UN-Bericht: Österreich verletzt Menschenrechtsstandards bei Asyl

Die Vereinten Nationen haben Österreich in einem Bericht die Verletzung von internationalen Menschenrechtsstandards im Asylbereich vorgeworfen.

Sebastian Kurz ist der neue österreichische Kanzler (Bild: Vladimir Simicek/AFP)

Sebastian Kurz (Archivbild: Vladimir Simicek/AFP)

Österreich verfüge „im Großen und Ganzen“ über ein rechtliches Schutzsystem für Migranten, dieses werde aber nicht immer kohärent umgesetzt, heißt es in dem Bericht.

Die UN-Experten hatten Österreich im Oktober besucht und mit Regierungsvertretern, Nichtregierungsorganisationen und Migranten gesprochen.

Österreichs Kanzler Sebastian Kurz sagte, dass er die Kritik sehr ernst nehme. Er lasse es aber nicht zu, dass Österreich schlechtgeredet werde. Der Bericht kritisiert unter anderem, dass der Fokus bei Asylverfahren in Österreich auf Schnelligkeit und Abschiebungen liege.

Scharfe Kritik übt der Bericht an den Mitarbeitern der Polizei sowie des Bundesamts für Fremdenwesen und Asyl, deren Befragungen von Migranten „oft in einer Atmosphäre des Misstrauens“ stattfänden.

dpa/cd

Kommentar hinterlassen
Keine Kommentare
Kommentar hinterlassen

Ihre Email-Adresse wird niemals veröffentlicht!
Pflichtfelder sind mit * gekennzeichnet.
Bitte beachten Sie unsere Richtlinien zu Kommentaren.

Restl. Anzahl Wörter: 150