EU ebnet Weg für raschen Start des Pariser Klimapakts

Knapp zehn Monate nach der Einigung in Paris rückt das Inkrafttreten des historischen Weltklimapakts in greifbare Nähe. Die 28 EU-Umweltminister haben sich am Freitag in Brüssel auf eine Ratifizierung im Schnellverfahren geeinigt.

Treffen der EU-Umweltminister in Brüssel

Treffen der EU-Umweltminister in Brüssel

Die USA und China haben das Pariser Klimaabkommen bereits abgesegnet, jetzt hat die Europäische Union nachgelegt, um ihrem Ruf als Vorreiter im Klimaschutz gerecht zu werden. Nach der Einigung der Umweltminister kann das Europaparlament am Dienstag abstimmen. Eine breite Mehrheit gilt als sicher.

Die EU würde damit Vertragspartner und der Weltklimagipfel könnte 30 Tage später in Kraft treten. Dafür braucht es nämlich 55 Staaten, die das Abkommen ratifizieren und die mindestens 55 Prozent der weltweiten Klimagase verursachen.

Der Vertrag von Paris ist das erste globale und verbindliche Abkommen. Ab 2020 wollen müssen die Staaten Schritte unternehmen, um die Erderwärmung zu stoppen. Die Energieversorgung weltweit soll dafür umgebaut werden – weg von Kohle und Öl, hin zu erneuerbaren Quellen. Die EU will bis 2030 mindestens 40 Prozent weniger Treibhausgase ausstoßen.

Belgien ist allerdings noch weit von diesem Ziel entfernt. Föderalstaat und Regionen streiten außerdem darüber, wer wie viel leisten muss.

Alain Kniebs - Bild: Emmanuel Dunand/AFP

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