Eskalation in Hongkong: Debatte über Auslieferungen verschoben

Bei neuen Protesten in Hongkong ist es zu schweren Zusammenstößen mit der Polizei gekommen. Erneut gingen Demonstranten gegen das kontroverse Gesetz für Auslieferungen nach China auf die Straße.

Tausende Menschen protestieren in Hongkong

Proteste in Hongkong (Bild: Anthony Wallace/AFP)

Die Sicherheitskräfte setzte Tränengas, Pfefferspray, Wasserwerfer, Gummigeschosse und Schlagstöcke gegen Tausende ein, die den Legislativrat und mehrere Straßenzüge belagert hatten. Demonstranten rissen Absperrgitter ein und bewarfen Polizisten mit Flaschen und anderen Gegenständen.

Laut der „South China Morning Post“ sind rund 5.000 Polizisten im Einsatz.

Wegen der Blockade des Parlaments musste die geplante Debatte über das Gesetz auf einen unbestimmten Zeitpunkt verschoben werden.

Schon am Sonntag hatten nach unterschiedlichen Schätzungen zwischen Hunderttausenden bis zu einer Million Hongkonger gegen das Gesetz protestiert. Danach war es in der Nacht bereits zu Ausschreitungen gekommen.

Trotz des massiven Widerstandes unter den Bewohnern der chinesischen Sonderverwaltungsregion will die umstrittene Regierungschefin Carrie Lam das Gesetz schnell von der Peking-treuen Mehrheit im nicht frei gewählten Legislativrat absegnen lassen. Die Abstimmung soll am Donnerstag nächster Woche erfolgen.

Die Hongkonger genießen größere Freiheiten als die Menschen in China, darunter das Recht auf freie Meinungsäußerung sowie Presse- und Versammlungsfreiheit.

dpa/cd/est

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