Attentate von Paris und Brüssel: Staatsanwaltschaft fordert lebenslange Haft für Salah Abdeslam

Im Prozess um die Terroranschläge in Paris vom November 2015 hat die Staatsanwaltschaft lebenslange Haft für den Hauptangeklagten gefordert. Salah Abdeslam sei eine Schlüsselfigur bei den Anschlägen gewesen, so die Staatsanwaltschaft.

Gerichtsskizze von Salah Abdeslam im Terrorprozess von Paris

Gerichtsskizze von Salah Abdeslam im Terrorprozess von Paris (Archivbild: Benoit Peyrucq/AFP)

Wegen der immensen Schwere der Taten, die ihm zur Last gelegt werden, solle die Strafe ohne Möglichkeit einer Haftverkürzung verhängt werden.

Abdeslam gilt als einziger Überlebender des damaligen Terrorkommandos. Laut Staatsanwaltschaft habe Abdesmal sich als Soldat der Terrororganisation Islamischer Staat dargestellt und sei seiner Ideologie bis zum Ende treu geblieben.

Für den Belgier Mohammed Abrini, den „Mann mit dem Hut“, der in die Anschläge von Brüssel verwickelt sein soll, wurden 22 Jahre Haft gefordert.

Neben Abdeslam und Abrini müssen sich 18 weitere Beschuldigte verantworten. Die Staatsanwaltschaft forderte für sie zwischen fünf Jahren Haft und Lebenslang. Zudem sollten zahlreiche der Beschuldigten ein temporäres oder permanentes Aufenthaltsverbot in Frankreich erhalten.

Der Prozess rollt die Anschlagsserie vom 13. November 2015 auf. Bei den Anschlägen hatten Extremisten insgesamt 130 Menschen getötet und 350 weitere verletzt.

dpa/belga/dop