Chinas Präsident Xi verteidigt staatliche Kontrolle des Internets

Zum Auftakt der Welt-Internet-Konferenz der chinesischen Regierung verteidigt Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping die scharfe staatliche Internetkontrolle seines Landes mit dem Argument der Souveränität.

Chinas Staatsoberhaupt Xi Jinping

Bild: Fred Dufour/AFP

Die internationale Gemeinschaft solle die Souveränität jedes Landes über sein Internet respektieren. So sperrt China soziale Netzwerke wie Facebook, Twitter, YouTube und Instagram, alle Googledienste wie Suche, Mail oder Maps oder auch die Online-Angebote der „New York Times“ oder des „Wall Street Journal“ und eine Vielzahl chinakritischer Webseiten und stört selbst den Messengerdienst WhatsApp.

Trotz der Blockade ihrer Dienste in China sind der Chef von Google, und der Vizepräsident von Facebook angereist. Auch Apple-Chef Tim Cook ist dabei. Der Apple-Konzern war jüngst in die Kritik geraten, weil er auf Anweisung der chinesischen Behörden Tunnelsoftware zur Umgehung der chinesischen Sperren und zuletzt auch Skype aus dem chinesischen App-Store genommen hatte. China ist weltweit der zweitgrößte Markt für Apple.

Die dreitägige Konferenz findet zum vierten Mal statt. Sie wird von der staatlichen Cyber-Verwaltung organisiert. In ihren Händen sind die Kontrolle und die Sperren des Internets in China gebündelt. Sie sind unter dem Begriff „Große Firewall“ bekannt. China wolle das Internet als Triebkraft für die Wirtschaft nutzen, doch müsse es geregelt werden, heißt es dazu.

dpa/fs

Kommentar hinterlassen
Keine Kommentare
Kommentar hinterlassen

Ihre Email-Adresse wird niemals veröffentlicht!
Pflichtfelder sind mit * gekennzeichnet.
Bitte beachten Sie unsere Richtlinien zu Kommentaren.

Restl. Anzahl Wörter: 150