Nobelpreis für Physik geht an drei Klimamodellierer

Der Nobelpreis für Physik wird in diesem Jahr aufgeteilt: Ein Teil des Preises geht an das Team des Deutschen Klaus Hasselmann und des US-Amerikaners Syukuro Manabe.

Die drei Forscher Syukuro Manabe, Klaus Hasselmann und Giorgio Parisi erhalten den diesjährigen Nobelpreis für Physik (Bild: Jonathan Nackstrand/AFP)

Die drei Forscher Syukuro Manabe, Klaus Hasselmann und Giorgio Parisi erhalten den diesjährigen Nobelpreis für Physik (Bild: Jonathan Nackstrand/AFP)

Die andere Hälfte des Preises geht an den Italiener Giorgio Parisi. Das gab die Schwedische Akademie der Wissenschaften in Stockholm bekannt.

Die Forschenden werden für ihre Arbeiten zu Klimamodellen ausgezeichnet. Hasselmann, der lange Zeit das Max-Planck-Institut für Meteorologie in Hamburg leitete, und Manabe von der Universität Princeton in den USA hätten physikalische Modelle für eine zuverlässige Vorhersage der Erderwärmung entworfen, so die Begründung. Sie hätten zudem den Grundstein für das Wissen zum Erdklima und den menschlichen Einfluss darauf gelegt.

Parisi werde für seinen revolutionären Beitrag zur Theorie von ungeordneten Stoffen und zufälligen Prozessen geehrt. Er forscht an der Universität La Sapienza in Rom.

Die Auszeichnung ist mit umgerechnet 980.000 Euro dotiert. Bereits am Montag wurden die Nobelpreise für Medizin vergeben. Für ihre Grundlagenforschung zur Hitze- und Druckwahrnehmung im Körper wurden die US-Forscher David Julius und Ardem Patapoutian ausgezeichnet.

dpa/dop

17 Kommentare
  1. Dieter Leonard

    Es ist schon erstaunlich, dass das Nobelpreiskomitee Wissenschaftler auszeichnet, die zu einem Thema geforscht haben, das es nach redundanter und penetranter Besserwisserei der Leugner des anthropogenen Klimawandels doch gar nicht gibt…

  2. Guido Scholzen

    Dieser Klaus Hasselmann ist mir bekannt seit September 1985, weil in einem Bericht in der Informatik-Zeitschrift ‚P.M.-Computerheft‘ über dessen Arbeit am Max-Planck-Institut für Meteorologie in Hamburg berichtet wurde. Dieser Bericht war es, der mich veranlasst hat, mich als jugendlicher Home-Computer-Freak mit 15 Jahren für das Thema Klima zu interessieren. Ich glaube langsam, dass ich wohl der Ostbelgier bin, der sich am längsten mit dem Thema Klima als Hobby beschäftigt.😏 (Bitte melden, wenn es noch andere Interessierte gibt.)

    Hasselmann arbeitete damals mit Wettersimulationen am ‚Supercomputer‘ CYBER-205 wie seine Meteo-Kollegen im britischen Bracknell, ABER Hasselmann behauptete, er könne Klima UND Wetter voraussagen. Er behauptete damals, „Bauern wüssten schon im Winter wie die Ernte im nächsten Jahr wird“.
    Nein, kein Quatsch, sowas hatte der wirklich gesagt.
    Und wenn ich mir gestern die ARD-Tagesthemen anschaue, dann ist er in seinem prahlerischen Gebahren nicht bescheidener geworden.

    Er bekommt den Nobelpreis, weil dies politisch korrekt ist.
    Hasselmann ist ein ANGEBER und OPPORTUNIST in einem korrupten System.

  3. Dieter Leonard

    Wenn man sich seit 36 Jahren mit dem Thema Klima „als Hobby“ beschäftigt und zu der Einsicht gelangt, dass CO2 – im Widerspruch zur einhelligen Meinung der Wissenschaftler weltweit – keinen Einfluss auf die Erderwärmung haben und es keinen Einfluss menschlicher Aktivitäten auf das Klima geben kann, war dieses Hobby nicht wirklich geeignet, den Horizont des Hobbyforschers Scholzen zu erweitern.
    Im Gegenteil: ein Hobby, dessen Resultat darin besteht, 35 Jahre mit Besserwisserei „Weil nicht nicht sein kann, was nicht sein darf“ zu verschwenden.
    Die Bilanz des Hobby-Virologen sieht nicht besser aus.

    Was läuft schief, Herr Scholzen?

  4. Joachim Wahl

    Werter Herr Leonard, auch auf die Gefahr hin, mich zu wiederholen. Gegenpol „leugnet“ keine Klimavariationen. Wir stellen den anthropogenen Anteil infrage. Corona hat weltweit zu einer Reduktion der fossilen Brennstoffe von etwa 10% geführt. Auf dem Mauna Loa wird die aktuelle CO2-Konzentration gemessen. An der Kurve kann man sogar die Jahreszeiten auf der Nordhemisphäre deutlich erkennen; die Coronazeit erscheint dort nicht. Wie erklären Sie das? Wenn ich Ihnen eine Simulation vorstellen würde, welche den Strandungsort eines Sektkorken, den Sie in die Wesertalsperre werfen, „berechnen“ würde, würden Sie mich als Nobelpreiskandidaten vorschlagen?

  5. Norbert Schleck

    Wenn es einen Nobelpreis für „prahlerisches Gebahren“, völligen Mangel an Selbstkritik, überhebliches Selbstlob (Nestor der Klimaforschung in Ostbelgien!) und unwissenschaftliches Sektierertum gibt, dann hätten Herr G. Scholzen und seine Gegenpoler ihn redlich verdient.

    Der Herr Hasselmann spielte sicher auf alte Bauernregeln an:
    Auf hartes Winters Zucht folgt gute Sommersfrucht.
    Auf kalten Dezember mit tüchtigem Schnee folgt ein fruchtbares Jahr mit üppigem Klee.
    Bleibt aber der Vorwinter aus, kommt der Nachwinter mit Frost und Braus.
    Der Januar muss vor Kälte knacken, wenn die Ernte soll gut sacken.
    Glatter Pelz beim Wilde, dann wird der Winter milde.
    Grüne Weihnachten, weiße Ostern.
    Heftige Nordwinde im Februar vermelden ein fruchtbar Jahr.
    Wenn Bucheckern geraten wohl, Nuß- und Eichbaum hängen voll, so folgt ein harter Winter drauf und fällt Schnee mit großem Hauf.

    Ich nehme an, er war intelligent genug, um sein Klimamodell nicht auf solchen Regeln aufzubauen.

  6. Andre Schmidt

    Pflügt der Bauer im Mai, dann ist der April vorbei

    Dreht der Hahn sich auf dem Grill, macht das Wetter, was es will.

    Wenn sich das Jahr dem Ende neigt, der Bauer in die Wanne steigt.

    Kommt im März die Sommerzeit, ist’s länger hell für Schwarzarbeit.

  7. Guido Scholzen

    Die Sommer 2018-2020 waren eher trocken, aber dieser Sommer’2021 war doch mehr als nur ‚durchnässt‘. Wer hätte das gedacht …oder… gewusst?
    Prof. Klaus Hasselmann!!!

    Nach der Aussage Hasselmanns von vor fast 40 Jahren müsste es heute aber möglich sein, dass Wetter des kommenden Sommer schon im Winter vorherzusagen, wie oben geschrieben. Aber, wie jeder weiss, ist dies meteorologisch bisweilen nicht möglich.

    Herr Leonard,
    Wenn Sie mir ein Kompetenzdefizit in verschiedenen Sachen vorwerfen, warum kritisieren Sie dann Klaus Hasselmann nicht, der seinen Versprechungen von damals nicht nachkommt?
    „Weil nicht sein kann, was nicht sein darf“… den Klaf hätten Sie sich besser erspart. Wer im Glashaus sitzt, sollte besser nicht mit Steinen werfen.

    Einer der Ur-Väter der modernen Informatik, der US-Amerikaner John von Neumann, hielt viel von Computerberechnungen aber sehr wenig von Simulationen, weil die meistens der Realität hinterherhinkten.
    Von Neuman meinte scherzhaft: „Gib mir 4 Parameter und ich simuliere einen Elefanten. Gib mir einen 5. Parameter und ich lasse seinen Rüssel wackeln.“
    Aber Leonard versteht den Witz sowieso nicht.

  8. Alexander Hezel

    Es ist schon irgendwie aberwitzig… da werden renommierte und brillante Wissenschaftler für ihre jahrzehntelange akribische Forschung und Arbeit, die etliche male durch ebenso kompetente Wissenschaftler aus der ganzen Welt geprüft, verbessert, überarbeitet und ergänzt wurde, mit einer der höchsten wissenschaftlichen Auszeichnung dieser Welt ausgezeichnet und da findet eine handvoll Erleuchteter aus der DG, nichts besseres zu sagen als „kann es nicht geben“ (Treibhauseffekt, anthropogene Klimakatastrophe, etc.) und dies nicht etwa, weil sie selbst herausragende Experten mit etlichen Publikationen in Fachzeitschriften, mit Forschungsarbeit an Instituten und Universitäten, mit Forschungsergebnissen, die von der Wissenschaft analysiert und geprüft wurden, und mit fundierter und anerkannter Fachkenntnis sind… Nein, von alledem ist bei unseren ‚genialen‘ Nullpolern keine Spur: Haben sie sich doch im stillen Kämmerlein lange Zeit „hobbymäßig“ mit Themen beschäftigt und meinen nun, Physik neu erfunden zu haben. Leichter kann man sich nun wirklich nicht zur Lachnummer machen…

  9. Frank Jörg Rimbach

    Egal was diese Klimaexperten auch voraussagen und vieviele Preise sie auch ausgelobt bekomme, in 4 1/2 Milliarden Jahren ist alles vorbei und daran ändert niemand etwas!!!!
    Drum, genießt das Leben und hört auf zu Streiten!!!

  10. Horst Emonts-pool

    Im Mai wurde uns noch ein dritter Hitze Sommer voraus gesagt. Und es kam alles anders. Natürlich war der Klimawandel schuld. Im Videotext sehe ich heute, für nächste Woche Schnee. Was ist daß denn nun?

  11. Dieter Leonard

    @J. Wahl

    „Dass der CO2-Gehalt der Atmosphäre weiter ansteigt, selbst wenn die Emissionen sinken, liegt an der sehr langen Verweildauer des Kohlendioxids in der Atmosphäre. Auch wenn die Ozeane und die Landregionen laut Global Carbon Project derzeit etwas mehr als die Hälfte des von der Menschheit ausgestoßenen CO2 aufnehmen, verweilt der Rest für ungefähr ein Jahrhundert in der Luft. Nur ein vollständiger und dauerhafter Stopp der Emissionen führt zu einer Stabilisierung des CO2-Gehalts und längerfristig zu seiner Verringerung…“
    (deutsches-klima-konsortium.de)

    „Der Rückgang beim CO2-Ausstoß müsste schon außerordentlich sein, damit auch die CO2-Konzentration zurückgeht, stellt auch die für die Messstation Mauna Loa zuständige US-amerikanische Ozean- und Atmosphärenbehörde NOAA auf ihrer Webseite klar. Die durch Covid-19 „fehlenden“ Emissionen seien dies aber nicht.
    Erst wenn die Emissionen längerfristig um 25 Prozent zurückgehen würden, wäre mit einem Rückgang der CO2-Konzentration im Monatsdurchschnitt um 0,2 ppm zu rechnen…“
    (Klimareporter.de)

    Dies sollte die „Gegenpoler“ natürlich nicht davon abhalten, ihrem Klima-Hobby weiter zu frönen.

  12. Marcel Scholzen eimerscheid

    Dieser Nobelpreis ist das Ergebnis einer abgeschlossen Ausbildung und harter Arbeit. Mit Schulstreiks, Schuleschwänzen hätte die beiden keinen Nobelpreis bekommen.

  13. Norbert Schleck

    Statt das Lebenswerk eines international anerkannten Wissenschaftlers zu würdigen, kramen die ostbelgischen Hobbyklimatologen eine Aussage von vor 35 Jahren hervor, um ihn zu diskreditieren.

    Bei den besagten Herren hier braucht man nicht so weit zurückzugehen.
    Scholzen: „Ein warmes Klima ist ein gutes Klima.“
    Wahl: Temperaturunterschiede auf dem Mond.
    Emontspool: „Was ist daß [sic!] denn nun? Nun, der Unterschied zwischen Wetter und Klima.

    John von Neumann, dessen Kalauer Herr Scholzen zitiert?
    Der Mann ist 1957 verstorben und arbeitete mit dem damaligen „Supercomputer“ ENIAC, dessen Kapazitäten von jedem heutigen Taschenrechner übertroffen werden dürften.

    Das ist ungefähr so, als wollte man die Motorkutsche von Gottlieb Daimler von 1886 mit einem heutigen Mercedes-Rennwagen vergleichen.

    Dass die damaligen „Simulationen“ mit den heutigen nicht im entferntesten zu vergleichen sind, versteht sich wohl von selbst.
    Herr Scholzen, bitte einfach mal den Artikel auf Wikipedia lesen.

    Dass Simulationen immer nur eine Annäherung an die Wirklichkeit sein können, ist ein Gemeinplatz, den Herr Scholzen anscheinend nicht kennt.

  14. Norbert Schleck

    Wer etwas mehr über den Nobelpreisträger Hasselmann wissen möchte, dem seien zwei Artikel empfohlen: „Sein Modell zeigte die Zukunft“ auf ZEIT-Online und seine Biografie auf Wikipedia.

    Der Mann ist Jahrgang 1931 und immer noch aktiv. Er kann auf eine beeindruckende Karriere zurückblicken.
    Das Anpinkeln durch Herrn Scholzen wird ihn wohl kaum berühren, es ist nur ein Armutszeugnis für den Verfasser.

    Noch etwas zum – für damalige Verhältnisse – „Supercomputer“ ENIAC: Das Ding maß 10×17 Meter und wog 17 Tonnen. Es war mit rund 17000 Röhren bestückt. Es konnte die vier Grundrechnungsarten ausführen und die Quadratwurzel ziehen mit einer Kapazität von 50.000 Operationen pro Sekunde.
    Dennoch durfte der Herr von Neumann durchaus skeptisch sein, ob damit ernstzunehmende Simulationen zu verwirklichen seien.

    Der Summit von IBM leistet 200.000.000.000.000.000 Operationen pro Sekunde.

    „Während der COVID-19-Pandemie wird der Computer genutzt, um Berechnungen über mögliche Arzneimittelverbindungen und deren Verwendbarkeit als Impfstoff zu prüfen. Die Berechnungen dauerten 2 Tage.“
    (Wikipedia)

  15. Guido Scholzen

    @Schleck,
    Simulationen eines chaotischen Systems unterscheiden sich von Systemen, die nach bekannten Gesetzmäßigkeiten ablaufen. Man hat es mit billionen von Gleichungen die tun, die billionen von Unbekannten enthalten. Viele zu berechnende Einflüsse (ausgedrückt durch Gleichungen und sich permanent ändernde Variablen) sind noch unbekannt. „Szenarien-Unsicherheit“ wird das genannt.
    Bei Wetter bzw. Klima (langfristige Wetterstatistik) haben wir es mit STOCHASTIK zu tun, d.h. die ‚Berechnung des Zufalls‘ und die Gesetzmäßigkeiten, die dies beeinflussen. Die größte Unbekannte in diesen Berechnungen ist nicht CO2, sondern Wolken, und ich glaube langsam, die lassen die Wolken einfach weg, weil dies zu kompliziert ist.

    In einer ARD-Sendung zum Hasselmann-Nobelpreis wurde gesagt, seine „Simulationen hätten die Erwärmung der Erdatmosphäre durch CO2 bewiesen.“
    Das ist eine glatte Lüge!
    Hier wird eine unbewiesene Hypothese wie ein Axiom gehandhabt.
    Das hat mit wissenschaftlichem Arbeiten nichts zu tun!
    Es gibt bis dato KEINE reelle Klimasimulation trotz überragender Rechenpower, d.h. es ist noch unmöglich, das Wetter-Chaos 30 Jahre im voraus zu berechnen.
    Hasselmann ist kein Klima-Simulator, sondern ein Klima-Simulant.

  16. Carl Schumacher

    @Herr Leonard.

    Wenn ich die von Ihnen zitierten Aussagen richtig deute, so ist es völlig unsinnig CO2 einzusparen, da die benötigte Einsparung doch nie erreicht werden kann, es sei denn der Mensch verschwindet vom Planeten. Richtig?

    Wenn der Stillstand der Weltwirtschaft nichts bewirkt hat, so kann ich ja ruhig weiter fossile Energien verbrauchen.

  17. Norbert Schleck

    „Hasselmann ist kein Klima-Simulator, sondern ein Klima-Simulant.“

    Mein Gott, was für eine Hybris.
    An vielen Universitäten und Forschungseinrichtungen wird weltweit zu diesem Thema geforscht. Dort sind also alles Ignoranten am Werk.

    Nur auf den ostbelgischen Eifelhöhen leuchtet hell und klar das Licht der Erkenntnis in der Finsternis.
    Der nächste Nobelpreis für Physik geht ganz sicher an den Hobbyklimatologen und -stochastiker Guido Scholzen. Proficiat im Voraus!

    Übrigens, der dritte Preisträger, Giorgio Parisi, hat wohl auch eine Macke, forscht er doch ebenfalls an einem chaotischen und doch geordneten Objekt: dem Flugverhalten von Vogelschwärmen.