Papst Franziskus betet für die Opfer der Unwetterkatastrophe

Papst Franziskus hat am Freitag den Opfern der Unwetter in Belgien, den Niederlanden und Deutschland sein Mitgefühl ausgedrückt.

Papst Franziskus vor dem "Urbi et Orbi" (Archivbild: Alberto Pizzoli/AFP)

Archivbild: Alberto Pizzoli/AFP

Er gedenke der Todesopfer. Den trauernden Angehörigen bekundete er sein Beileid.

Papst Franziskus erklärte, er werde für die zahlreichen verletzten und noch vermissten Menschen beten, genauso wie für die Menschen, die ihr Hab und Gut verloren haben.

belga/vk

44 Kommentare
  1. Alexander Hezel

    Oh, das wird bestimmt helfen…

  2. Guido Scholzen

    FFF-Aktivistin Luisa Neubauer machte es ähnlich wie der Papst. Sie sagte in Berlin „man stehe Seite an Seite mit den Opfern“ dieser Hochwasserkatastrophe.
    Nun ja, wenn es etwas hilft. Glaube versetzt bekanntlich Berge. Wenn der Papst das kann, dann können andere das auch.
    So, liebe Menschinnen und Menschen, und nun lasset uns noch mehr Windräder bauen, auf dass uns das nächste Hochwasser erspart bleibe.

  3. Stephan Bodarwé

    „SARKASMUS, NEIN DANKE“

    Niemand wird ja gezwungen seine Hände zum Gebet zu falten,
    doch mit verletzendem Spott ist auch keinem geholfen!
    Mutig Hilfe leisten und sich an Spendenaufrufe beteiligen, kommt da schon klar jeder Gebetsform bedeutend näher.

    „Die geschädigten Opfer werden es jedenfalls dankbar zu schätzen wissen.“

  4. Alexander Hezel

    @Bodarwé: „Der größte Trick der Religionen war nicht, einige Menschen davon zu überzeugen, dass es einen Gott gibt, sondern alle anderen davon zu überzeugen, dass man diese Vorstellung nicht lächerlich finden darf.“ – Ricky Gervais

    Warum hat Ihr Gott all diese Leiden und Todesopfer nicht verhindert oder überhaupt zugelassen, wenn er doch so allmächtig ist?

    Wann haben Gebete jemals irgendeinen widerlegbaren, tangiblen Effekt auf die Welt gehabt? Wann haben sie jemals nachweislich „gewirkt“?

  5. Willy Hoffmann

    Er sollte lieber mal die Kasse des Vatikans öffnen, da liegt so viel Geld, damit könnte er helfen, mit beten wird keiner satt und keiner hat damit ein Dach über dem Kopf.

  6. Marcel Scholzen eimerscheid

    Herr Hezel.

    Friedrich der Große sagte „Jeder soll nach seiner Facon selig werden“.

    Die Frage, warum Gott Leid zulässt, ist nicht zu beantworten. Seit 2000 Jahren wird diese Theodizee-Frage diskutiert ohne eine Antwort zu finden. Theologen aller Religionen und Zeiten diskutierten diese und andere unmögliche Fragen. Wahrscheinlich um eine Daseinsberechtigung zu beweisen. Allgemein kann man sagen, dass Theologen Fragen beantworten, die kein vernünftiger Mensch stellt. Ähnlich gelagert ist die Frage nach dem halbvollen oder halbleeren Glas.

  7. Guido Scholzen

    @Hezel:
    „Der größte Trick der Öko-Politik war nicht, einige Menschen davon zu überzeugen, dass es einen menschengemachten Klimawandel gibt, sondern alle anderen davon zu überzeugen, dass man diese Vorstellung nicht lächerlich finden darf.“ – Guido Scholzen😉

  8. Lutz-René Jusczyk

    «Warum hat Ihr Gott all diese Leiden und Todesopfer nicht verhindert oder überhaupt zugelassen, wenn er doch so allmächtig ist?»

    Nicht umsonst wird die Theodizee-Frage als Fels des Atheismus bezeichnet, denn im Gegensatz zu allen anderen Argumenten, die von Seiten der Gottesleugner vorgebracht werden, hat jene ein wirkliches Gewicht; man kann sie nicht auf einfache Weise widerlegen.
    Ich weiß nicht, warum Gott so viele negative Geschehnisse zulässt, aber als Christ habe ich die Hoffnung, dass jene nicht das letzte Wort über uns haben, auch wenn es vordergründig betrachtet so scheinen mag.

    «Wann haben Gebete jemals irgendeinen widerlegbaren, tangiblen Effekt auf die Welt gehabt? Wann haben sie jemals nachweislich „gewirkt“?»

    Fragen soll man bekanntlich nicht mit Gegenfragen beantworten, hier würde ich jedoch die Frage aufwerfen: Wie sollen soll ein Nachweis denn aussehen?
    Ob ein Gebet eine Wirkung hat, erschließt sich nur dem, der glaubt. Wem der Glaube nichts bedeutet, wird stets von zufälligen Ereignissen sprechen.

  9. Georg Radermacher

    Gebete helfen mit Sicherheit dem Betenden, das ist ja schon mal was.
    Die Religionen sind eine Krücke für die Menschen, an der sie halt finden.
    Jesus oder Gott hat sich seit zweitausend Jahren nicht blicken lassen. Die Kirche und das was da gefaselt wird ist nichts weiter als eine Sekte. Nur groß eben. Es ist schon erstaunlich, woran eine Vielzahl an Menschen heute glauben. Man muss nur mal über Flüsterpost nachdenken. Da kommt schon nach wenigen Menschen und kurzer Zeit nur noch Blödsinn raus. Übertragen auf 2000 Jahre, oder bei einer anderen Weltreligion 600 Jahre und Millionen von Menschen ist das Ergebnis wohl klar. Ich akzeptiere, das Menschen Glauben scheinbar brauchen. Jedes Folk der Erde, auch der zivilisisationsfernste Ureinwohner glaubt irgendwas. Also muss man die Menschen lassen. Intelligent finde ich persönlich es nicht.

  10. Lutz-René Jusczyk

    «Es ist schon erstaunlich, woran eine Vielzahl an Menschen heute glauben. […] Ich akzeptiere, dass Menschen Glauben scheinbar brauchen.»

    Das klingt so, als wäre der Atheismus die klügere Position.
    Ich behaupte: Der Atheismus ist ebenfalls eine Form von Glauben, wenngleich mit negativem Vorzeichen.
    Der entscheidende Punkt ist m.E. der, dass Atheisten auch nicht in der Lage sind, die Nicht-Existenz eines transzendenten Gottes zu beweisen.
    Ob es sich als Atheist unbeschwerter leben lässt, vermag ich nicht beurteilen, allerdings würde mich der Gedanke, dass unser aller Existenz einmal ausgelöscht sein wird, nicht wirklich zufriedenstellen, gerade weil es Katastrophen und Leid in dieser Welt gibt, die nach einer ausgleichenden Gerechtigkeit verlangen.
    Die Vorstellung, dass unsere Lieben und wir selbst einmal in der Gegenwart eines unendlich liebenden Gottes aufgehoben sein werden, ist doch weitaus positiver als die Aussicht, irgendwann nicht mehr zu existieren, oder?
    Alles Wunschvorstellungen? – Dann befassen Sie sich bitte näher mit dem Phänomen der Nahtod- und Außerkörperlichkeitserfahrungen.

  11. Alexander Hezel

    @ Scholzen – Als Mitglied des Verschwörungsspinnervereins ‚Gegenpol‘ wäre es angebrachter, Nachhilfe in Physik auf Sekundarschulniveau (Treibhauseffekt, Klimawandel) zu nehmen, als sich in Umdichtungen zu versuchen.
    @ Jusczyk – Darauf ‚hoffen‘, dass Ihr Gott die Welt nicht heimsucht halte ich für eine ziemlich düstere Aussicht…
    Den ‚Gottesbeweis‘ müssen Sie schon selbst bringen – Sie sind ja schließlich derjenige, der diese Behauptung aufstellt…

  12. Alexander Hezel

    Herr Jusczyck, „Was ohne Beweis vorgebracht wird, kann auch ohne Beweis zurückgewiesen werden.“ – Christopher Hitchens
    Es ist schon merkwürdig, sich der Illusion, dem Wunschdenken hinzugeben, man wäre nach dem Ableben in „bester Gesellschaft“. Ist nicht die Einsicht, und die Tatsache, dass wohl alles darauf hindeutet, dass es schlichtweg kein „Danach“ gibt, viel ermutigender, um das Leben im Hier und Jetzt zu genießen und ihm durch Taten und Dasein Sinn zu verleihen, anstatt auf irgendein „Paradies“ zu hoffen, von dem Niemand weiss, ob es das überhaupt gibt? Wenn man dort doch so „gut aufgehoben“ ist, warum geht man denn nicht direkt dahin?

  13. Georg Radermacher

    Werter Herr Jusczyk,
    das ist lustig: Sie schreiben genau dass, was ich geschrieben habe. Wir sind uns 100 Prozent einig. Weil Sie die Krücke der Religion brauchen, um sich nicht der Vorstellung beugen zu müssen, das man, wenn man gestorben ist, einfach kaputt ist. Biologische Maschine verschlissen, weiter nix. Und weil Sie diese Vorstellund nicht ertragen können, benutzen Sie die Krücke Religion. Wie ich schon anmerkte. Bezüglich Nahtoterfahrung ist heutzutage bekannt, das der Körper im Sterbeprozess einen tollen Cocktail an Hormonen und so weiter freisetzt. Vielleicht sind das alles die gleichen Halluzinationen, um das Sterben zu erleichtern. Es könnte aber auch Gott sei, der sich ansonsten um nix kümmert.

  14. Uwe Chemnitz

    Es ist doch ganz einfach:
    Der Planet kotzt sich aus, oder fängt erst richtig damit an, damit er die Plage
    H.S. los wird.
    Der Vatikan wird das nicht verhindern.

  15. Lutz-René Jusczyk

    Werter Herr Hezel, werter Herr Radermacher, die Frage, ob es ein Leben nach dem Tod gibt, muss, genauso wie jene nach der Existenz Gottes, vollkommen unabhängig von unseren Wünschen und Hoffnungen angegangen werden.
    Ob ich mir also ein ewiges Leben wünsche, hat nichts damit zu tun, ob es ein solches gibt.
    Jenen Fehler hat bereits Feuerbach mit seiner Projektionstheorie gemacht: Ob Gott eine Projektion des Menschen ist, sagt nichts darüber aus, ob es ihn gibt oder nicht.
    Was nun die Außerkörperlichkeits- und Nahtoderfahrungen anbelangt, glaube ich nicht, dass man hier von Halluzinationen sprechen kann. Dazu gibt es zu viele nachträglich verifizierte Berichte.
    Um zu einer angemessenen Beurteilung zu gelangen, halte ich es für erforderlich, sich intensiv und vor allem unvoreingenommen mit der Thematik zu beschäftigen. Lesen Sie bspw. zum Einstieg das einschlägige Werk Pim van Lommels oder „Wenn Blinde sehen – Mindsight : Nahtoderfahrungen bei Blinden“ von Kenneth Ring und Sharon Cooper.

  16. Alexander Hezel

    Herr Jusczyck, es geht in der Tat nicht darum, wer sich was wünscht oder erhofft oder nicht, sondern darum, dass Religionen ziemlich steile Behauptungen über allmächtige Wunderwesen und beste Gesellschaft nach dem Tod in den Raum stellen, ohne auch nur den geringsten Ansatz eines Beweises zu haben und sich dann darüber aufregen, dass man diese Wahnvorstellungen als absoluten Blödsinn bezeichnet, was sie m. E. schlichtweg sind.
    Religiöse Fabulierungen werden nicht wahr, so sehr man auch daran „glaubt“ – oder können Sie etwa über Wasser gehen, haben Tote jemals vom Paradies berichtet (wenn sie ja doch scheinbar dort „weiterleben“) oder haben Sie jemals Antwort auf ihre „Gebete“ (Selbstgespräche) bekommen (außer in Ihrer Einbildung)? Wie gesagt, die Beweislast liegt bei den Religionen und wir warten bereits seit Tausenden von Jahren darauf…

  17. Lutz-René Jusczyk

    Herr Hezel, es ist schon ein wenig augenfällig, dass immer nur von uns Christen verlangt wird, Beweise für die Richtigkeit von Glaubens(!)aussagen vorzulegen, wohingegen Atheisten sich nicht anschicken, ebensolches im Hinblick auf ihre eigenen Ansichten und Auffassungen zu tun.
    Uns wird einfach unterstellt, der Glaube an einen transzendenten Gott oder eine unsterbliche Seele wäre blanker Unsinn, wohingegen einzig der Nicht-Glaube wissenschaftlich fundiert sei.
    Ich erwarte ja keinen Konsens mit Atheisten in weltanschaulichen Fragen, gleichwohl wäre ich über weniger Polemik und dafür mehr Sachlichkeit und Fairness in der Argumentation durchaus dankbar.

  18. Alexander Hezel

    Herr Jusczyck, wenn ich umgekehrt behaupte, ich glaube an das Fliegende Spaghettimonster, läge es dann nicht eher an mir, dessen Existenz zu beweisen und eben nicht an Ihnen, zu beweisen, dass es nicht existiert? Würden Sie mir bei einer solch steilen Aussage einfach auf’s Wort glauben? Genauso verhält es sich mit Ihrer Religion – Sie behaupten es gibt einen Gott, ohne Beweise dafür zu haben, ich sage, dass ist blanker Unsinn. Ich kann schlichtweg Ihr Autoritätsargument (argumentum ad verecundiam) „Es gibt einen Gott, weil ich es sage/weil ich daran glaube“ nicht akzeptieren… Dinge werden wie gesagt nicht wahr, nur weil man daran glaubt.

  19. Ernst A. Mathieu

    Juscyk- Henzel.
    Eric-E. Schmitt hat die Kontroverse ob es Gott gibt in ein Paar Worte auf den Punkt gebracht:
    Le croyant qui dit: Je ne sais pas mais je crois que oui.
    L`athée qui dit: Je ne sais pas mais je crois que non.
    L`indifferent qui dit: Je ne sais pas et je m`en moque.
    La foi est différente de la preuve. L`une est humaine, làutre est un don de Dieu.

    Aus La Nuit De Feu

  20. Lutz-René Jusczyk

    Herr Hezel, allein der Ausdruck „Fliegendes Spaghettimonster“, der meines Wissens auf Dawkins zurückgeht, enthält eine polemische Spitze, das nur am Rande.
    Wenn Sie behaupten, der christliche Glaube sei „blanker Unsinn“, dann unterstellen Sie, dass Milliarden von Menschen einen solchen fürwahr halten, darunter viele hochgebildete Persönlichkeiten. Die Liste ist so lang, dass ich gar nicht weiß, wo ich mit ihr beginnen sollte. Einige entscheiden sich bisweilen für ein Leben nach den sog. evangelischen Räten: Armut, Ehelosigkeit und Gehorsam.
    Den Atheismus hat es vor Beginn der Neuzeit nicht gegeben. Am 23.06. lief im Deutschlandfunk in der Sendung „Aus Religion und Gesellschaft“ ein interessantes Feature zum Thema Atheismus, betitelt „Gottlos groß werden“. Es lohnt sich, jenes nachzuhören.
    Eric-Emmanuel Schmitt bringt es auf den Punkt (danke Herr Mathieu für das Zitat): der Glaube ist letztlich ein Geschenk göttlicher Gnade. Vielleicht ist das auch der Grund, weshalb rationale Argumente in diesem Kontext nur eine begrenzte Reichweite haben.

  21. Alexander Hezel

    Herr Juszyk, dass Sie das Fliegende Spaghettimonster als polemisch empfinden zeigt eigentlich nur, wie erschreckend Recht Ricky Gervais mit dem obigen Zitat hat.

    Dass sehr viele Menschen an einen Gott glauben, heißt nicht im Geringsten, dass er/sie/es deshalb wahr ist (Argumentum ad populum)! Es gab Zeiten, da glaubte die Menschheit, die Erde sei eine Scheibe, die Sonne drehe sich um die Erde und Sterne seien Löcher im Himmelsgewand…

    Jeder Mensch kommt eigentlich gottlos (also als Atheist) auf die Welt, denn er kann von einem vermeintlichen Gott noch gar nichts wissen! Erst später wird dann aber bedauerlicherweise schon im Kindesalter fleißig indoktriniert.

    Der reine Zufall bestimmt außerdem, in welche Gottheit (Gott, Allah, Buddha, Jahwe, …) jemand hineingeboren wird, die dann natürlich die einzig ‚richtige‘ ist und alle anderen sind Götzen. In der Antike geboren würde man wahrscheinlich sogar an eine Vielzahl von (Natur-)Göttern glauben. Warum glaubt eigentlich heute keiner mehr z.B. an Thor?

  22. Maria van Straelen

    Herr Jusczyk, Millarden von Menschen glauben auch an die Götter*innen Shiva, Parvati, Lakshimi und viele andere. Sind Sie dem Klub der Ashivisten beigetreten, so wie Sie behaupten, die Atheisten wären eine Organisation? Das ist lediglich ein Begriff, den Theisten den Nichtgläubigen gegeben haben. Sie sind ein Nichtgläubiger von so vielen Göttern, die ebenso ernsthaft von ihren Anhängern angebetet werden. Aber Die White Supremacy stellt sich mal wieder über alle anderen. Und wie ‚unmenschlich‘ muss Ihr Gott sein, der erst einer kleinen Gruppe von Menschen seit nicht mal 2000 Jahren die Möglichkeit gibt, an ihn zu glauben und in den ‚Himmel‘ zu kommen, und der diese Idee mit Völkermorden, Kreuzzügen etc. dem Rest der Welt auferlegt hat? ALLE Religionen dienen ausschließlich der Unterdrückung! Ausnahmslos.
    Warum betet der Papst nicht mal dafür, dass es keine Klimakatastrophen mehr gibt, als Vorbeuge? Wem hilft es in der Eifel, dass der Papst jetzt betet?

  23. Lutz-René Jusczyk

    Wenn ich die Mehrzahl der Kommentare hier lese, gewinne ich einmal mehr den Eindruck, dass wir in Europa auf dem besten Weg hin zu einer völlig säkularen Gesellschaft sind.
    Was ist bloß aus dem einstmals christlichen Abendland geworden?
    Das Auffälligste dabei: Die meisten haben noch nicht einmal das Gefühl, dass es ihnen ohne den Glauben an Gott und das ewige Leben an irgendetwas mangelt.
    Früher haben die Menschen bei Katastrophen um Beistand und Hilfe von oben gebetet, heute fragen sie dagegen: „Wie kann Gott so etwas zulassen?“ Das vor dem Hintergrund eines ohnehin nicht mehr vorhandenen Glaubens.
    Wie wird sich die Gesellschaft künftig entwickeln und können Menschen ohne Transzendenzbezug, unter völliger Vernachlässigung der spirituellen Dimension unseres Daseins, überhaupt wahrhaft glücklich werden?
    Wie gut funktioniert unter derartigen Voraussetzungen die Bewältigung von Krisen?
    Inwiefern tragen die Kirchen eine Mitverantwortung für die Entwicklung?
    Haben jene sich evtl. zu sehr dem säkularen Zeitgeist angepasst, bspw. in der Liturgie?

  24. Uwe Chemnitz

    Es gibt aber doch einige Fakten, die, wenn man sie kennt, einen erstaunen lassen.

    Die Erde war nicht immer bzw. eher selten lebensfreundlich in ihrem DASEIN
    von 4,5 Mia Jahren..
    Die habitable Zone ist perfekt..siehe Mars oder Venus(zu klein Magnetfeld verloren/ Treibhauseffekt..500 Grad Bodentemperatur)
    Die Achsenneigung der Erdachse, die uns die Jahreszeiten schenkt…
    Die Kollision von Erde und einem Protoplanet, die den Erdkern noch mehr eisenhaltig machte(Dynamoeffekt)..Hitze und Konvektionsströme), und den Mond entstehen lies, der uns die Gezeiten gab…
    Man könnte sich schon fragen: hat da jemand am Rad gedreht 😉
    Irgendwie denke ich da war was, was sich dachte: ich geb euch die perfekte Welt,
    macht was draus.
    Tausende Exoplaneten…nicht einer kommt ansatzweise an die Daten der Erde heran, auch wenn man das manchesmal schönfärbt mit ERDE 2.0.
    Hunderte Lichtjahre, niemals kommen wir dahin mit heutiger Technik.ergo
    …………………………………..

  25. Maria van Straelen

    Herr Jusczyk, nennen Sie mir einen einzigen konkreten Fall, wo nach Katastropfen Beistand „von oben“ kam. Mir würde vor ewigem Leben grausen. Stellen Sie sich den Tumult vor, aber Millarden Seelen (ist es im Augenblick mit oder ohne Körper, das ändert sich ja des öfteren) auf ewig zusammen, Halleluja singend, vielleicht auch mal Hosianna, mehr ist ja nicht vom Himmel bekannt, nur die Hölle, um die es bei den Machthabern ja ging, wurde in den schlimmsten Scenarien beschrieben (siehe Hironimus Bosch), um die Leute aus Angst gefügig zu machen. Erst nach meiner völligen Loslösung von der Kirche, die mir meine jugentliche Unbeschwertheit in den 60ern als Mädchen vollkommen genommen hat, konnte ich glücklich werden. Wir sind ein Produkt der Evolution und werden, genauso wie wir es bei Tieren normal finden, sterben und dann kommt eine neue Generation.
    Christliches Abendland? Mehr Mord und Totschlag hat die Welt nirgens erlebt.

  26. Alexander Hezel

    Herr Jusczyck, unzählige Menschen leben ein wunderbares und glückliches Leben ohne jeglichen „Transzendenzbezug“.
    Unsere alleinige Existenz im Angesicht des Universums ist m. E. die ’spirituellste‘ aller Erfahrungen.

    Fragen Sie sich, in welchen Zeitaltern die Menscheit mehr Fortschritte gemacht hat – in denen, wo Religionen vorherrschten, oder in denen wo Säkularisierung und Aufklärung auf dem Vormarsch waren?

    Sie suggerieren, dass Atheisten eine gewisse ‚Intoleranz‘ an den Tag legen, die eigentlich nur nicht verstandene Ablehnung ist.
    Zur ‚Intoleranz‘ gerne zwei Zitate aus Ihrem Sammelsorium an veralteten Sagen:
    – Erstes Gebot: „Du sollst keine anderen Götter haben neben mir.“
    – Röm 1,18-19 „Denn Gottes Zorn vom Himmel wird offenbart über alle Gottlosen und Ungerechten“…

    Ich warte also immer noch auf ‚Gottes Zorn’…

    Und weiter bezüglich der „Toleranz“ der Christen empfiehlt sich die Lektüre von „Buch Deuteronomium, Kapitel 13“ der ‚Bibel‘ – das kleine blutige Einmaleins der Diktatur…

  27. Marcel Scholzen eimerscheid

    Werter Herr Jusczyk

    Europa wird nicht säkularer. Es findet nur ein Religionswechsel statt. Die Flutkatastrophe ist Geschenk des Himmels für die sich entwickeltende Klimareligion. Wie bei jeder Religion üblich verstehen die Vertreter der Klimareligion keinen Spaß und vertragen keine Kritik. Das ganze ist eine bierernste Sache. Und es werden keine anderen Wahrheiten akzeptiert. Und Prophetinnen gibt es natürlich auch wie zum Beispiel Greta Thunberg, Liesa Neubauer etc. Wie die Propheten des Alten Testaments treten sie auf und mahnen die Menschen zur Umkehr, sprechen von der Klimakatastrophe und anderen schlimmen Konsequenzen. Es sind Mystikerinnen des Klimawandels.

  28. Lutz-René Jusczyk

    @Uwe Chemnitz: Ein interessanter Gedanke!

    @Maria van Straelen: Ich kenne recht viele Beispiele, bei denen Gebete eine Erleichterung in oder einen Ausweg aus einer schwierigen Situation gebracht haben.
    Atheisten werden immer behaupten, es handle sich um Zufälle; sehr wahrscheinlich gefolgt von dem Einwand, wieso Gott überhaupt Unglücke und Katastrophen zulässt, anstatt sie in seiner Allmacht vorab zu verhindern.
    Ich glaube, um zu erfahren, ob Gott existiert, muss man ein Stück weit bereit sein, sich auf ihn einzulassen, denn er zwingt uns zu nichts, auch nicht zum Vertrauen in ihn. Hingebende Liebe beruht immer auf Freiwilligkeit.
    Wie es im Himmel aussieht, darüber können wir von unserer Warte aus betrachtet keine Aussage treffen. Die Frage ist jedoch: Müssen wir das überhaupt?
    Mir genügt es, auf die Allmacht und Liebe Gottes, die ich mehrfach in meinem Leben erfahren habe, zu vertrauen, auch wenn ich keine Antwort auf zahlreiche Fragen habe.

  29. Maria van Straelen

    Herr Jusczyk, würden Sie zu einer indischen oder anderen Religion wechseln, wenn diese Ihnen ähnliche Phantasien vorgaukelte? Es hat nachweislich NIEMALS irgend ein Gott oder eine Fabelfigur (z.B. Elfen) etwas konkret hier auf der Erde für uns erledigt. Bei anderen Religionen, finden Sie sicher, dass ich Recht habe, aber Ihre Religion ist ja die einzig wahre. Wenn man was verliert, zum Hl. Antonius betet und man findet es zurück, ist dann der Hl. Antonius vom Himmel herabgekommen, hat es gefunden und ins Blickfeld gerückt? Nein, man hat eine 50 % Chance, ganz ohne irgendeine Einmischung. So mag manchem ein Gebet helfen, anderen hilft Joga. Wie soll ich mich auf einen „Gott“ einlassen? Mit welchem Ergebnis? Außerdem es geht hier nicht um Gott, sondern um institutionelle Organisationen, die uns die Regeln vorschreiben und uns einreden, dass es diesen gibt. Die kath. und ev. Amtskirchen bestimmen wo’s langsgeht.

  30. Lutz-René Jusczyk

    Werte Frau van Straelen, das Christentum ist, genauso wie das Judentum und der Islam, eine monotheistische Religion. Anders als bspw. der Hinduismus gehen wir davon aus, dass der Kosmos von einem einzigen Gott erschaffen und in seiner Existenz gehalten wird, wobei selbstverständlich auch Zweit- und Drittursachen zum Tragen kommen können. Der christliche Glaube steht somit nicht im Widerspruch zur Evolutionstheorie, bestenfalls zu einer evangelikal-biblizistischen Interpretation der hl. Schrift, die jedoch nur von einigen Freikirchen vertreten wird.

    Wenn Sie behaupten, Gott würde nicht in das Weltgeschehen eingreifen, ist dies eine sehr steile These.
    Sicher muss die Frage erörtert werden, wie ein solches Eingreifen erfolgen kann, ohne dass dabei Naturgesetze wie der Energie- und Impulserhaltungssatz verletzt werden, ich halte es jedoch durchaus für nicht ausgeschlossen, dass unter Einbeziehung der Erkenntnisse der modernen Physik, insbesondere der Quantenmechanik, dies möglich sein könnte.

  31. Claudia Gottschling

    Er hätte lieber vorher beten sollen, dann wäre diese Katastrophe womöglich abgewendet worden. Nicht.

  32. Maria van Straelen

    Der christl. Glaube steht nicht iim Widerspruch zur Evolutionstheorie ? Dann sind Sie wohl zu jung um die VERBITTERTEN Diskussionen und Predigten der 50er bis 60er Jahre mitgemacht zu haben, wo man als Katholik nicht glauben DURFTE, dass der Mensch vom Affen abstammt…
    Sie schränken auch noch das Christentum nach Ihrer Façon ein, indem Freikirchen, die sich, wie Sie, auf Jesus berufen, nicht mitzählen ? Sie stehen auch über den Religionen mit mehreren Göttern ?
    Bitte EINEN EINZIGEN Fall der bewiesenen Einmisschung eines Gottes in das Geschehen auf der Erde. Jetzt kommen Sie mir bitte nicht mit Adam und Eva ….

  33. Lutz-René Jusczyk

    Frau van Straelen, ich erlaube mir, aus der Enzyklika Humani Generis von Papst Pius XII. aus dem Jahr 1950 (!) zu zitieren:

    »Aus diesem Grund verbietet das Lehramt der Kirche nicht, dass in Übereinstimmung mit dem augenblicklichen Stand der menschlichen Wissenschaften und der Theologie die Entwicklungslehre Gegenstand der Untersuchungen und Besprechungen der Fachleute beider Gebiete sei, insoweit sie Forschungen anstellt über den Ursprung des menschlichen Körpers aus einer bereits bestehenden, lebenden Materie, während der katholische Glaube uns verpflichtet, daran festzuhalten, dass die Seelen unmittelbar von Gott geschaffen sind.«

    Schon damals hatte die kath. Kirche keine Einwände gegen die Evolutionstheorie.

  34. Pierre Völl

    Eine Frage an alle (Gläubige, Atheisten und Nihilisten):
    Wie entstand eigentlich unser Kosmos und das Leben in diesem Kosmos.
    Nun kommen Sie mich nicht mit dem „Urknall“, denn der musste ja auch von irgendwoher kommen!

  35. Hubert Savelberg

    Schon beeindruckend feststellen zu müssen wieviel Zeit hier aufgewendet wird um anderen von seiner Glauben oder Sichtweise zu überzeugen. Zu helfen wo es momentan notwendig ist, wäre allerdings eine bessere Aufgabe.

  36. Georg Radermacher

    Wo das menschliche Vorstellungsvermögen endet…beginnt der Glaube
    Wo menschliche Angst oder Überforderung ist….beginnt der Glaube
    Wenn der Mensch sich alleine fühlt….beginnt der Glaube
    Wenn der Mensch Richtung und Halt braucht…..beginnt der Glaube
    Ich sage ja: Krücke
    So lange es keinem Anderen Weh tut, in Ordnung. Aber auch nur dann…..

  37. Maria van Straelen

    „Die Kirche hat keine Einwände gegen die Evolutionstheorie …“ Was ist Urknall? Gott hat die Welt erschaffen in 6 Tagen, das steht so im alten Testament und was dann so in Genesis ganz zu Anfang noch steht, lässt einem die Haare zu Berge stehen. Aber selbst wenn „irgendjemand“ den Urknall ausgelöst hat, wer hat dann diese Macht erschaffen ? Also man kommt immer nur einen kleinen Schritt weiter, nie zu einem schlüssigen Ergebnis, auch nicht, wenn man einen Gott bemüht. Es ist und bleibt im wahrsten Sinne des Wortes ein Deus ex machina, wie im Theater.

  38. Lutz-René Jusczyk

    Herr Völl, Sie bestätigen auf eindrucksvolle Weise, dass Fragen zu stellen wertvoller ist als Antworten zu geben.
    Ihre Frage ist der beste Beweis, dass unserem Begreifen Grenzen gesetzt sind.
    In der Tat hat jede Wirkung eine Ursache, allerdings bedeutet dies nicht, dass wir Letztere in jedem Fall verstehen können.
    Nach gängigem Verständnis sind durch den Urknall Raum und Zeit entstanden, daher sei die Annahme eines Davor genauso abwegig wie die Vorstellung, dass das Universum in einen bereits vorhandenen Raum hinein expandiert.
    Aber: Sind wir in der Lage, uns das vorstellen?
    Nur weil unser Vorstellungsvermögen an seine Grenzen gerät, bedeutet dies jedoch nicht, dass solches nicht zutreffen kann, denn ein innerer Widerspruch, der in der Tat ein Ausschlusskriterium wäre, liegt hier nicht vor.
    Die ganze theoretische Physik ist nichts anderes als reine Mathematik; die Anschauung bleibt dabei auf der Strecke. Gleichwohl müssen wir die Ergebnisse akzeptieren, die erstaunlicherweise immer wieder experimentell bestätigt werden.

  39. Philippe Dubois

    Also, wenn ich die ganzen Kommentare hier lese, in der selben Zeit hätten die versammelten Gläubigen und Atheisten schon einige Schubkarren Schlamm aus den Kellern der Unterstadt entfernen können. Der handfeste Beweis einer messbaren Hilfe wäre unwiderlegbar erbracht worden.

  40. Alexander Hezel

    Herr Dubois, so schrecklich die Katastrophe auch sein mag, dürfen die Menschen deshalb nicht mehr über andere Themen diskutieren?

  41. Voigt Christian

    Was schon interessant ist, ist dass viele Leute sagen, ich glaube nicht. Viele dieser Personen findet man dann in der Kirche wieder für : Taufe, Kommunion, Firmung, Hochzeit, Weihnachten, Beerdigung, … . Wieso? Haben die doch alle nicht nötig. Schön es mit zu machen ist es trotzdem.

  42. Ernst A. Mathieu

    Liebe Leute lasst die Kirche im Dorf. Der Klerus der Christlichen Kirchen haben im Laufe der Jahrhunderten sehr viel falsch gemacht und auch Verbrechen an der Menschheit begangen . Das kann und soll man an den Pranger stellen. Doch es ist nur die halbe Wahrheit. Die Kirche war und ist noch immer eine Institution die weiten Teilen der Gesellschaft als Rahmen ihre Identität und Moral dient. Auch die Caritative Leistungen der Kirchen sollte man nicht vergessen. Gerade in unserer Gegend waren es Ordensleute die Krankenpflege, Hygienekenntnisse und Ausbildung für junge Menschen gebracht haben und was wäre das Abendland ohne die Sakrale Kunst? Ich bin keine religiöser Mensch, doch ich achte und respektiere jeden Gläubigern. Man sollte keinen wegen seiner Religion verachten oder lächerlich machen.

  43. Alexander Hezel

    Herr Mathieu, Sie haben Recht, die karitative Arbeit der „Kirche“ ist bemerkenswert – leider aber nie uneigennützig, denn sie hat auch zum Ziel, die Menschen zu evangelisieren. Bezüglich der Kunst stimme ich Ihnen wieder zu, aber auch hier sollte das ganze Bild gesehen werden, ist diese Kunst doch mit sehr fragwürdigen Geldquellen direkt oder indirekt bezahlt worden (Ablasshandel, Inquisition, Kolonialisierung etc.)
    Das größte Problem ist aber die Kirche als, wie Sie richtigerweise sagen, „eine Institution die weiten Teilen der Gesellschaft als Rahmen ihre Identität und Moral dient“… Einige Stichworte werden wohl reichen, um zu verstehen, wodie Probleme liegen: Frauenrechte, LGBTQ, Sexuallehre, Pädophilie in der Kirche, eine Kultur des Unter-den-Tisch-kehrens, antiquierte Vorstellungen von „Familie“ etc.

    Glücklicherweise wenden sich die Menschen mehr und mehr (in der jungen Bevölkerung Europas sogar mehrheitlich) von diesem vermeintlichen „Moralträger“, der immer wieder gezeigt hat, dass er seinen eigenen Ansprüchen selbst nicht gerecht wird, ab und hin zum Humanismus.

    Niemand macht sich über Personen an sich – wer sie sind – lächerlich, sondern über ihre Vorstellungen, ihre Ideen, ihren Glauben.

  44. Lutz-René Jusczyk

    @A. Mathieu: Danke für den Beitrag.
    Es fällt auf, dass in solchen Diskussionen fast immer nur all die Missetaten der Kirche hervorgehoben werden.
    All das Positive, das Christen auf der Motivationsgrundlage ihres Glaubens geleistet haben und weiterhin leisten, findet mit keinem Wort eine Erwähnung.
    Wir sind alle Menschen und wo immer Menschen am Werk sind, geschehen Fehler. Das gilt auch für von Menschen geleitete Institutionen wie die Kirche.
    Damit möchte ich nichts relativieren; ich meine nur, dass niemand von uns perfekt ist und dass es gerade deshalb hilfreich sein kann, im Bewusstsein der eigenen Fehlbarkeit nachsichtiger mit den Fehlern anderer umzugehen.
    Dies trägt im Übrigen auch zu einem harmonischeren Zusammenleben bei.