Syrien will Pariser Klimavertrag beitreten – USA völlig isoliert

Als letztes UN-Land will auch Syrien dem Klimaschutz-Abkommen von Paris beitreten. Das hat die syrische Delegation auf der Weltklimakonferenz in Bonn angekündigt. Damit wären die USA als einziger Vertragsgegner völlig isoliert.

Klimakonferenz in Bonn

Bild: Patrik Stollarz/AFP

Wegen des seit Jahren dauernden Bürgerkriegs hatte sich Syrien bisher nicht dazu in der Lage gesehen. Zuvor hatte bereits Nicaragua mitgeteilt, das Pariser Abkommen nun doch akzeptieren zu wollen.

Damit sind die USA das einzige Land der Welt, das nicht am Klima-Abkommen teilnimmt, weil Präsident Trump den Ausstieg aus dem Vertrag angekündigt hat. Dieser kann allerdings erst im Jahr 2020 wirksam werden.

dpa/mh

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4 Kommentare
  1. Dieter Leonard

    Als letztes UN-Mitgliedsstaat tritt also auch Syrien dem Pariser Klimaschutzabkommen bei. Angesichts der Situation des Landes zwar eher eine symbolische Entscheidung, aber immerhin.
    Damit haben weltweit alle Staaten anerkannt, dass es den anthropogenen Klimawandel gibt und sich auf Maßnahmen geeinigt, die Erderwärmung u.a. durch eine Reduzierung von klimarelevanten CO2-Emissionen zu begrenzen.
    Alle Staaten, abgesehen von einer irrlichternden US-Administration unter einem unzurechnungsfähigen Präsidenten.
    Dieser Präsident ist Leitfigur einer kleinen reaktionären Bewegung von Klimawandelleugnern, die die Fahne der fossilen Energiewirtschaft hochhalten und die sich aus ideologischer Verblendung gegen die Erkenntnisse der Wissenschaft stellen und die Realität negieren.
    Wie sagte einst Wilhelm Busch? Freiheit ist die Negation der Wirklichkeit. In Wirlichkeit ist es wohl die Freiheit der Narren.

  2. Philip Vise

    So hat das 23. Weltklimakonzil nun doch einen kleinen Erfolg zu vermelden.
    Das vom Bürgerkrieg zerstörte Syrien tritt dem Klimaschutz-Abkommen von Paris bei.
    Offenbar hat nun endlich auch das letzte Entwicklungsland auf die erfahrenen Berater der Malediven oder des „Gastgeberlandes“ Fidji zurückgegriffen und erkannt, dass es dadurch Zugang zum Green Climate Fund mit seinen 100Mrd$ bekommt.
    Welcher Diktator würde da nicht zugreifen? Reicht es doch darzulegen, dass es in einem größtenteils aus Wüste bestehenden Land verherrend ist, wenn die Durchschnittstemperatur von 31,2°C auf 31,7°C ansteigt.
    Den Menschen wäre das Geld für den Wiederaufbau zu gönnen auch ohne Geschichten aus dem Klimawandel-Wunderland. Landen wird es aber wohl eher bei Herrn Assad und seinem Gefolge. Schade!

  3. Joachim Wahl

    Ja, Herr Vise, genauso verhält sich Klimanonsens. Es geht um die Umverteilung von „oben nach unten“. Auch wenn hier „verwirrte“ Geister etwas anderes behaupten. Trump ist der einzige, der diesen Wahnsinn nicht mitmacht. Auf seine Frage, wo denn die Milliarden hinfließen, hat man seitens der UN keine Antwort gegeben. Durch die alltäglich gebetsmühlenartige Propaganda, hat sich CO2 zum Inbegriff des Bösen etabliert. Da nützen auch keine Hinweise auf thermodynamische Prozesse, die die These ad absurdum führen. Warte schon jetzt auf den „97%igen Konsens der Wissenschaft“; da lachen ja die Hühner!

  4. Alexander Hezel

    Herr Wahl, merken sie eigentlich nicht, dass sie sich absolut lächerlich machen, indem sie immer wieder das leugnen, worüber sich die ganze Welt schon lange einig ist?

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