Agentur: Nordkorea erwägt Raketenangriff auf US-Insel Guam

Die Spannungen zwischen den USA und Nordkorea nehmen zu. Die nordkoreanischen Streitkräfte drohen den USA mit einem Raketenangriff auf die Pazifikinsel Guam, wo die USA rund 6.000 Soldaten stationiert haben.

Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un (Bild vom 5. Mai)

Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un (Bild vom 5. Mai)

Das Militär ziehe eine solche Attacke ernsthaft in Erwägung, meldet die staatliche nordkoreanische Nachrichtenagentur KCNA. Laut einem Sprecher der Armee könne der Plan jederzeit ausgeführt werden, sobald Staatschef Kim Jong Un die Entscheidung dazu treffe.

Der Bericht erfolgte nur wenige Stunden, nachdem US-Präsident Donald Trump Nordkorea indirekt militärische Gewalt angedroht hatte. Trump hatte gesagt, man werde weiteren Drohungen mit Feuer, Wut und Macht begegnen.

Politiker in Washington distanzierten sich von den Äußerungen Trumps. Heftige Kritik kam von den Demokraten. Unbesonnene Rhetorik sei keine gute Strategie, um die Sicherheit Amerikas zu gewährleisten. Auch der republikanische US-Senator John McCain reagierte irritiert. Es sei unwahrscheinlich, dass der Präsident in der Lage sein werde, seinen Worten Taten folgen zu lassen. Trump neige zu Übertreibungen.

Angesichts der neuen Spannungen zwischen Nordkorea und den USA hat China zur Zurückhaltung aufgerufen und vor einer Eskalation gewarnt. Ein Sprecher des Außenministeriums in Peking bezeichnete die gegenwärtige Lage auf der koreanischen Halbinsel als „sehr kompliziert und heikel“. Indirekt übte er Kritik sowohl an Nordkorea als auch an den scharfen Äußerungen von US-Präsident Trump.

dpa/est/mh - Bild: Str/KCNA via KNS/AFP

16 Kommentare
  1. Dieter Leonard

    Kim Jong Un und Donald Trump haben nicht nur einen gemeinsamen fragwürdigen Geschmack in Sachen Kopfhaar-Styling. Dies ist zu verkraften.
    Sie nähern sich jedoch auch in ihrer völlig enthemmten Kriegsrhetorik und in ihrem autokratischen bzw. diktarorischen Stil, ihr Land zu „führen“ immer mehr an.
    Was wirklich furchterregend ist, ist die Tatsache, dass beide offensichtlich völlig beratungsresistent gegenüber gemäßigter Einflussnahme sind.
    Für den Weltfrieden bedeutet dies nichts Gutes.

  2. Damien Francois

    Die Nord-Koreaner werden permanent bedroht, obwohl sie keine imperialistischen Ziele verfolgen, niemanden angreifen, noch annektieren wollen. Der Grund weshalb sie permanent dämonisiert werden: Ihre Zentralbank ist nicht in Rothschilds Händen. Wie Kuba. Iran war auch mal unabhängig, bis das Land vor 2 Jahren einen Nuklear-Deal machte. Syrien, Irak und Lybien waren auch mal unabhängig, bis sie militärisch zugrunde gerichtet wurden. Einfach selber informieren. Daher verstehe ich Kim so-und-so sehr gut.

  3. Marcel Scholzen eimerscheid

    Nord-Koreas will sich Gehör verschaffen. Will von den USA voll anerkannt werden. Dazu droht es mit Nuklearwaffen. Die USA sollten es ruhig anerkennen unter gewissen Bedingungen (Unterzeichnung des Atomwaffensperrvertrages, Verzicht auf Aggressionen gegenüber anderen Staaten besonders Süd-Korea, Anerkennung Süd-Koreas, Öffnung für den internationalen Handel, Einversandensein mit der Stationierung von US-Truppen und Atomwaffen in Süd-Korea zwecks Abschreckung etc)

    Die USA könnten davon profitieren, denn es würde die Position der VR China auf der koreanischen Halbinsel schwächen, da Nord-Korea nicht mehr so sehr von China abhängig wäre. Und wenn die Kriegsgefahr mal gebannt wäre, so würde sich Nord-Korea öffnen für den internationalen Handel und Tourismus, was ihm ökonomisch nutzen würde. Kim würde dann noch fester im Sattel sitzen und bräuchte nicht immer irgendwelche Spielchen zwecks Machterhalt zu veranstalten. Das eigene Volk wäre ihm dankbar.

  4. Ernst Mathieu

    Hallo Herr Damien Francois, mit Ihrem Verständnis für einen sehr üblen Diktator verrennen Sie sich aber total. Herr Kim kämpft gegen sein eigenes Volk, lässt es hungern und unterhält Konzentrationslager. Von Verträgen und Menschenrechten hält er natürlich auch nichts. Von den Morden an seiner eigenen Familie ganz zu schweigen.
    Auch A. Hitler kämpfte gegen die Finanzplutokraten und Juden, die angeblich das Deutsche Volk bedrohten. Auch Verständnis?
    Ihren Kommentar sollten Sie bitte zurück nehmen. Danke.

  5. Damien Francois

    Ich denke nicht daran, Herr Ernst. Typisch, daß Sie mir vorschreiben, wie ich zu denken hat. Sie wollen einfach nicht verstehen, nicht wahr. Ist auch bequemer. Bin groß genug, ich denke für mich selbst.

  6. Alexander Hezel

    Am beunruhigsten ist eigentlich, dass es solche gefährlichen Kasperle geschafft haben, an die Macht zu kommen bzw. sie zu erben, und sich dort halten. Und die Welt schaut zu und denkt sich „ist nicht mein Problem“… Vielleicht schon bald sehr wohl.

  7. Dieter Leonard

    @M. Ernst
    Offensichtlich sind nicht nur Kim Jong Un und Donald Trump völlig beratungsresistent.
    Dass D. François an dieser Stelle sowohl seine Unterstützung für Donald Trump als auch für Kim Jong Un zum Ausdruck gebracht, ist zwar ein netter Widerspruch, aber nicht weiter verwunderlich.
    Von der organisierten und von langer Hand geplanten Umvolkung (ja ja, der Kallergi-Plan) bis hin zum Autokraten- und Diktatorenverständnis ist es offensichtlich nur ein kleiner Schritt.

  8. Jean-Pierre DRESCHER

    Der völlig durchdrehende Irre von Nordkorea markiert den harten Möchtegern-Babo mit allem was geht, koste es was es wolle.

    Doch „spielende Kinder“ und Berufsalkoholiker soll man nicht aufhalten …

  9. Damien Francois

    Da ich nicht manichäisch denke, ist es für mich kein Problem Nord-Koreas Position zu verteidigen. Habe ich jemals behauptet ALLES, was Trump sagt und tut sei gut? Nein. Nach Öl-Gas-Uran in den Dakotas oder in Alaska bohren finde ich auch nicht gut. Aber wer totalitär denkt wird so etwas wohl nicht verstehen, nicht wahr, Peas and Lovers?
    Und wer sich über die tolle UN informieren möchte: Michel Schooyans (Prof. in Leuven): La face cachée de l’ONU (Paris, 2002). Viel Spaß beim Aufwachen! Es dürfte brutal werden…

  10. Dieter Leonard

    @ D. François
    Du denkst also nicht manichäisch, andere hingegen totalitär.
    Da solltest du mal ein Viertelstündchen drüber nachdenken !

  11. Marcel Scholzen Eimerscheid

    Sollte es zu einem Zweiten Koreakrieg kommen, so müsste Belgien wie beim Ersten Koreakrieg auch Soldaten entsenden und mit Opfern rechnen. Damals sind Hundert belgische Soldaten ums Leben gekommen. Auch wenn Korea am anderen Ende der Welt ist, so betrifft dieser Konflikt uns doch.

    Allerdings zweifle ich, ob die aktuelle belgische Armee stark genug wäre, genug Soldaten zu mobilisieren, um an einem solchen Konflikt teilzunehmen. Sie ist jetzt schon an die Grenze des Möglichen gestoßen bei der Bewachung von sensiblen Punkten gegen mögliche Terrorangriffe. Es wurde einfach kein Wert auf die Bildung einer Reserve gelegt, die man im Notfall aktivieren kann, wie etwa eine Nationalgarde in den USA. Eher das Gegenteil ist der Fall, man denkt darüber nach, die Armee weiter zu verkleinern. Belgischer Surrealismus pur.

  12. Damien Francois

    Herr Ernst, totalitär sind diejenigen, die mir verbieten wollen, meine Meinung kund zu tun – die, die nach Zensur rufen oder mich auffordern, Kommentare zurück zu nehmen. Ich sehe bei Trump Gutes und Schlechtes, und eben auch bei Kim. Fordere ich Sie auf, Ihre, Verzeihung, aber das ist nun einmal MEINE Meinung, kriminelle Argumentation nicht zu veröffentlichen, bzw. schreie ich nach Zensur? Ihr, die Befürworter des globalen Wahnsinns durch uA die Vermischung, zerstört die eigentliche SCHÖNE Buntheit der Welt. Ich mit Sicherheit nicht. Mein bester Freund ist ein Nepalese, und die Zivilisation, die ich am meisten achte, ist die der nord-amerikanischen Indianer. Ich bin tatsächlich ein Rassist!

  13. Dieter Leonard

    @D. François
    „Vermischung“ ?
    Was bitte ist das, wenn du von der schönen Buntheit der Welt redest?
    „Rassen“-Vermischung ?
    Wenn ja, in welcher Epoche der Menscheitsgeschichte hat es die nicht gegeben?
    Bist du neben deinem Verständnis für Diktatoren evtl. auch noch ein Befürworter einer imaginären Rassenreinheit ?
    Werter Damien, du wandelst auf hauchdünnem Eis. Darunter befindet sich ein tiefbrauner See.

  14. Damien Francois

    Seit Jahrzehnten wird den USA vorgeworfen, sie mischten sich überall in der Welt ein. Und jetzt wird verlangt, sie sollten Sheriff spielen und Nord-Korea angreifen. Trump hatte angekündigt, er wolle die USA nicht mehr weltweit als Sherif – und Brandstifter – agieren lassen. Aber der Druck ist wohl zu groß, selbst für den POTUS. Ach, ja, es war doch mal ein JFK, der als erster versuchte gegen den „MIC“ (Eisenhower) und die mafiösen Strukturen der US-Regierung (Bush-Dynastie, uA) vorzugehen, und auch sein Bruder – wir wissen wie diese endeten. Außerdem: „Philosophie, wie ich sie bisher verstanden und gelebt habe, ist das freiwillige Leben in Eis und Hochgebirge“ (Fred). Ich kenne mich also gut mit Eis aus, ich habe gute Steigeisen und Eisgeräte, die ich neulich an der 60° Flanke des Lhotses („blue ice“) testen konnte. Noch Fragen? Climb on! wie Alan Arnette schreibt.

  15. Ernst Mathieu

    Ach Herr Damien Francois, stilisieren Sie sich doch bitte nicht zum verfolgten Opfer. Sie teilen fleißig aus und müssen also auch einstecken können. Ich haben Ihnen nichts Verboten, sondern nur gebeten einen Kommentar zurück zu nehmen, der nach meiner Meinung völlig dabeben war. Ob Sie nun totalitär oder manichäisch denken, ist in diesem Fall nicht so wichtig. Bei Regimen wie in Nord Korea, 3. Reich, Stalinismus, Maoismus oder Rote Khmer kann und sollte man nicht taktieren, lavieren oder relativieren. Da sollte man eine klare Stellung beziehen und sagen auf welcher Seite man steht. Ich halte Sie nicht für einen heimlichen Verehrer von Diktatoren, im Gegenteil. Daher meine Bitte.

  16. BRF-Redaktion

    Da die Diskussion sich inhaltlich vom eigentlichen Thema entfernt hat, beenden wir an dieser Stelle die Kommentare.