Kohlegegner dringen in Tagebaue ein

In Deutschland sind mehrere hundert Kohle-Gegner in die Tagebaue in der Lausitz und im Leipziger Revier eingedrungen. Rund 500 Demonstranten rannten in den Tagebau Jänschwalde.

Protest gegen Tagebaue in Deutschland

Bild: John MacDougall/AFP

Dabei kam es zu Rangeleien zwischen Protestierenden und der Polizei. Am Tagebau Schleenhain südlich von Leipzig drückten Kohlegegner laut Polizei einen Zaun nieder. Ein Sprecher schätzte die Zahl der Teilnehmer auf 1.200.

Die Tagebaubetreiber erstatteten Anzeige. Der Polizei zufolge gab es einige Zusammenstöße mit den Demonstranten.

dpa/rkr

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21 Kommentare
  1. Marcel scholzen eimerscheid

    Wenig glaubwuerdig solche Aktionen. Kein Respekt vor dem Eigentum anderer Leute. Hier zeigt sich die extremistische Denk- und Handlungsweise der teilnehmenden Klimaaktivisten. Die interessieren sich auch nicht fuer die Arbeitsplaetze im Tagebau.

  2. Peter Schallenberg

    Richtig, umweltbelastende Energieerzeugung muss mittelfristig durch erwiesen umweltfreundliche Energieerzeugung abgelöst werden. Aber mit Plan und Verantwortung.
    Solange aber die erneuerbaren Energien nicht den Strombedarf abdecken, nicht mal in der Grundlast, gibt es keine Alternativen zu Kohle, Gas oder Atomstrom. Und der Strombedarf wird vermutlich in den folgenden Jahren noch weiter steigen. Stromrationierungen oder gar Stromausfälle, weil man fröhlich stilllegt ohne Ersatz für abgeschaltete Kohl- oder Gaskraftwerke zu schaffen, ist fahrlässig und kann von Menschen mit Verantwortungsgefühl nicht eingefordert werden.

    Proteste nach dem Motto „Wasch mir den Pelz aber mach mich nicht nass“ sind
    unglaubwürdig und wenig hilfreich. Die Texte auf den beiden gezeigten Plakaten zeugen auch nicht gerade von vorausschauendem Mitdenken sondern haben die Qualität eines Wahlplakates.

  3. Guido Scholzen

    Die dort demonstrierenden haben von der Funktionsweise eines Stromnetzes so viel Ahnung wie eine Milchkuh vom Eierlegen. Die sind nicht aktiv, weil die anscheinend etwas wissen, sondern weil sie eben nicht wissen.

    Wie schrieb doch Gustave Le Bon im Jahre 1895 in seinem Buch „Psychologie der Massen“ so treffend:
    „Je weniger die Masse vernünftiger Überlegung fähig ist, um so mehr ist sie zur Tat geneigt.“
    Oh, wie wahr!

  4. Karl-Heinz Braun

    Herr G. Scholzen, dass unvernünftige Massen zur Tat schreiten, sieht man am Black Friday. Die paar hundert Aktivisten fallen da kaum ins Gewicht, bringen den ein oder anderen aber vielleicht zum Grübeln. Wir können uns auf Dauer keinen ökologischen Fußabdruck > 1 leisten. Das bedeutet : weniger arbeiten, weniger konsumieren, weniger Energie verbrauchen. Dies mag für die meisten Menschen zurzeit unvorstellbar sein – ist aber alternativlos. Ohne Infragestellung des Wachstumswahns hat unsere Zivilisation keine Überlebenschance.

  5. Wahl, Joachim

    Rucksäcke, Mützen aus Kunstfaser, Schilder an Dachlatten aus dem Baumarkt mit Faserschreibern aus Kohlenwasserstofftinte und Plastikstiel gemalt!
    Nach der „Demo“ erst mal nen warmen, elektrisch erhitzten Bio-Drink aus veganen Tassen, nachhaltigem Anbau und fairem Handel, rübergeflogen per airfreight. Verlogen, bis zum Anschlag, diese grünen Moralapostel. In der Tat, „alternativlos“, wie Ihr Ökofußabdruck, Herr Braun! Sie haben „weniger Denken“ vergessen.

  6. Alexander Hezel

    Herr Wahl, glauben Sie wirklich, dass die Paar Kilo Kunstfaser in einigen Rucksäcken, wie sie ohne Beleg behaupten, ins Gewicht fallen gegen insgesamt ca. 2,7 Milliarden Tonnen geförderter Braunkohle, von denen nicht mal die Hälfte zur eigentlichen Stromgewinnung dienen kann?
    Erklärung: Kohle hat einen Wirkungsgrad von max. 40-45% – das heißt, dass über die Hälfte des geförderten Rohstoffs nicht in Energie umgesetzt wird.
    Um 1 Kilo Kohle zu gewinnen, müssen in Hambach 6,2 Kilo Erde ausgehoben werden (Abraumverhältnis)! Da im Tagebau Hambach bislang ca. 2,7 Milliarden Tonnen Braunkohle gefördert wurden, sind also über 16,7 Milliarden Tonnen ‚Erde‘ ausgegraben worden.
    Schlussendlich wird dort ein Fläche in ein riesiges Loch verwandelt, dass größer als Raeren oder etwas kleiner Bütgebach sein wird und tiefer als ein auf den Kopf gestellter Eiffelturm…!
    „Unterm Strich“: Nur ein sechstel wird benutzt, das wiederum nur zur Hälfte in Energie umgewandelt werden kann…
    Dem gegenüber stehen Auswirkungen auf Landschaft, Natur, Gesundheit, Klima. Zukunftsmodell?

  7. Guido Scholzen

    Herr Braun,
    ersetzen Sie das Wortgebilde Black-Friday doch mal mit Schlussverkauf oder Rabatt, und schon sieht die Welt normaler aus. Und die Menschen stürmen nicht auf Rabatte, weil sie hemmungslos konsumieren wollen, sondern fürs Geld noch was haben wollen. Es gibt auch Länder, wo es das nicht gibt: Kuba und Nord-Korea, und seit einigen Jahren immer mehr auch Venezuela. Leider sind die meisten Mitbürger keine Grünen mit gutem Verdienst, die es sich leisten können, ganzjährig teuer ökologisch einzukaufen und öfters zu fliegen als der Durchschnitt.
    Typisch Grüne Pharisäer: von Marktwirtschaft keine Ahnung und von Netzstabilität auch keine Ahnung, aber den andersdenkenden allerlei Schuld in die Schuhe schieben, um ein falsches Schuldbewusstsein zu erwecken.
    übrigens: auch in Kuba, Nord-Korea und Venezuela gibt es Probleme mit Stromversorgung. Typisch Sozialismus.
    summa summarum: ökologische Neo-Marxisten.

    Danke Herr Braun, für Ihr Glaubensbekenntnis.

  8. Jean-Pierre DRESCHER

    Warum toben sich diese selbsternannten Aktivisten nicht mal zur Abwechselung in Polen oder der der Türkei aus, wo ein Kohlekraftwerk nach dem anderen ohne Rußfilter aus dem Boden gestampft wird?

    Oder mal zur Abwechslung in den wallonischen Dörfern, wo die schmutzigen Kohlebriketts in den alten Kohleheizungen der privaten Patrizierhäuser den Dreck bei Wind aus Westen u.a. zu uns in die DG exportieren?

  9. Karl-Heinz Braun

    Der Whataboutism (Turkei, Polen, wallonische Dörfer), die Relativierung (Schlussverkauf, Rabatt) und Attacken ad hominem (keine Ahnung, verlogen) haben uns noch nie weitergebracht. Alle drei Argumentationsstrategien sind längst durchschaut und ungeeignet, die tatsächlichen Probleme in den Griff zu bekommen. Natürlich muss sich jeder (auch ich) an die eigene Nase fassen. Verantwortungsvoll (d.h. sozialverträglich) aussteigen aus dem Konsumwahn, ist nicht einfach aber notwendig. Innovation allein wird uns nicht retten, denn Rebound-Effekte werden uns dabei einen Strich durch die Rechnung machen. Was zu tun ist, ist seit fast 50 Jahren bekannt. Ich hoffe, dass die junge Generation ihre Zukunft in die Hand nimmt und es tut.

  10. Marcel scholzen eimerscheid

    Werter Herr Braun. Kritik an der Konsumgesellschaft ist natuerlich erlaubt. Nur kommt diese Kritik immer von Menschen, die in dieser Konsumgesellschaft leben. Ein Wuestenbewohner, der jeden Tag etliche Kilometer bis zur naechsten Wasserstelle zuruecklegen muss, wuerde das nicht machen. Der haette gerne fliessendes Wasser zu Hause. Und in puncto Umweltschutz ist in den letzten 50 Jahren sehr viel geschehen zb wird heute sehr viel mehr wiederverwertet als vor Jahren. Eine „Abkehr von der Konsumgesellschaft“ ist schlicht nicht moeglich, wuerde zum Zusammenbruch unserer Gesellschaft fuehren und wuerde ungeahntes Leid verursachen. (Siehe Zimbabwe). Momentan gibt es auf der Welt nichts Besseres als die vielgescholtene „Konsumgesellschaft“. Ist zum Modell fuer die ganze Welt geworden, sogar fuer die Kommunisten (zb China,), deren Alternativmodell nicht funktioniert hat.

  11. Jean-Pierre DRESCHER

    Herr Braun, welcher Whataboutism?

    Es ist Fakt dass sich Griechenland, Spanien, Türkei und Polen einen Dreck um den Klimaschutz scheren, ja sich sogar die Hände reiben, ihren schmutzigen Strom überteuert massenweise nach Deutschland, Luxemburg, Schweiz und unsere DG zu verkaufen, weil Deutschland im nationalen Alleingang komplett übereilt den sofortigen Ausstieg aus der nationalen Kohleenergie vorantreibt auf Befehl einer undurchschaubaren Seilschaft aus Parteienmafia, ONGs und internationalen Großkonzernen.

    Weiterhin frage ich mich, warum noch immer den wohlhabenden Großgrundstücksbesitzern in den (nicht nur) wallonischen Dörfern bis ins Zentrum von Charleroi rein der Einsatz der schmutzigen Kohlebriketts als Luxushobby bzw. prestigeträchtigen Lifestyle erlaubt wird, wo heutzutage Zentralheizungen mit Erdgas oder Biomazout weniger kosten wie das herankarren osteuropäischer Braunkohle in die Wallonie bzw. sogar bis nach England wo man gut und gerne richtig viel Dreck mit ungefilterten Kohleheizungen aus der Zeit des vorletzten Jahrhunderts produziert.

  12. Alexander Hezel

    An die Herren Scholzen, Wahl et al.: Was bezwecken Sie eigentlich? Auf Biegen und Brechen Recht haben wollen, auch wenn dabei der Planet vor die Hunde geht?
    Glückwunsch, wir sind mittendrin.

  13. Marcel scholzen eimerscheid

    Werter Hezel.

    Welche Alternative haben Sie zur Konsumgesellschaft ? Ich kenne keine. Warum soll ich auf Konsum und Freiheiten verzichten ? Weil Sie mir das predigen ?

    Sie reagieren wie fuer Klimaaktivisten typisch. Wenn die Argumente fehlen, reagiert man hilflos.

    Umweltverschmutzung ist ein technisches Problem und kann nur durch moderne Technik geloest werden. Und wie gesagt, es ist schon viel geschehen in den letzten Jahren. Der Umweltschutz ist zu einem nicht mehr wegzudenkenden Wirtschaftsfaktor geworden. Beispielsweise ist der Gang zum Containerpark zur Selbstverstaendlichkeit geworden fuer die meisten Menschen. Und zur Loesung von Umweltproblemen braucht man ausgebildete Fachkraefte. Weinende und wuetende Gretas bzw streikende Schueler sind komplet fehl am Platze. Sind hoechstens unterhaltsam.

  14. Alexander Hezel

    „Werter Scholzen Eimerscheid“
    Wie stellen Sie sich denn unverzichtbaren endlosen Konsum vor, bei endlichen Ressourcen?

  15. Marcel scholzen eimerscheid

    Wiederverwerten lautet die Antwort. Alles eine Frage der Technik. Und ob die Ressourcen wirklich so knapp sind, wie immer gesagt wird, wage ich zu bezweifeln. Manchmal wird das Rohstoffangebot kuenstlich verknappt, damit die Preise steigen. Und es werden staendig neue Rohstoffvorkommen entdeckt und viele warten noch auf ihre Entdeckung zb unter Wasser. Der Planet Erde ist noch laengst nicht ganz erforscht. Da gibt es noch viel zu tun.

    Auf jeden Fall sollte man nicht an den Weltuntergang glauben, wie ihn von diversen Oeko-Gruppen und Sekten prophezeien. Im Laufe der Geschichte hat die Menschheit viele Herausforderungen gemeistert dank moderner Technik. Und sollte es wirklich mal zu eng werden auf der Erde, so bietet der Weltraum mit seinen Planeten noch sehr viele Moeglichkeiten.

  16. Sven Neubauer

    Einige Fragen Herr Scholzen.
    1. Wer sind die ausgebildeten Fachleute, die zur Beseitigung von Umwelt- oder Klimaproblemen helfen sollen? Sind das die Ökomarxisten oder Heuchler auf den Klimakonferenzen oder die Wissenschaftler, deren Warnungen Sie nicht ernst nehmen?
    2. Hat menschliches Handeln auf der Erde irgendwelche Konsequenzen für das Ökosystem oder können wir ohne Folgen schalten, walten und konsumieren, wie es uns gefällt? Sind ihnen Beispiele bekannt, wie Menschen durch ihr Verhalten das Ökosystem geschädigt haben?
    3. Angenommen sie trinken zuviel Alkohol oder essen zuviel Zucker und werden davon krank. Was tun sie? Warten sie darauf, dass es technologische Entwicklungen gibt, damit sie wieder gesund werden, oder ändern sie ihr Konsumverhalten?
    4. Als Verfechter von mehr Bürgerbeteiligung oder direkter Demokratie bei politischen Entscheidungen müssten sie doch jede Bürgerinitiative unterstützen, die das Ziel hat, auf Probleme aufmerksam zu machen und die Politik zum Handeln zu bewegen. Warum gilt dies nicht für FFF oder Umweltproteste?

  17. Alexander Hezel

    Was es nicht alles gibt… Ich wusste noch nicht, dass man Benzin oder Diesel „wiederverwerten“ kann, dachte doch eigentlich immer, dass der wortwörtlich in Rauch aufgeht. Naja, vielleicht lebe ich ja in einer Welt mit „alternativen Fakten“…
    Zum Glück gibt es ja noch so viele potenziell bewohnbare Exoplaneten im Weltraum, der nächstgelegene (Proxima Centauri b) ist auch nur 4,24 Lichtjahre entfernt.

  18. Norbert Schleck

    Zu den „Fakten“, die Herr Drescher u.a. so gerne bemühen:

    Griechenland exportiert also Strom in nennenswertem Umfang? Das ist neu.

    Und Polen reibt sich die Hände? Polens Strombilanz ist defizitär, die Kohleförderung und -verstromung unrentabel und subventioniert. Auch dort ist die Kohle auf der absteigenden Bahn.

    In Europa gibt es einen unangefochtenen Meister in der Disziplin Stromexport, und das ist Deutschland. Im Jahr 2018 importierte es rund 8,4 Terawattstunden mehr Strom aus Frankreich, als es nach dort exportierte. Mit allen anderen Ländern ist es umgekehrt: Polen (-7), Schweiz (-12,2), Niederlande (-20,2). Insgesamt ein Exportüberschuss von rund 50 Terawattstunden.

    Über Strombörsen und Verbundnetze im- und exportiert jedes Land je nach Eigenproduktion, sowie Angebot und Nachfrage, wobei der Preis oft stark fluktuieren kann.

    „…schmutzigen Strom überteuert massenweise…“ stimmt nicht.

    Ein wenig recherchieren, bevor man drauflos schreibt, Herr Drescher!

    Noch kurz dies: „internationale Großkonzerne“? Ich erinnere nur an ExxonMobil und Shell, Herr G.Scholzen gibt gerne Auskunft.

  19. Jean-Pierre DRESCHER

    „In Europa gibt es einen unangefochtenen Meister in der Disziplin Stromexport, und das ist Deutschland.“

    Ich spreche aber von der Zeit wo das letzte Kohlekraftwerk in Deutschland niedergerissen sein wird. Dann ist wahrhaftig Ende im Gelände. Und zwar ganz schnell. BRD-Regierung plant jetzt offiziell laut BILD für den totsicher kommenden flächendeckenden Dauer-Megablackout. U.A. 680 zusätzliche Großdieselagregate für das THW neben den bereits mächtig rußenden Schiffsdieseln in den dort drüben allgegenwärtigen Großgewerbezonen mit einer wahrhaftig prächtigen CO2-Bilanz. Offiziell nur wegen „Sabotage und Cyberkriminalität“.

    Electrabel sollte an eigene Notstromaggregate denken wenn wir nicht Weihnachten und Neujahr eines Tages im Dunklen verbringen wollen ohne Internet und Krankenhausversorgung.

  20. Alexander Hezel

    Herr Drescher, unsere Erde braucht jetzt Lösungen – nicht in der „Zeit wo“…

  21. Maria van Straelen

    Kaum wurden die 26 Kommentare vom Klimawandel geschlossen, stürzen sich die Gleichen auf das Parallelthema Kohle: 20 Kommentare in nichtmal 3 Tagen von 10 Leuten, 5, 4 oder 3 x die Gleichen. Sie sollten eine what’s app gründen und die Welt mit Ihren stets wiederkehrenden Parolen verschonen, Sie müllen nur das Netz voll und spielen sich als Pseudowissenschaftler auf. Wir habens kappiert, ES IST GENUG

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