Jerusalem: Erzbischof geht Kreuzweg wegen Coronavirus ohne Pilger

Einen etwas anderen Karfreitag erlebt dieses Jahr die Heilige Stadt Jerusalem, die sonst zu Ostern die Massen anzieht.

Ölberg Jerusalem (Bild: Stefan Ball)

Ölberg Jerusalem (Bild: Stefan Ball)

Der Leiter des katholischen Patriarchats im Heiligen Land, Erzbischof Pierbattista Pizzaballa, ist am Karfreitag die Via Dolorosa in der Jerusalemer Altstadt ohne Pilger gegangen. Wo sonst Tausende in mehreren Prozessionen den Leidensweg Jesu nachempfinden, lief Pizzaballa lediglich mit drei Begleitern bis zur Grabeskirche. Dort hielt er nach Angaben eines Sprechers des Franziskaner-Ordens eine kleine Andacht ab.

Die Grabeskirche steht an dem Ort, an dem Jesus der christlichen Überlieferung nach gestorben und wieder auferstanden ist. Sie gilt als heiligster Ort des Christentums und als ein Zentrum christlicher Osterfeiern.

Israel hat strenge Ausgangsbeschränkungen im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus erlassen. Bürger dürfen sich nur in Ausnahmefällen weiter als 100 Meter von ihrem Haus entfernen. Gotteshäuser sind geschlossen.

Nach Angaben des Gesundheitsministeriums ist das Coronavirus mittlerweile bei 10.095 Personen in Israel nachgewiesen worden, 1.061 sind wieder genesen. 92 Menschen sind den Angaben zufolge nach einer Coronavirus-Infektion gestorben.

dpa/km

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