Israels Armee: Sprengstoffanschlag an Grenzzaun zu Syrien vereitelt

Israel hat nach eigenen Angaben einen Sprengstoffanschlag am Grenzzaun zu Syrien vereitelt.

Einwohner flüchten aus Saraqeb, im Osten von Idlib (Bild: Omar Haj Kadour/AFP)

Einwohner flüchten aus Saraqeb, im Osten von Idlib (Bild: Omar Haj Kadour/AFP)

Das israelische Militär (IDF) teilte mit, dass vier Männer beim Versuch beobachtet worden seien, Sprengstoff nahe dem Sicherheitszaun zu platzieren. Die Gruppe sei daraufhin beschossen worden, vom Boden und aus der Luft. Die eigenen Streitkräfte hätten keine Verluste erlitten.

Ein hochrangiger IDF-Offizier sagte der Deutschen Presse-Agentur, die Armee gehe davon aus, dass alle Mitglieder der Gruppe getötet worden seien. Spezialisten seien dabei, den an einem zuletzt unbemannten Außenposten angebrachten Sprengsatz zu entschärfen.

Welcher Organisation die Männer angehörten, ist nicht bekannt. Der Vorfall ereignete sich an den Golanhöhen.

Die Gruppe übertrat die sogenannte Alpha-Linie, die den Golan von Syrien trennt. Sie durchquerten nicht den Sicherheitszaun, der von Israel einige Meter entfernt von der Linie errichtet wurde.

Die Golanhöhen sind ein strategisch wichtiges Felsplateau im Norden des Landes. 1967 wurde es von Israel erobert und 1981 annektiert. Das wurde international aber nicht anerkannt. Nach internationalem Recht gelten die Gebiete als von Israel besetztes Territorium Syriens.

dpa/est