Archiv-Einsturz: Drei Freisprüche und eine Bewährungsstrafe

Im Strafprozess um den Einsturz des Kölner Stadtarchivs hat das Landgericht am Freitag drei Angeklagte freigesprochen.

Einsturz des Kölner Stadtarchivs (10.03.2009)

Archivbild: EPA

Ein Bauüberwacher der Kölner Verkehrs-Betriebe erhielt eine Freiheitsstrafe von acht Monaten auf Bewährung wegen fahrlässiger Tötung.

Der Richter sagte in der Urteilsbegründung, es stehe eindeutig fest, dass das Archiv wegen eines gravierenden Fehlers beim Bau einer Schlitzwand für eine neue U-Bahn-Haltestelle einstürzte. Dies sei die alleinige Ursache für das Unglück, eine andere gebe es nicht.

Bei dem Einsturz waren am 3. März 2009 zwei Anwohner ums Leben gekommen. Unzählige historische Dokumente wurden verschüttet, der Schaden liegt nach Schätzung der Stadt Köln bei 1,2 Milliarden Euro.

dpa/est

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Ein Kommentar
  1. Peter Schallenberg

    Ein typisch „kölsches“ Urteil!
    Das war eben so, das ist eben so und da man die ganze Tragödie ja nun juristisch verarbeiten muss, gibt es ein Paar Freisprüche und eine Bewährungsstrafe. Punkt. Basta. Ende.
    Wie müssen sich die Angehörigen der beiden jungen Männer fühlen, die durch diese Schlamperei ihr Leben verloren haben?
    Aber egal, jetzt ist ja alles aufgearbeitet und wir konzentrieren uns nun voll und ganz auf die Eröffnung der Nord- Süd- U- Bahn!

    Ob wenigstens noch Geld für eine Gedenktafel für Kevin und Khalil übrig ist?

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