Montenegros Parlament entlässt Justizminister wegen Genozid-Äußerung

Das Parlament in Montenegro hat am Donnerstagabend Justizminister Leposavic aus dem Amt entlassen. Grund seien untragbare Äußerungen zum Massaker von Srebrenica.

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Gedenkstein für das Massaker von Srebrenica (Archivbild: Elvis Barukcic/AFP)

Der pro-serbische Politiker hatte im März öffentlich den Völkermord-Charakter der Kriegsverbrechen in Zweifel gezogen.

Den Völkermord hatten die bosnisch-serbische Truppen im Juli 1995 an muslimischen Einwohnern begangen.

dpa/cd

Ein Kommentar
  1. Marcel Scholzen eimerscheid

    In Srebrenica hat die UN völlig versagt. Die niederländischen Blauhelme unter Thomas Karremans waren überfordert, konnten die Bosniaken nicht schützen.Viele im ehemaligen Jugoslawien übersetzten UN nicht mehr mit „United Nations“ sondern mit „United Nothing“.

    Viele serbischen Kriegsverbrecher gelten als Helden in Serbien.Der Ursprung der Kriegsverbrechen in Bosnien war die Angst der Serben, Bosnien könnte ein moslemischer Staat werden wie das Osmanische Reich und die Serben wieder zu Menschen zweiter Klasse.Nur diese Angst rechtfertigt keine Kriegsverbrechen.Der Balkan war, ist und wird eine Pulverfass bleiben wegen der vielen Volksgruppen und Religionen.Da kann man schon froh sein, wenn ein kalter Friede herrscht.Viele in Bosnien trauern Tito nach, der die Konflikte gewaltsam unterdrückte und so für Ruhe sorgte.