Organisationen beklagen Einsatz von Streumunition in Syrien und Jemen

In den Bürgerkriegsländern Syrien und Jemen wird nach Angaben internationaler Organisationen immer wieder die geächtete Streumunition eingesetzt.

Die Koalition gegen Streumunition (CMC) erklärte am Donnerstag in Genf, insgesamt mehr als 350 Menschen – vor allem Zivilisten – seien 2015 in den beiden Ländern diesen besonders heimtückischen Waffen zum Opfer gefallen.

In Syrien hätten Angriffe mit Streumunition zugenommen, seit Russland die Regierungstruppen des Assad-Regimes unterstützt. Im Jemen habe die von Saudi-Arabien angeführte Militärkoalition zwischen April 2015 und März 2016 bei mindestens 19 Angriffen Streumunition eingesetzt.

Streumunition in Form von Artilleriegranaten oder Bomben setzt viele kleine Sprengkörper über Flächen frei, die teils größer als Fußballfelder sind. Ähnlich wie Landminen explodieren sie bei Berührung. Die Opfer werden meist schwer verstümmelt.

dpa/est

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