Frankreich investiert in kleine Atomreaktoren

Frankreich will bis 2030 eine Milliarde Euro in die Entwicklung kleinerer Kernkraftwerke investieren. Das hat Präsident Macron am Dienstag angekündigt.

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron (Bild: Pascal Rossignol/AFP)

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron (Bild: Pascal Rossignol/AFP)

Damit soll die Energieunabhängigkeit Frankreichs hergestellt und die Klimaziele erreicht werden.

Diese sogenannten „kleinen modularen Reaktoren“ (SMR) sollen günstiger und sicherer sein und weniger Atommüll verursachen.

Insgesamt will Macron 30 Milliarden Euro locker machen, um Frankreichs Wirtschaft zu modernisieren – zum Beispiel in Kernenergie und erneuerbare Energien, grünen Wasserstoff, Elektroautos und Robotik.

belga/vk

19 Kommentare
  1. Marcel Scholzen Eimerscheid

    Monsieur le Président

    Sehr vernünftiges Konzept, dieser Energiemix. Besonders diese neuen SMR.

    Lassen Sie sich nicht beirren. Auch nicht von Gretchen, den Grünen und anderen Grünschnäbeln, die am liebsten in die Höhlen zurückkehren würden und auch noch das Feuer abschaffen würde, weil es co2 produziert.

  2. Joachim Wahl

    Wie alle Politiker, welche von gravierender Unkenntnis geprägt sind, hat auch Macron nicht verstanden, wie weit man mit 30 Mrd kommt. Allein die Kosten für einen Reaktor liegen bei 20 Mrd Euro. Da bleibt für den Spuk „Wasserstoff“ oder „elektrisches Fahren“ nicht mehr viel übrig. Warum man in „kleine“ SMR-Reaktoren investiert, ist ebenfalls offen. Mit der Größe technischer Anlagen sinkt die Investitionssumme. Es sei denn, die Chinesen beteiligen sich. Hinkley Point in Grossbritanien wird mit finanzieller Unterstützung der Chinesen gebaut. Da Siemens Deutschland sich komplett aus dem Kernreaktorgeschäft zurückgezogen hat, werden nun die Chinesen in Zukunft ein weiteres Technologiefeld bedienen können.

  3. Alexander Hezel

    – Zum Thema „Sicherheit“ der AKW:

    Tschernobyl: 218.000 km² radioaktiv belastet, 6.400 km² nicht mehr nutzbar, bis zu 25.000 indirekte Todesfälle, unzählige Fehlbildungen usw., Kosten für den „Sarkophag“ bis ca. 2 Milliarden Euro, Kosten für die Sicherung/Rückbau – unbekannt?, wirtschaftliche Verluste in den ersten Jahren ca. 12 Milliarden Dollar alleine in Russland. (Quellen: Wikipedia/NDR)

    Fukuschima: 1.500 km² Evakuierungszone, bis zu 600 direkte Todesfälle, ca. 10.000 Todesopfer durch Spätfolgen, geschätzte Folgekosten 500 Milliarden Euro (Quellen: Wikipedia, Domradio)

    – Zum Thema „Rentabilität“ der AKW:

    Die strahlenden Geldgräber verschlingen aber auch ganz ohne Katastrophe ein Vermögen: Beispiel AKW Greifswald/Lubmin, das 1990 stillgelegt wurde und dessen Rückbau bis 2060 dauern soll (70 Jahre!) und ca. 6,4 Milliarden Euro kosten soll – für ein einziges (!) AKW. Von der Frage „Wohin mit dem Atommüll“ ganz zu schweigen… (Quelle: MDR)

    In Belgien soll der Rückbau der AKW mindestens 18 Milliarden und bis zu 40 Milliarden Euro kosten (Quelle: VRT). Wer bezahlt?

  4. Norbert Schleck

    Tja, es ist alles noch viel schlimmer, als der Herr Wahl es beschreibt:.
    Die 30 Milliarden bis 2030 sollen keineswegs nur für die Nuklearindustrie bestimmt sein. Die bekommt lediglich eine läppische Milliarde.

    Ich darf den FIGARO zitieren:
    „Emmanuel Macron a annoncé ce mardi qu’il souhaitait investir un milliard d’euros dans l’énergie nucléaire d’ici à 2030 pour développer des «technologies de ruptures», notamment des «petits réacteurs nucléaires», dans le cadre du plan «France 2030». Ce grand plan d’investissement s’élève au total à 30 milliards d’euros.

    Bis dahin hat der Staatskonzern EDF aber noch allerhand an der Backe:

    – Fessenheim, dessen Demontage bis 2040 andauern soll. Kosten: nach oben offen.

    – Flamanville, dessen Bau sich immer weiter verzögert, während die Kosten explodieren.

    – Hinkley Point C, dasselbe Szenario. Die sinkende Rentabilität wird über einen garantierten Abnahmepreis auf die britischen Steuerzahler abgewälzt!

    – 30.07.2021: Abschaltung von Block 1 des EPR-Reaktors in Taishan/China wegen beschädigter Brennstäbe. EDF ist dort Mitbetreiber.

  5. Gerald Pesch

    Wir stehen nicht am Ende des Atomzeitalters sondern an dessen Anfang. Die aktuellen Druckwasserreaktoren sind nicht die Zukunft, dahinter zeichnet sich die Brütertechnologie (BN800 in Russland) sowie die Thorium Reaktoren (in China) ab. Flüssigsalz (oder Blei) moderierte Reaktortypen werden Prozesswärme sowie seltene Erden (entlang der radioaktiven Zerfallsreihe des Thorium) produzieren und das mit Brennstoffvorräten für Jahrzehnttausende. Nur die grün versiffte Europäische Energiepolitik, auf Basis mittelalterlicher Windstromtechnik, hat uns dahin gebracht wo wir heute sind, vor dem Blackout bei horrenden Energiepreisen. Zeit für eine andere Energiepolitik, Zeit für Physikunterricht in den Schulen statt Klimademonstrationen in Brüssel….

  6. Peter Schallenberg

    Herr Pesch: nur keine Aufregung, alles regelt sich von selbst!

    Wenn nämlich Energie unerschwinglich teuer wird oder mal für längere Zeit der Strom ausfällt, mit allen schrecklichen aber heilbringenden Konsequenzen, dann wird sich das auch in den Wahlergebnissen der so geannten „Grünen“ niederschlagen.

  7. Alexander Hezel

    Na das hat aber lange gedauert, bis endlich nochmal jemand das berühmte „grün versifft“ aus der Schublade holt.

    Physikunterricht: Gutes Stichwort, ist er doch genau derjenige, in dem der Treibhauseffekt gelehrt wird, den es laut den Herren Experten Pesch, Wahl, Scholzen et al. „nicht geben“ kann. Bis heute hat keiner dieser Herren erklären können, warum er in der Schule gelehrt wird und Nobelpreise an Wissenschaftler verliehen werden, dies sich mit ihm befassen, wenn es ihn doch angeblich „nicht geben kann“. Natürlich wiederhole ich mich hier, aber wer von „gravierender Unwissenheit“ faselt und sich bei jeder Gelegenheit zum Experten aufplustert, sollte vielleicht damit anfangen, die eigene auszuräumen und einfach mal Fakten und Wissenschaft (zum Treibhauseffekt) anerkennen…

  8. Werner Radermacher

    Frankreich investiert unter Präsident Macron weiter in Kernernergie. Auch viele andere Länder setzen auf Atomkraft, in Finnland sogar die Grünen. Das finde ich richtig für die Zukunft, denn nicht nur die angeblich erneuerbare Energie ist eine saubere Energie. Und wenn erst massenhaft E Autos fahren, dann wird der Energiebedarf mit Wind und Solarenergie erst recht nicht zu decken sein. Ohne Kernenergie geht es nicht.

  9. Uwe Chemnitz

    Ich will mir gar nicht vorstellen..nur angenommen, wenn hier die Befürworter
    von Atomenergie mal so richtig verstrahlt würden…wie sie dann schreiben würden…oder gar nicht mehr. Danke.

  10. Guido Scholzen

    Als Merkel nach dem Fukushima-Gau den Atom-Ausstieg verkündete, meinte sogar Barack Obama spöttisch „Deutschland muss ja ein reiches Land sein, dass es auf die Kernkraft verzichten könne“.

  11. Joachim Wahl

    Herr Hezel, Sie haben uns bis heute nicht erklärt, wie denn der Treibhauseffekt der Erde funktionieren soll. Ein Tipp zur Güte. Die Erde verfügt über kein konvektionsunterbindendes Glasdach. In der von Ihnen zitierten „Physik“ treten beim Wärmetransport immer alle 3 Faktoren, Wärmestrahlung, Wärmeleitung und Wärmekonvektion gemeinsam auf. Der Treibhauseffekt der Erde ist ein Ammenmärchen.

  12. Voigt Christian

    Herr Wahl,
    lassen Sie mich mal für Sie Googeln.
    Warum entweicht CO2 nicht ins Weltall?
    Antwort : Dass die Erde überhaupt eine Atmosphäre hat, liegt an der Schwerkraft. Sie hält die Gasmoleküle auf der Erde fest und verhindert, dass diese einfach ins Weltall hinaus fliegen.

    Zum Glück ist das so, sonst könnten wir nicht mehr Ihre Kommentare lesen.

    Interessante Seite : So eine große Wirkung hat so wenig CO2 – quarks.de, mit jede Menge Quellen. Die sind aber bestimmt alle gefälscht.

  13. Nancy Schmitz

    Herr Wahl, der Treibhauseffekt wird doch an der Schule gelernt, genau wie Religion, also muss es ihn laut Herr Hezel geben !

  14. Gerald Pesch

    @ A. Hezel
    Hier im Forum kann man nicht wirklich diskutieren. Vielleicht haben Sie gute Verbindungen zum BRF, organisieren Sie doch einmal eine Podiumsdiskussion, Sie (Sie können sich auch Verstärkung mitbringen) gegen „Gegenpol Ostbelgien“. Das wäre doch mal was um zu zeigen was Sie so drauf haben in Sachen Physik und menschengemachter Klimawandel. Sich hier im Forum mit Schlagworten zu bewerfen bringt keinem Leser einen Erkenntnisgewinn….

  15. Alexander Hezel

    @Pesch – um eine sinnvolle Diskussion führen zu können müssen alle Beteiligten erstmal die Faktengrundlage anerkennen, da ist bei Ihnen und Ihrem Klübchen schon fehlanzeige. Es ist sinnlos mit Menschen zu diskutieren, die borniert in einer Phantasiewelt leben, in der es keinen Treibhauseffekt „geben kann“, weil sie das mal eben so beschlossen haben.

  16. Carl Schumacher

    Schwach, Herr Hezel, sehr schwach.

    In welcher Schule lernt man denn einer Diskussion aus dem Weg zu gehen wenn man keine Argumente hat indem man andere erniedrigt, verleumdet und beleidigt?

  17. Alexander Hezel

    Na Herr Schumacher, was für einen Sinn hat denn eine Diskussion darüber, ob es einen Treibhauseffekt gibt oder nicht, wenn seit Jahren bzw. Jahzehnten bekannt und erwiesen ist, dass es ihn gibt. Das ist ungefähr so, als würde man immer noch diskutieren wollen, ob die Erde nun eine Scheibe oder ein Rotationsellipsoid ist… Darüber diskutiert doch auch keiner mehr (außer Spinner).

  18. Norbert Schleck

    Nun, die Herren vom Gegenpol beklagen sich, dass kein Austausch von Argumenten möglich sei. Kein Wunder, beharren sie doch selbst stereotyp auf ihren Ansichten, ohne irgendeine Kritik zu akzeptieren.

    Seit Monaten warte ich auf Antworten zu meinen Fragen bezüglich ihrer „Stellungnahme“.

    Die Herren sollten sich auch mal zu der Rentabilität der Kernenergie äußern: direkte und indirekte Subventionierung, garantierter Abnahmepreis (s. Hinkley oben).

    Schneller Brüter? Wo bleibt denn der russische BN1200? Der Baubeginn wird immer weiter in die Zukunft verschoben. Vom anvisierten „Exportschlager“ kann man nur träumen.

    – China und sein Thoriumreaktor? Ein Versuchsmodell wird am Rand der Wüste Gobi (!) gebaut. Von einer kommerziellen Verwendung ist man noch „Jahrzehnte“ entfernt.
    Auch ist der nicht das Ei das Kolumbus, als das die Gegenpoler ihn feiern: Entstehung strahlender Gase und Korrosionsprobleme durch die Thoriumsalze.
    Auch strahlende Abfälle (Gammastrahlung) wären ein Problem.

  19. Guido Scholzen

    Herr Schleck,
    Wir brauchen STROM, und die Energiewende kann nicht liefern.
    Also warum sollten wir da bestellen?