Mehr als 300 Rechtsextreme und „Reichsbürger“ in Sicherheitsbehörden

Der deutsche Verfassungsschutz hat konkrete Anhaltspunkte auf mehr als 300 Rechtsextremisten und sogenannte Reichsbürger bei Polizei, Bundeswehr und Nachrichtendiensten.

Deutscher Soldat (Illustrationsbild: © Bildagentur PantherMedia / Bumble-Dee )

Illustrationsbild: © Bildagentur PantherMedia / Bumble-Dee

Das geht aus einem Bericht hervor, der am Freitag vorgestellt werden soll. Darin sind nach „Spiegel“-Informationen alle bekannten Fälle von Anfang Juli 2018 bis Ende Juni 2021 erfasst.

Es handelt sich um Fälle mit konkreten Verdachtshinweisen und bereits bestätigte Fälle. Demnach sind mehr als die Hälfte der Fälle bei den Landesbehörden zu finden, knapp 190.

dpa/cd

7 Kommentare
  1. Yves Tychon

    Soviel Realsatire hätte ich in Deutschland gar nicht vermutet: Dass es Zeitgenossen gibt, die ihren Staat verachten und/oder negieren, ist ohnehin schon kurios in einer Demokratie. Sich dann aber bei just jenem Staat einen sicheren Job mit Pensionsberechtigung zuzulegen, auf die Idee muss einer erst mal kommen!

  2. Marcel Scholzen eimerscheid

    Gibt es auch in Belgien. Flämische Nationalisten, wie zum Beispiel Bart De Wever, lehnen den belgischen Staat auch ab, und beziehen trotzdem Gehälter von diesem.

    Schon mal gut, dass diese Spinner enttarnt werden. Am besten wäre diese aus dem öffentlichen Dienst zu entfernen.

  3. Guido Scholzen

    Herr Tychon,
    was Sie da oben schreiben, gilt auch für grüne Politiker, die vor Jahren noch mit dem Slogan „Nie wieder Deutschland“ oder „Deutschland verrecke“ auf Demonstrationen unterwegs waren, und nun nichts Begehrlicheres wollen als ein Politiker-Pöstchen oder irgend eine Staatsstelle.
    Keine Macht den Ideologen, egal ob links oder rechts.

  4. Edmund Gebser

    Werter Herr Scholzen,

    sind Sie denn sicher das es deutsche Grüne waren und nicht irgendwelche Regionalpolitiker aus einem der Nachbarländer die glaubten sie müssten unbedingt in Berlin gegen Massnahmen der deutschen Regierung protestieren?

  5. Yves Tychon

    @ MSE: Klar gibt es das auch – und vor allem – in Belgien. Erstaunlich ist vielmehr, dass es sowas in Deutschland im großen Stil gibt.
    Egal ob man Bart de Wever mag oder nicht, er ist kein Beschäftigter des öffentlichen Dienstes, sondern ein demokratisch gewählter Mandatsträger, und den “entfernt” man nicht so einfach, erst recht, wenn er in seinem jetzigen Amt der Stadt Antwerpen die Existenzberechtigung nicht abspricht. Wäre ja auch kurios für einen Bürgermeister.

    @GS: Zu Ihrer Bemerkung über die deutschen Grünen: Nur Vollidioten ändern ihre Meinung nie (aber das wussten Sie bestimmt schon). Von Paul Henri Spaak stammt sinngemäß das Zitat: “Wer mit 20 Jahren ein Liberaler ist, ist ein Scheisskerl, wer mit 40 Sozialist ist, ein Trottel”.

  6. Guido Scholzen

    Herr Gebser,
    Bei solchen Demos waren folgende grüne Politiker anwesend.
    Claudia Roth, Jutta von Ditfurth, Thomas Ebermann, Angelika Beer, Jürgen Trittin,…
    Die Liste lässt sich fortführen.
    Robert Habeck, Annalena Baerbock und Cem Özdemir und andere unterstützten publizistisch solche Aktionen.

    Im grünen Sozialismus gibt es keine Bürger mehr, sondern nur noch Untertanen.
    Im braunen Sozialismus ist es auch nicht besser.

  7. Edmund Gebser

    Werter ( soviel Zeit und Höflichkeit sollte sein ) Herr Scholzen,

    Jutta Dittfurt (das „von“ würde sie Ihnen wahrscheinlich um die Ohren hauen) ist schon vor Jahren bei den Grünen ausgetreten da die ihr nicht radikal genug sind.
    Ihr Vater und ihr Bruder schämen sich dafür. Inzwichen sitzt sie mit einer eigenen Gruppe im frankfurter Stadtparlament.
    by the way, bei den „Demos“ von denen ich geschrieben habe ist die politische „Elite“ von Vivant gemeinsam mit bekannten ostbelgischen „Querdenkern“ hinter der „Reichskriegsflagge her getrottelt. Im Gegensatz zu Ihnen erlaube ich mir hier keine Wertung.