Umstrittene Anti-Rassismus-Aktion: Bücherverbrennungen in Kanada

In Kanada nimmt eine Debatte um Rassismusbekämpfung an Fahrt auf. Hintergrund sind Berichte über Bücherverbrennungen, die schon 2019 stattgefunden haben und erst jetzt öffentlich gemacht wurden.

Kanadas Premier Justin Trudeau (Archivbild: Geoffroy Van Der Hasselt/AFP)

Archivbild: Geoffroy Van Der Hasselt/AFP

Im Rahmen von Schulstunden wurden rund 5.000 Bücher mit vermeintlich rassistischem Gedankengut verbrannt.

Darunter waren auch die Comics „Tintin in Amerika“, „Asterix und die Indianer“ und drei Lucky-Luke-Alben. Hier wurde vor allem der Begriff „Rothaut“ bemängelt, der als beleidigend empfunden wird, weil die Charaktere als „betrunken, faul und dumm“ dargestellt würden. Mit der Aktion wollten sich 30 französischsprachige Schulen mit den Ureinwohnern versöhnen.

Premier Justin Trudeau reagierte verhalten. Er sei gegen die Verbrennung von Büchern. Die Versöhnung mit den Ureinwohnern Kanadas liegt der Regierung Trudeau besonders am Herzen.

belga/dop

Ein Kommentar
  1. Marcel scholzen eimerscheid

    Bücherverbrennungen sind eine schlimme Sache. Erinnert an finstere Zeiten.

    Die genannten Bücher konnte man legal kaufen. Diese zu verbrennen, ist ein Anschlag auf die Meinungsfreiheit.

    Rassismus lässt sich dadurch nicht beseitigen. Das ist eine Frage der persönlichen Einstellung.

    Ich konnte nur noch mit dem Kopf schütteln, als Knorr seine „Zigeunersauce“ umbenannte. Wem nützt das ? Den Sinti und Roma bestimmt nicht. Die haben keinen praktischen Vorteil dadurch. Nur Knorr konnte so sein Image aufbessern, um bessere Geschäfte zu machen.

    Diese auf reine Äußerlichkeiten bedachte politische Korrektheit lehne ich ab. Es ist Etikettenschwindel, Augenwischerei. Die Realität ändert sich nicht dadurch. Nur durch Verbesserung der Lebenssituation kann man benachteiligten Gruppen helfen.