Dutzende Festnahmen bei Protesten gegen Netanjahu in Israel

Bei Protesten gegen den israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu in Jerusalem sind 50 Menschen festgenommen worden.

Proteste in Jerusalem am 14.7. (Bild: Menahem Kahana/AFP)

Bild: Menahem Kahana/AFP

Die Polizei teilte mit, sie würden verdächtigt, an Störaktionen und Angriffen auf Beamte und Journalisten beteiligt gewesen zu sein.

Tausende Demonstranten hatten sich am Dienstagabend vor der Residenz von Netanjahu versammelt und ihn zum Rücktritt aufgefordert. Sie trugen Fackeln und versuchten auch, Polizeibarrikaden niederzureißen. Die Polizei setzte mindestens einen Wasserwerfer ein.

Netanjahu muss sich wegen Betrugs, Untreue und Bestechlichkeit vor Gericht verantworten. Er steht auch wegen seines Handelns in der Corona-Krise massiv in der Kritik.

dpa/est

Ein Kommentar
  1. Torsten Ogertschnig

    Benjamin Netanjahu ist und war immer schon korrupt.
    Er hat sich selbst lieber die Taschen mit Korruptionsgeldern gefüllt, anstatt genau die Leute verhaften zu lassen, die ihn bestechen wollten. Er hat sich bestechen lassen. Netanjahu ist das Land Israel vollkommen egal, ihm ist nur wichtig, das er sich bereichern kann und seinen Machtrausch auslebt.
    So traurig das für dieses Land auch ist, es müssen dringend Reformen her.
    Jitzchak Rabin war unbestechlich und hat sich für das Land eingesetzt. Wer hinter seiner Ermordung steckt ist nie abschließend geklärt worden, aber man kann annehmen das hier ein Konklomerat am Werk war das durch den Inlandsgeheimdienst Shin Bet und den Auslandsgeheimdienst Mossad gedeckt wird. Weil auch deren Handlungsfreiheit damals durch Rabin eingeschränkt wurden.
    Unter Netanjahu hingegen haben diese nahezu Narrenfreiheit.
    Das sagt doch wohl alles.