Franziskus hält am Zölibat fest

Papst Franziskus stellt keine Lockerung des Zölibats in Aussicht.

Papst Franziskus (Archivbild: Alberto Pizzoli/AFP)

Papst Franziskus (Archivbild: Alberto Pizzoli/AFP)

In seinem Lehrschreiben zur Amazonas-Bischofssynode vermeidet Franziskus eine klare Aussage, ob in der Amazonas-Region verheiratete Männer ausnahmsweise zur Weihe zugelassen werden können.

Bei einem Bischofstreffen im Oktober im Vatikan hatte sich die Mehrheit der Teilnehmer dafür ausgesprochen, um in der Regenwaldregion den akuten Priestermangel zu bekämpfen.

Über das Zölibat war ein Streit zwischen Konservativen und Modernisierern entbrannt. Das eigentliche Thema der Synode – die Umweltzerstörung im Amazonasgebiet – geriet dabei in den Hintergrund.

dpa/vk/cs

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6 Kommentare
  1. Alfons van Compernolle

    Obwohl ich sehrviel Respekt & Hochachtung vor diesem Menschen habe , finde ich diese seine Entscheidung mehr als nur rueckschrittlich .
    Die Folgen daraus wird eine weitere Welle der Kirchenaustritte in Europa sein.
    Tradition ist das eine , wobei die eine oder andere Tradition bewahrt gehoert, andere aber beduerfen der Anpassung somit der Veraenderung und Gegebenheiten an den heutigen Realitaeten , so auch die Abschaffung des Zoelibats und die Anerkennung / Behandlung & Gleichberechtigung der Frau
    in allen Funktionen der Kirche. Es ist nur noch eine Frage der Zeit bis alles
    Erzkonservative auch in der Kathol. Kirche „verstorben“ ist und die Neuzeit jeder
    christlichen Kirche wieder neue & frische Luft zum Atmen gibt.

  2. Marcel scholzen eimerscheid

    Werter Herr Van Compernolle.
    Das war doch nicht anders zu erwarten. Die katholische Kirche bleibt sich treu, dh sie ist sich selber zu dumm. Aber das war schon so in der Vergangenheit wie zum Beispiel beim sogenannten Ritenstreit von 1610 bis 1744 (Quelle Wikipedia.de). Es ging um die Frage der Beibehaltung chinesischer Riten bei Chinesen, die sich zum Christentum bekehrt hatten. Schlussendlich sprach sich der Papst gegen die Beibehaltung der Riten aus. Das hatte ein Scheitern der Mission zur Folge. Ob damals oder heute, die katholische Kirche besitzt kein Feingefühl, um situationsgerecht zu entscheiden.

  3. Guido Scholzen

    Warum macht die katholische Kirche es nicht wie bei den Orthodoxen: Priester dürfen heiraten (einmal) oder auch (nicht in allen Kirchen) verheiratete Männer dürfen Priester/Diakon werden.
    Man unterscheidet zwischen dem „weißen Klerus“ (verheiratete Priester und Diakone, weltliche Priesterschaft) und dem „schwarzen Klerus“ (Mönche und Nonnen, zölibatäre Klosterschaft). Nun ist es aber traditionnell so geregelt, dass ab dem Bischof nur unverheiratete Männer erlaubt sind.
    Mit diesem System wäre dieses von Rom selbstgeschaffene Zölibatsproblem an der Basis gelöst, und es gäbe auch für höhere Ämter einige Zölibatäre.
    Übrigens: im Osten gibt es auch unierte Kirchen mit Rom. Dort sind auch verheiratete Priester am Werk, eben nach Tradition von Ostkirchen, z.B. die griechisch-katholische Kirche in der Ukraine. Da ist es normal, dass verheiratete Priester einen zölibatären Papst in Rom als Oberhaupt haben.
    So what???

  4. Joseph 8 Conrads

    Kardinal Karl Lehmann hat einmal gesagt … ich glaube nicht an die katholische Kirche, ich glaube auch nicht an das Christentum, ich glaube an Gott. … In der Diskussion ging Kardinal Karl Lehmann wenig später sogar noch einen Schritt weiter, als er sagte, dass es die katholische Kirche und auch das Christentum wohl irgendwann nicht mehr geben würde, den Glauben an Gott aber sehr wohl.

  5. Laura Heller

    Dann stellt sich nur die Frage, an welchen Gott in Zukunft geglaubt wird.
    Denn genau das geben die Kirchen und Religionen vor.
    Götter gab es schon tausende.
    Niemand hat sie gesehen oder gehört.
    Es gibt auch keine Spuren, keine Texte, keinen Beweis, ja noch nicht einmal ein Indiz dafür, dass es sie gibt. Außer in der Fantasie des Menschen natürlich.
    Statt an Götter, an ein Jenseits oder woran auch immer zu glauben, sollte wir uns besser mit den irdischen Fragen beschäftigen.
    Da hat jeder einzelne und letztlich auch die „Schöpfung“ mehr von.

  6. Alexander Hezel

    Glücklicherweise tendiert die Anzahl Götter seit Menschengedenken in die richtige Richtung: vom Polytheismus zum Monotheismus, und im 21. Jahrhundert endlich gen Null.

    Wenn ein von Perversen unterlaufener Jungesellenverein wie die Kirche in Zeiten von #metoo noch immer nicht merkt, dass vor allem Frauen der Unterdrückung, Bevormundung und Gewalt überdrüssig sind, dann ist es wohl besser, das er in den Geschichtsbüchern verschwindet. Die großen monotheistischen Religionen, die allesamt menschen- und frauenverachtend sind, sollten erkennen, dass die Zeit des Märchenerzählens vorbei ist.
    Wer sind sie denn überhaupt, den Menschen vorschreiben zu wollen, wie sie ihr Leben zu leben haben?

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