EU geschlossen für Beibehaltung des Iran-Deals

Nach der Abkehr der USA vom Atomabkommen mit dem Iran halten die 28 EU-Staaten geschlossen dagegen.

Donald Tusk

Donald Tusk (Vassil Donev/Pool/AFP)

Die Staats- und Regierungschefs waren sich bei ihrem Treffen in Sofia am Mittwochabend einig, an dem Vertrag festzuhalten, solange der Iran das auch tut. Damit geht die EU auf Konfrontationskurs zu US-Präsident Donald Trump. Doch winkt sie im Streit um US-Strafzölle mit Zugeständnissen, falls Trump einlenkt.

Gipfelchef Donald Tusk hatte Trumps Kurs vor dem Treffen scharf kritisiert und eine „geschlossene europäische Front“ dagegen verlangt.

Iran fordert von EU praktische Lösungen statt Lippenbekenntnissen

Der Iran fordert im Atomstreit von der EU praktische Lösungen und nicht nur Lippenbekenntnisse. Der iranische Außenminister Sarif sagte in einem Zeitungsinterview, das Treffen mit der EU in Brüssel sei ein guter Anfang gewesen, aber das reiche nicht aus. Bei dem Treffen waren Möglichkeiten zum Erhalt des Atomabkommens mit dem Iran auch nach dem Ausstieg der USA erörtert worden.

Teheran müsse sich letztendlich entscheiden, ob es sich lohne, im Wiener Atomabkommen von 2015 zu bleiben oder nicht, sagte Sarif. Daher plane das Außenministerium in den nächsten Wochen auch Gespräche mit der EU auf Expertenebene und, falls notwendig, auch auf höherer Ebene.

dpa/est/sh

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