Fünf Jahre nach Attentat: „Charlie Hebdo“-Leiter warnt vor Zensur

Angehörige und Opfer des französischen Satiremagazins "Charlie Hebdo" haben am Dienstag an das Attentat auf die Redaktion in Paris vor fünf Jahren erinnert.

Gedenkfeier für die Opfer der Attentate am 7.1.2015 (Bild: François Guillot/AFP)

Gedenkfeier für die Opfer der Attentate vom 7.1.2015 (Bild: François Guillot/AFP)

Dabei riefen sie auch zum Schutz der Meinungsfreiheit auf. Zensur gehe heutzutage nicht mehr vom Staat aus. Sie sei privatisiert worden und zeige sich in einem neuen Moralismus. Das sagte Herausgeber und Karikaturist Laurent Sourisseau in einem Interview mit dem Nachrichtensender Franceinfo.

Charlie Hebdo erschien am Dienstag mit einer Titelseite, die einen Karikaturisten zeigt, dessen Arme und Zunge von einem überdimensionalen Smartphone platt gedrückt werden. Auf dem Handydisplay sind Apps wie Twitter und Facebook zu sehen.

Vor genau fünf Jahren drangen die beiden Brüder Kouachi in die Pariser Redaktion von „Charlie Hebdo“ ein und eröffneten das Feuer. Nach dem Attentat kam es zu einer drei Tage dauernden Großfahndung mit einer Geiselnahme. Insgesamt starben 17 Menschen, auch die islamistischen Täter wurden erschossen.

dpa/okr

28 Kommentare
  1. marcel scholzen eimerscheid

    Die folgende Aussage stimmt aber zu Hundert Prozent : „Zensur gehe heutzutage nicht mehr vom Staat aus. Sie sei privatisiert worden und zeige sich in einem neuen Moralismus.“. Ecolo, Groen oder auch die deutschen Grünen sind grosse Moralapostel, die ständig irgendetwas verbieten oder regeln wollen. Dabei spielt es keine Rolle, ob eine Maßnahme sinnvoll oder sinnlos ist. Hauptsache man kann die eigene moralische Überlegenheit zur Schau stellen. So wie vor ein paar Tagen in Brüssel, wo eine Gemeinde keine Zoobesucher mehr von Schulkindern unterstützt. Total sinnlos. Es nutzt dem Tierschutz absolut nichts. Aber ne gute Gelegenheit die eigene Moral zur Schau zu stellen.

  2. Alexander HEzel

    Können Sie eigentlich auch etwas anderes als gegen alles, was auch nur ansatzweise „grün“ ist, zu wettern Herr Scholzen Eimerscheid?

    Was haben Zoobesuche mit einem terroristischen Attentat in Paris zu tun?

  3. Marcel scholzen eimerscheid

    Ich „wettere“ nicht, sondern stelle fest und kritisiere.

    Und Ihre Frage nach einem Zusammenhang kann ich nur als Ablenkungsversuch bezeichnen.

  4. Alexander Hezel

    Ablenken wovon? Dass es keinen Zusammenhang zwischen Zoobesuchen und terroristischen Attentaten gibt?

  5. Bea Schlenter

    Nettes Eigentor Herr Scholzen.
    Sourisseau kritisierte in dem genannten Interview in erster Linie die Akteure in den Sozialen Medien, die eine Art Fatwa gegen diejenigen ausrufen, deren Meinung oder Verhalten ihnen nicht passen.
    Der von ihm zitierte Moralismus trifft wohl eher auf sie zu, Herr Scholzen, der jede Gelegenheit nutzt, gegen Menschen, die sich für ökologische Belange einsetzen, zu Felde zu ziehen. Ihre wiederholten Anti-Öko Wortschöpfungen mit denen sie Menschen herabwürdigen und diskreditieren verraten ihre Gesinnung.
    Was sie als Kritik darstellen ist in Wirklichkeit ihr zwanghafter Impuls, immer und immer wieder auf alles was einen Öko-Anstrich hat, einzudreschen.
    Sie sind der unmoralische Moralist, den Sourisseau meinte.

  6. marcel scholzen eimerscheid

    Werte Frau Schlenter. Wie Sie meine Äußerungen bezeichnen, ist Ihre Sache. Es beeindruckt mich nicht. Ich werde auch weiterhin den Finger in die Wunde legen. Und wie ich das mache, ist meine Sache. Jeder Versuch, mich irgendwie zu hindern, betrachte ich als Zensurversuch. Aber das ist nichts neues in Linkextremen Kreisen. Die würden ja am liebsten die Demokratie abschaffen.

  7. Norbert Schleck

    „Zensur gehe heutzutage nicht mehr vom Staat aus. Sie sei privatisiert worden und zeige sich in einem neuen Moralismus.“

    Der Ansatz ist ist leider falsch, zumindest, was Belgien und generell die westlichen Länder betrifft.. Eine Zensur der Medien gibt nicht. Artikel 25 der Verfassung garantiert die Pressefreiheit und fügt hinzu: „Die Zensur darf nie eingeführt werden.“

    Dass Medien sich weigern, gewisse Beiträge zu veröffentlichen, hat nichts mit Zensur zu tun.

    Auch nicht, dass derjenige, der rassistische; antisemitische, verleumderische, herabwürdigende oder beleidigende Beiträge veröffentlicht, mit Konsequenzen straf- und/oder zivilrechtlicher Art rechnen muss.

    Dass diejenigen, die gemeinhin aus vollem Hals die Meinungsfreiheit für sich reklamieren, Andersdenkenden gerne ein Redeverbot auferlegen würden, ist schon paradox, verwundert aber nicht weiter.

    „Zensur“ = „von zuständiger, besonders staatlicher Stelle vorgenommene Kontrolle, Überprüfung von Briefen, Druckwerken, Filmen o. Ä., besonders auf politische, gesetzliche, sittliche oder religiöse Konformität.“ (Duden)

  8. Bea Schlenter

    Niemand hindert sie daran, in diesem Forum ihre Vorurteile zu pflegen, Herr Scholzen.
    Solange sie dies gerade auf Kosten von Menschen tun, die sich für das Allgemeinwohl einsetzen, müssen sie damit leben, dass man sie dafür kritisiert und ihre intellektuellen Kurzschlüsse aufdeckt.
    In Zeiten von von Fakenews und Internethetze ist Gegenrede für den Erhalt der Demokratie tatsächlich überlebenswichtig.

  9. marcel scholzen eimerscheid

    Werte Frau Schlenter. Sie argumentieren, wie es für Umweltaktivisten typisch ist, das heisst jede Kritik wird als Hetze empfunden. Und Menschen, die sich in Ihren Augen für das Allgemeinwohl einsetzen, dürfen auch nicht kritisiert geschweige denn mal auf die Schippe genommen werden. Aus Menschen werden Heilige Kühe. Das Engagement ist sozusagen ein Freibrief für das Nichtrespektieren von Regeln und Gesetzen.

  10. Edmund Gebser

    Werter Herr Scholzen,
    solange sich Leute wie Sie statt über die Probleme nachzudenken an den zumeist jungen Menschen abarbeiten die zumindest ein Nachdenken darüber anmahnen, solange wird sich auch nichts ändern.
    Natürlich weiß ich das Ihre Meinung sakrosankt ist und ein Widersprechen bereits an Blasphemie grenzt, trotzdem ist (gerade bei Ihnen) Widerspruch nicht nur erlaubt sondern auch geboten.

  11. marcel scholzen eimerscheid

    Werter Herr Gebser. Ich habe keine Probleme mit anderen Meinungen, nur andere haben Probleme mit meiner Meinung.

  12. Bea Schlenter

    Zu einer kritischen Streitkultur, Herr Scholzen, gehört auch ein Mindestmaß an Selbstkritik. Bei ihnen Fehlanzeige.
    Es geht bei ihrem Öko-Bashing nicht um Verstöße gegen Regeln und Gesetze – allenfalls um die von ihnen definierten Regeln – sondern um das systematische herabwürdigen ökologischer Initiativen und ökologisch engagierter Menschen.
    Dass dies ein gemeinsames Anliegen von ihnen und ihrem Bruder ist, lässt tief blicken.
    Ende.

  13. Marcel scholzen eimerscheid

    Werte Frau Schlenter. Sie wiederholen sich, nur jetzt nennen Sie Kritik „Bashing“, “ „Herabwuerdigen“. Vielleicht sollte Sie und Ihresgleichen mal etwas selbstkritisch in den Spiegel blicken und erkennen, dass man nicht allés darf, um “ die Welt zu retten“. Die Blokade von Grundstuecken, Strassen und Plaetzen ist kein Kavaliersdelikt, selbst wenn man es „zivilen Ungehormsam“ nennt.

  14. Maria van Straelen

    Wie wärs mal mit folgender Strategie: die inzwischen nur aus copy/paste bestehenden ständig wiederkehrenden Kommentare von Herrn Scholzen zu negieren und somit ins Leere laufen zu lassen. Er will und braucht die Reaktion, damit er noch eins drauf setzen kann. Ich für meinen Teil, lass ihn jetzt auflaufen

  15. Edgar Fink

    @Maria van Straelen
    Warum tun sie es denn nicht? Ach ja, zuerst müssen sie noch alle Leser über ihre „weltbewegende“ Entscheidung informieren. Ich denke, niemand wird sie daran hindern, ihr Gelöbnis in die Tat umzusetzen.

  16. Peter Schallenberg

    Wenn man sich die bisherigen Beiträge in diesem Forum einmal durchliest, dann ist es ein lebendiger Beweis für die Aussage von Herrn Sourisseau, das Zensur heutzutage privatisiert worden sei und sich in einem neuen Moralismus zeige.

    Was kann denn daran so schwer sein, jemand anderem seine Meinung zu zugestehen ohne gleich den moralinsauren Propheten bzw. Ideologen raushängen zu lassen? Wir haben „noch“ keine Einheitsmeinung zu haben und wer sich durch die Meinungsäußerung eines anderen angegriffen fühlt zeigt doch nur, das er von seiner Sache im Grunde auch gar nicht so richtig überzeugt ist und nur etwas nachplappert „weil man zu den Guten und Richtigen gehören will“!

    Etwas mehr Gelassenheit und Toleranz würde auch wieder zur Mitte führen.

  17. Maria van Straelen

    Tu ich doch Herr Fink. Ich habe keinerlei Gegenargumente auf seine 6 von 13 Kommentare gegeben. Ich habe NICHT gesagt, dass ich auf die Themen der BRF Kommentare nicht mehr reagiere, auch wenn dort Kommentare von Herrn Scholzen zwischen sein werden. So wie jetzt, ich antworte NUR auf Ihren Kommentar.

  18. Guido Scholzen

    „Meinungsfreiheit ist, wenn ich Deine Meinung kritisieren darf.“
    Meine Meinung!
    Hoffentlich auch Deine Meinung.

  19. Norbert Schleck

    Rückantwort an Herrn G. Scholzen:
    „Meinungsfreiheit ist, wenn ich Deine Meinung kritisieren darf.
    Meine Meinung!
    Hoffentlich auch Deine Meinung.“
    Eben!

    An Herrn Schallenberg:
    „Was kann denn daran so schwer sein, jemand anderem seine Meinung zuzugestehen ohne gleich den moralinsauren Propheten bzw. Ideologen raushängen zu lassen?“

    Ihre Meinung können Sie haben und sogar öffentlich raushängen, ohne, wie früher mal üblich, eingesperrt, gefoltert oder gar hingerichtet zu werden.

    Dass Ihre Meinung von anderen aber durchaus hinterfragt und kritisiert werden darf, ist eben auch die Meinungsfreiheit dieser anderen und keinesfalls „Zensur“ (s.o.).

    Sie scheinen selber bestimmen zu wollen, wann eine Kritik an Ihren Aussagen zulässig ist und wann es sich um Kritik von „moralinsauren Propheten bzw. Ideologen“ handelt.
    Eine schöne Auffassung von Meinungsfreiheit!

    Übrigens, ab wann ist man denn ein „moralinsaurer Prophet bzw. Ideologe“?
    Könnten Sie das näher erläutern?

    An Herrn M. Scholzen:
    „Ich habe keine Probleme mit anderen Meinungen, nur andere haben Probleme mit meiner Meinung.“
    Die dürfen diese anderen auch haben (s.o.).

  20. Marcel scholzen eimerscheid

    Zitat Rosa Luxemburg :

    Freiheit ist immer Freiheit des anders denkenden.

    Das sollten sich mal diverse Klimaaltivisten durch den Kopf gehen lassen.

  21. Alexander Hezel

    @ Scholzen Eimerscheid:
    …das sollten sich diverse „Klimawandelleugner und -skeptiker“ ebenfalls durch den Kopf gehen lassen.

    @ alle
    Es macht keinen Sinn mit Leuten zu diskutieren, die nicht einmal die Basis der Diskussion, einen wissenschaftlich belegten, menschengemachten und für uns alle potenziell verheerenden Klimawandel anerkennen.

    Nach dem, was ich hier lese, liegt die Hetze vor allem bei denen, die aus Gründen, die ihnen eigen sind, keine Gelegenheit auslassen, um über alles, was ansatzweise das Thema der Ökologie betrifft, lang und breit und vor allem mit den gleichen, immer wieder widerlegten Pseudoargumenten, herziehen.

    Das Internet hat dazu geführt, dass alle eine Stimme bekommen haben, und die Idioten am lautesten schreien. In diesem Sinne werde ich nun schweigen… 😉

  22. Boris Gennen

    Es geht den Herrn Scholzen bei ihrer Kampagne gegen „links-grün versiffte Spinner“ nicht um das Verbreiten einer Meinung, sondern um gezielte, Diffamierung oder gar Kriminalisierung von meist jungen Menschen.
    Immer geht es um Beleidigung. (links-grün versifft, Öko-Dschihadist, Öko-Marxist, Öko-Terrorist,…)
    Mann kann zum Thema Klimawandel eine andere Meinung haben oder gar als Lobbyist auftreten. Auch das Verbreiten von Lügen (wie z.B. im Mittelalter konnte man in Grönland Wein anbauen,…) lässt sich kaum verhindern.
    Wenn mann jedoch seine Obsessionen gegen alles Ökologische mit Tyraden an herabwürdigenden Begriffen schmückt, sollte man sich nicht hinter Rosa Luxemburg verstecken.

  23. Marcel scholzen eimerscheid

    Werter Herr Gennen. Wie ich mich ausdruecke, ist meine Sache. Mir ist es ja auch egal, wie Sie sich ausdruecken. Jedem seine Freiheit.

  24. Norbert Schleck

    Nun, Herr Hezel, so ganz sinnlos sind solche Diskussion nicht. Hat Herr M. Scholzen doch schon, wenn auch zähneknirschend, zwei Zugeständnisse gemacht: dass es den Klimawandel gibt und dass er vielleicht vom Menschen gemacht bzw. beeinflusst wird, auch wenn man da noch weiter forschen müsse und noch nichts „Entgültiges“ wisse.

    Die Alternative wäre, den Klimaleugnern das Feld zu überlassen, oder, wie jetzt auf GE. net, den ausgesprochen rassistischen Kommentar eines Anhängers von Filip Dewinter unwidersprochen zu lassen.

    Auch dort dasselbe Bild: Kommt man mit Argumenten, werden alle Quellen als „fake“, Lügenmedien, „unwissenschaftlich“ und dergleichen abgetan, selbst läuft man aber den abstrusesten Verschwörungstheorien hinterher. Argumente werden durch Pöbeleien und Beschimpfungen ersetzt.

    Auch da will man die Meinungsfreiheit einseitig verbiegen, Gegnern will man den Mund verbieten, sie sollen „schweigen“.

    Ich hoffe, Herr Hezel, dass Sie nicht kapitulieren und auch weiterhin Ihre Stimme erheben werden.

  25. Boris Gennen

    Nein, Herr Scholzen. Wenn sie in einem öffentlichen Forum Menschen diffamieren, ist dies nicht mehr allein ihre Sache.
    Es geht nicht um ihre Ausdrucksweise sondern um ihre Intention.
    Und die ist offensichtlich.

  26. Marcel scholzen eimerscheid

    Herr Gennen. Sie betreiben Haarspalterei bzw Sie suchen verzweifelt nach der Nadel im Heuhaufen. Was Sie Diffamierung nennen, ist in Wirklichkeit nur eine zutreffende Beschreibung von Personnen mit einer antidemokratischen Einstellung bzw von Personen, die meinen, sich alles erlauben zu koennen.

    Tatsaechliche Diffamierungen sind etwas ganz anderes, wuerden sicherlich nicht veroeffentlicht hier. Ich mache Gebrauch von meinem Recht auf Meinungsaeusserung. Das ist alles. Und dieses Recht duerfen Sie mir nicht streitig machen. Greta hin oder her.

  27. Boris Gennen

    Als Unwort des Jahres ist soeben „Klimahysterie“ gewählt worden.
    Auch stand „Öko-Terrorismus“ zur Auswahl.
    Sie, Herr Scholzen, bedienen sich unaufhörlich in diesem Un-Wortschatz.
    Wegen der gezielten diffamierenden Absicht, in der diese Unworte eingesetzt werden, wurden sie von den Sprachwissenschaftlern ausgewählt.
    Passt.

  28. BRF Web

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