Vorwürfe gegen EU-Grenzschutzbehörde Frontex

Die EU-Grenzschutzbehörde Frontex duldet nach Medieninformationen Menschenrechtsverletzungen. Das belegen Hunderte interne Dokumente, die das ARD-Magazin "report München" gemeinsam mit der britischen Tageszeitung "The Guardian" und dem deutschsprachigen Recherchezentrum "Correctiv" ausgewertet hat.

Frontex-Einsatz im Mittelmeer vor Italien

Frontex-Einsatz im Mittelmeer vor Italien (Illustrationsbild: Nicolas Maeterlinck/Belga)

Die drei Medien halten in einem Bericht fest, dass Frontex die Augen vor exzessiver Gewalt schließe, die an Europas Außengrenzen verübt werde. Dabei gehe es um die Misshandlung von Flüchtlingen, Hetzjagden mit Hunden und Attacken mit Pfefferspray.

Die Vorwürfe beziehen sich unter anderem auf Einsatzkräfte in Bulgarien, Ungarn und Griechenland. Darüber hinaus seien Beamte der EU-Agentur Frontex bei Abschiebeflügen auch selbst an Menschenrechtsverletzungen beteiligt gewesen.

Die EU-Kommission will die Vorwürfe nun prüfen. Das teilte eine Kommissionssprecherin in Brüssel mit.

Die europäische Grenzschutzagentur Frontex mit Sitz in Warschau war 2004 ins Leben gerufen worden. Die Experten der Behörde sollen dafür sorgen, dass an allen Außengrenzen nach denselben Standards kontrolliert wird.

dpa/mh

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