Macron will bei Beweisen für Chemiewaffeneinsatz in Syrien zuschlagen

Frankreich hat erneut mit Luftangriffen in Syrien gedroht, falls es gesicherte Beweise für den Einsatz von Chemiewaffen gegen Zivilisten in dem Bürgerkriegsland gibt.

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron

Bild: Ludovic Marin/AFP

„Die rote Linie muss respektiert werden“, sagte Präsident Emmanuel Macron am Dienstagabend vor Journalisten in Paris, wie die französische Nachrichtenagentur AFP berichtete. „Sobald der Beweis erbracht ist, werde ich tun, was ich gesagt habe.“

Rettungshelfer und Aktivisten zufolge hat Syriens Regierung seit Anfang des Jahres schon sechs Mal Chlorgas gegen Rebellen eingesetzt.

Macron sagte, bislang hätten Frankreichs Dienste aber nicht den Beweis vorgelegt, dass verbotene Waffen gegen die Zivilbevölkerung eingesetzt worden seien. Der Präsident hatte einen neuerlichen Einsatz von Chemiewaffen in Syrien im vergangenen Jahr als „rote Linie“ bezeichnet und angekündigt, in einem solchen Fall mit Luftschlägen zu reagieren – notfalls im Alleingang.

Er führte nun aus, Frankreich werde in einem solchen Fall an dem Ort zuschlagen, wo diese Waffen auf den Weg gebracht werden, oder von wo aus dies organisiert werde.

Am Freitag hatte Macron sich bereits in einem Telefonat mit Russlands Präsident Wladimir Putin besorgt gezeigt im Hinblick auf einen möglichen Chlorgas-Einsatz im syrischen Bürgerkrieg. Russland ist ein Verbündeter des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad.

dpa/vrt/jp

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