Aachen: Forgiveness-Wanderausstellung vom 13. bis 20. März

In der deutschsprachigen Ausstellung „The Forgiveness Project“ berichten Menschen aus unterschiedlichen Ländern und Kulturen über ihren Umgang mit Leid, Verletzung und Vergebung.

Birgit Schindler, Sylvia Conrad und Germain Schauermann, Vineyard

Birgit Schindler, Sylvia Conrad und Germain Schauermann, Vineyard

Neben persönlichen Schicksalsschlägen wie Entführung, Vergewaltigung, Ermordung und medizinischen Fehldiagnosen kommen auch aktuelle gesellschaftliche, politische und ökologische Konflikte zur Sprache. Der Holocaust, der Nahostkonflikt zwischen Juden und Palästinensern, der Terror-Anschlag auf das World Trade Center am 11. September, die Tschernobyl-Katastrophe, die Apartheid in Südafrika und der Nordirland-Konflikt sind wichtige Beispiele.

Die in der Ausstellung gezeigten Poster ermutigen zur intensiven persönlichen Auseinandersetzung und wollen ganz konkrete Alternativen zu Rache, Vergeltung, Hass und Gewalt aufzeigen. Insofern leistet Forgiveness einen engagierten gesellschaftlichen Beitrag zu einer konflikt- und gewaltfreien Zukunft.

Entstanden ist die Forgiveness-Ausstellung 2004 in London. Unter der Schirmherrschaft des Friedensnobelpreisträgers von 1984, Desmond Tutu, gastiert sie seitdem in Kirchen, öffentlichen Gebäuden, Gefängnissen und Schulen an über 300 Orten weltweit. Unter Federführung von koogito e.V., einem Verein zur Förderung des gesellschaftlichen Dialogs, ist sie seit dem 3. Oktober 2010 erstmalig nun auch in Deutschland unterwegs. Die ausgestellten Texte können unter www.koogito.de nachgelesen werden.

Forgiveness in Aachen

Unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Marcel Philipp gastiert die Forgiveness-Ausstellung vom 13. bis 20. März 2011 in Aachen. Aussteller ist die Vineyard Aachen, Liebigstraße 10-12, www.vineyard-aachen.de.

Öffnungszeiten für alle Interessierten sind werktags Dienstag bis Freitag (14. bis 18. März) von 17:00 bis 20:00 Uhr sowie am Sonntag, dem 13., und Samstag, dem 19. März, jeweils von 12:00 bis 18:00 Uhr. Schulklassen und andere Gruppen sind auch vormittags oder am frühen Nachmittag willkommen.

In der Cafeteria besteht die Möglichkeit, sich gegen einen kleinen Obolus bei Kaffee und Kuchen zu stärken und über die gewonnenen Eindrücke ins Gespräch zu kommen.

Forgiveness-Rahmenprogramm

Direkt an die Öffnungszeiten schließt sich ein thematisches Rahmenprogramm der Vineyard Aachen an. Den Anfang macht am Montag, dem 14. März, um 20:00 Uhr eine offene Talkrunde des Arbeitskreises christlicher Kirchen ACK in Aachen unter dem Motto „Erlebtes auf dem Weg zur Ökumene – Von Vorurteilen zum Verstehen, vom Verstehen zu gegenseitiger Wertschätzung“.

Am Dienstag, dem 15. März, ebenfalls um 20:00 Uhr referiert Hans Wiedenmann, Sozialtherapeut aus Königswinter, über „Das verzeih ich dir nie – die Kunst des Vergebens. Befreiender Umgang mit Verletzungen“.

Ganz praktisch wird es beim Vortrag “Frieden schließen mit der eigenen Lebensgeschichte“ und anschließenden Gebetsstationen am Donnerstag, dem 17. März, um 20:00 Uhr. Referenten sind Birgit Schindler, Leiterin der Vineyard Aachen, und Bruder Lukas Jünemann, GdG Christus unser Bruder.

Der abschließende Musikabend mit Texten und Erfahrungsberichten am Freitag, dem 18. März, um 19:30 Uhr wird musikalisch untermalt von „Pius Celebration“, einem ambitionierten Schülerprojekt am Pius-Gymnasium.

Die Forgiveness-Ausstellung in Aachen wird eingerahmt von einem Eröffnungs- und Abschluss-Gottesdienst der Vineyard Aachen mit zeitgleichem Programm für Kinder und Jugendliche am 13. bzw. am 20. März jeweils um 10:30 Uhr, zu dem alle Interessierten herzlich willkommen sind.

Der Eintritt zur Ausstellung und zu allen Veranstaltungen ist frei. Eine Spende kann vor Ort entrichtet werden. Informationen zur Ausstellung finden Sie unter www.theforgivenessproject.com.

Bild: brf

Ein Kommentar
  1. Germain Schauermann

    Danke für die ausführliche Präsentation und den informativen Radiobeitrag.
    Die Ausstellung gastiert im übrigen in einer Kirche, ist aber weltanschaulich neutral. Das Rahmenprogramm gibt Denkanstöße, wie wir als Christen mit unserem Leid und persönlichen Verletzung umgehen können. Ich bin einfach gespannt darauf …