Nach US-Raketentest: Putin will auf Bedrohung reagieren

Der russische Präsident Wladimir Putin will mit einer "deckungsgleichen Antwort" auf den Test eines neuen Marschflugkörpers durch die USA reagieren. Das sagte Putin bei einer Sitzung des russischen Sicherheitsrates in Moskau.

Russland Präsident Wladimir Putin (Bild: Maxim Shemetov/Pool/AFP)

Russland Präsident Wladimir Putin (Bild: Maxim Shemetov/Pool/AFP)

Details nannte er nicht. Er sehe den amerikanischen Raketentest auch als Beweis, dass die USA die Schuld für das Aus des wichtigen INF-Abrüstungsabkommens tragen würden, erklärte Putin.

Die USA hatten am Wochenende von einer Insel in Kalifornien einen Marschflugkörper abgefeuert. Dieser hatte nach Angaben des Pentagons sein Ziel nach mehr als 500 Kilometern Flug präzise erreicht. Der Test wäre nach dem INF-Vertrag verboten gewesen, der jedoch seit Anfang August nicht mehr gilt.

Das Abkommen untersagte beiden Seiten Produktion, Tests und Besitz bodengestützter ballistischer Raketen mit Reichweiten zwischen 500 und 5.500 Kilometern. Die USA haben den INF-Vertrag gekündigt, weil sie davon ausgehen, dass Russland ihn seit Jahren verletzt.

dpa/mh

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