriemunition und Radare zur Artillerieabwehr bereitgestellt werden, teilte das Pentagon mit.

dpa/sh