Oberstes US-Gericht weitet Recht auf Tragen von Schusswaffen aus

Das Oberste Gericht der USA hat das Recht auf Tragen von Schusswaffen in der Öffentlichkeit ausgeweitet.

Waffenverkäufer in einem Laden in New Hampshire

Waffenverkäufer in einem Laden in New Hampshire (Bild: Ed Jones/AFP)

Der Supreme Court kippte am Donnerstag ein Gesetz aus dem Bundesstaat New York, wonach Menschen einen triftigen Grund nachweisen müssen, um eine Handfeuerwaffe verdeckt tragen zu dürfen.

Dieses Gesetz verstoße gegen die Verfassung, weil es „gesetzestreue Bürger“ daran hindere, ihr Recht auszuüben, Waffen zu besitzen und zu tragen, hieß es in der Urteilsbegründung.

In den USA ist nach mehreren Massakern mit Schusswaffen eine neue Debatte über Waffengewalt entbrannt. Eine überparteiliche Gruppe im US-Senat einigte sich vor Kurzem auf einen Gesetzesentwurf für einen besseren Schutz vor Schusswaffengewalt. Eine Abstimmung darüber könnte es noch in dieser Woche geben.

dpa/vk

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2 Kommentare
  1. Marcel Scholzen eimerscheid

    Nur eine Verfassungsänderung würde wirklich etwas nutzen. Allerdings ist es höchst wahrscheinlich, dass dies je geschehen wird. Den Amerikanern sind Waffen heilig.

  2. Maria van Straelen

    Es ist eine gewaltige Absurdität, dass Waffen schützen. Es gibt eine Statistik vom GunViolenceArchive/USA wo alleine am 19. Juni d.J. 5 verschiedene mass shootings waren mit 4 Toten und 17 Verletzten. Mass shooting wird definiert als wild um sich herumschiessen auf Unbekannte. Bisher im Monat Juni waren es USA-weit 22 Fälle, wobei 37 Tote und 90 Verletzte. Und gerade ‚Verletzte‘ hört sich viel harmloser an, aber wieviele davon haben lebenslange Schädigungen, können ihrem Arbeitsleben nicht mehr nachkommen, und erfahren den totalen Abstieg ohne Einkommen, dann ohne Wohnung etc. etc.
    Es ist einfach nicht zu fassen, dass ein Land wie die USA sich sowas ‚leistet‘, nur um eine vor Gier strotzende Industrie zu befriedigen. Fällt sowas eigentlich noch unter Demokratie ? Eine steigende Gruppe von Schülern versucht sich jetzt dagegen zu wehren. Das wird Herrn Scholzen nicht gefallen bei seiner Phobie gegenüber jungen Menschen, die sich einsetzen für eine bessere Zukunft

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