Verhandlungen über Besetzung von EU-Spitzenposten

Beim ersten EU-Gipfel nach den Europawahlen haben die Staats- und Regierungschefs darüber verhandelt, wer der Nachfolger von Jean-Claude Juncker als Chef der EU-Kommission werden soll.

EU-Ratspräsident Tusk

EU-Streit über Spitzenposten: EU-Ratspräsident Tusk soll vermitteln (Bild: Emmanuel Dunand/AFP)

Als aussichtsreichste Kandidaten gelten die Dänin Margrethe Vestager, der Deutsche Manfred Weber und der Niederländer Frans Timmermans.

Der Streit über die neue Besetzung wird sich noch Wochen in die Länge ziehen. Eine Entscheidung soll frühestens Ende Juni fallen.

An diesem Mittwoch beraten die Abgeordneten der konservativen Parteienfamilie EVP zum ersten Mal nach der Europawahl. Es wird erwartet, dass sie ihrem Fraktionschef Weber (CSU) den Rücken stärken. Der Spitzenkandidat erhebt Anspruch auf Junckers Nachfolge, nachdem die EVP wieder stärkste Kraft im Parlament geworden ist.

Der französische Präsident Emmanuel Macron pocht darauf, dass nicht nur die Spitzenkandidaten der Parteienfamilien in Frage kommen, sondern die Staats- und Regierungschefs frei wählen können

Die Staats- und Regierungschefs haben EU-Ratspräsident Donald Tusk als Vermittler eingesetzt. Er soll nun mit ihnen und mit dem EU-Parlament Gespräche führen und einen konsensfähigen Personalvorschlag machen.

dpa/wdr/sh/jp

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