Guterres ruft die Welt zum raschen Umsteuern beim Klimaschutz auf

Mit eindringlichen Rufen nach mehr Klimaschutz hat in Madrid die 25. UN-Klimakonferenz begonnen.

UN-Generalsekretär Guterres eröffnet den UN-Klimagipfel

UN-Generalsekretär Guterres eröffnet den UN-Klimagipfel (Bild: Cristina Quicler/AFP)

Der Generalsekretär der Vereinten Nationen, Antonio Guterres, sprach von einem „Krieg gegen die Natur“, der beendet werden müsse. Wörtlich sagte Guterres: „Wenn wir nicht schnell unseren Lebensstil ändern, gefährden wir das Leben an sich.“

Vor allem die Länder mit dem größten Treibhausgas-Ausstoß müssten mehr tun. Trotz gegenteiliger Versprechen sei während der vergangenen zehn Jahre der Ausstoß von Treibhausgasen jährlich im Schnitt um 1,5 Prozent gestiegen, bedauerte der UN-Generalsekretär.

Die Menschheit müsse wählen zwischen dem Weg der Hoffnung und dem der Kapitulation, warnte Guterres. Zurzeit zerstöre sie wissentlich die Ökosysteme, die sie am Leben erhielten. Insbesondere fossile Brennstoffe wie Kohle, Gas und Öl müssten da bleiben, wo sie seien – nämlich im Boden.

Die Weltklimakonferenz in Madrid dauert zwölf Tage. 196 Staaten und die EU verhandeln darüber, wie das Pariser Klimaabkommen verwirklicht und die Erderhitzung eingedämmt werden kann. Den Vorsitz hat die chilenische Umweltministerin Carolina Schmidt, denn eigentlich hätten die zweiwöchigen Verhandlungen in Chile stattfinden sollen. Wegen der Unruhen dort sprang Spanien als Gastgeber ein.

Auch die USA schicken Vertreter, obwohl US-Präsident Donald Trump ihren Ausstieg aus dem Pariser Klimaabkommen eingeleitet hat.

Trotz dieser prominenten Besetzung gibt es große Zweifel, ob der Gipfel einen echten Durchbruch bringen kann. Seit dem vorindustriellen Zeitalter hat sich die Erde im Mittel schon um etwa 1 Grad erwärmt. Wenn es weiter geht wie jetzt, könnte die Erde bis Ende des Jahrhunderts nach Angaben der Vereinten Nationen um 3,4 bis 3,9 wärmer sein.

Themen

Seit die Staaten sich 2015 in Paris gemeinsam vorgenommen haben, die Erderwärmung auf deutlich unter zwei Grad zu begrenzen, dienen die UN-Gipfel der Umsetzung des Abkommens. Jetzt geht es darum, dass 2020 alle Staaten eigene Klimaschutzpläne vorlegen sollen. Außerdem soll verhandelt werden, nach welchen Regeln ein internationaler Markt im Klimaschutz funktionieren kann.

Ein weiteres Thema sind die Kosten, die Dürren, Stürme und andere extreme Wetterereignisse anrichten, die durch die Erderhitzung häufiger

Millionen junge Menschen weltweit verlangten entschlossene Maßnahmen im Kampf gegen den Klimanotfall.

dpa/dlf/cd/jp/mh

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5 Kommentare
  1. Guido Scholzen

    Letzte Woche traf ich (zusammen mit anderen) einen „Klima-Experten“, der nicht mals wusste, was Klima überhaupt ist.
    Genau so eine Kompetenz haben auch diese ökomarxistischen Funktionäre bei der Klimaquatsch-Konferenz.

  2. Alexander Hezel

    Ich bezweifle doch, dass quasi alle Länder der Erde (einschließlich USA!) plus EU, internationale Organisationen und Verbände insgesamt rund 25.000 Delegierte nach Madrid entsenden, um dort nur über „Quatsch“ zu reden…

    Warum sollte es Hinz und Kunz und Scholzen eigentlich überhaupt kümmern, und warum all diese Kommentare, wenn es doch ohnehin nur „Quatsch“ ist? Wäre es dann nicht logischer, all diese „Quatschleute“ einfach nur ihren „Quatsch“ machen zu lassen? Scheinbar gibt es zumindest für eine Person in der DG nichts besseres zu tun, als sich über den „Quatsch“ der anderen aufzuregen… Naja, jeder vertreibt sich halt die Zeit, wie er so möchte…

  3. Freija Hübner

    Was genau qualifiziert sie eigentlich, die gesamte Fachwelt, die sich mit dem Klimawandel beschäftigt, als Haufen von Idioten oder „Öko-Marxisten“ darzustellen, Herr Scholzen.
    Von keinem der Kommentatoren hier, deren Hobby es wohl ist, gegen Menschen zu wettern, die sich für Klimaschutz einsetzen, gibt es auch nur ein einziges konstruktives Argument.
    Ihr Credo ist, dass wir so weiter machen können, wie bisher. Das Verhalten der Menschen auf der Erde hat ja keinerlei Auswirkungen. Sind sie wirklich so geschichtsblind?
    Wie kann man nur so kurzsichtig, lernunfähig und gleichzeitig so arrogant sein?
    Warum gehen ihnen Fakten und die Zukunft der Kinder und Jugendlichen derart am Allerwertesten vorbei?

  4. Marcel scholzen eimerscheid

    Und das ganze hat angefangen ohne Greta, der wichtigsten Person auf Erden in den Augen der Klimaaktivisten ? Ein Konzil ohne Papst ist kein Konzil.

  5. Wahl, Joachim

    Früher hieß es „Erderwärmung“, jetzt ist schon „Erderhitzung“ daraus geworden. Den Medien ist jedes Mittel recht, um den Hype weiter einzuheizen. Wenn Herr Guterres es ernst meinen würde, dass Öl im Boden bleiben soll, hätte man die Abgesandten der 196 Staaten über Videokonferenzen vernetzt und nicht in der Flieger gesteckt. Wieso gibt es diese „Gipfel“ überhaupt noch, die Hütte steht doch eh bald in Flammen? Eine 747 hat ca. 420 Sitzplätze, also fliegen 60 Jumbos nach Madrid und zurück. Das sind für mich „Fakten“. Aber Madrid ist schon eine Reise wert. Da drücken die Planetenretter und deren Gläubige schon mal beide Augen zu.

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