Der Belgische Rundfunk
Der Belgische Rundfunk ist der öffentlich-rechtliche Rundfunk der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens und hat somit einen entsprechenden Auftrag zu erfüllen.
Das heißt: Wir verstehen uns als ein Medium, das in erster Linie zu informieren hat: für und über unsere Gemeinschaft, über Belgien, die Euregio, aber auch über das internationale Geschehen.
Zu diesem Auftrag gehört auch die Unterhaltung, ein interessantes Serviceangebot und Spartenprogramme, die die kulturelle Aufgabe eines öffentlich-rechtlichen Rundfunks tragen.
Radio
Die drei Hörfunkprogramme unterscheiden sich vor allem durch die Musik: BRF1 mit Pop-Rockmusik und BRF2 mit Schlager- und Volksmusik aber mit demselben Informationsangebot. Das Gemeinschaftsprogramm des Belgischen Rundfunks mit dem Deutschlandfunk bietet vor allem die Möglichkeit, die Deutschsprachige Gemeinschaft in Brüssel, der Hauptstadt Europas, zu präsentieren.
Fernsehen
Seit dem 4. Oktober 1999 gibt es im Kabel ein tägliches Fernsehprogramm in der Deutschsprachigen Gemeinschaft. Fünf Jahre lang begleitete die Fernsehzuschauer jeden Tag das Magazin “10vor” – am 4. Oktober 2004 wurde daraus der BRF-blickpunkt. Das Fernsehprogramm des BRF konzentriert sich in erster Linie auf die regionale Aktualität. Täglich gibt es dazu den Blick ins Inland mit Bildern der RTBF.
Das Programm wird montags ergänzt durch die Talkrunde Treffpunkt, produziert vom Medienzentrum der DG und präsentiert von Moderatoren des BRF. Jeden zweiten Donnerstag greift die Rubrik Fit & Gesund in Zusammenarbeit mit dem Ministerium der DG Themen zu Gesundheit und Wohlbefinden auf.
Netz
brf.be – das Nachrichten- und Informationsportal in Ostbelgien mit den letzten Meldungen, zahlreichen Servicerubriken, Reisegewinnspielen, Live Stream der beiden Radioprogramme und Video on Demand.
Darüber hinaus
Das Unternehmen BRF verschließt sich nicht privaten Initiativen: Er war 1999 an der Gründung des privaten Radiosender “100’5 – das Hitradio” beteiligt und ist weiterhin Teilhaber an der Betreibergesellschaft Regiomedien.
Verwaltungsrat
Seit dem 10. November 2009 im Amt:
(Hinten)
Jean-Luc Velz (SP)
Dany Huppermans (SP)
(Mitte)
Nico Halmes (Ecolo)
Regierungskommissar Ludwig Rompen
Edwin Kreitz (Vivant – beratendes Mitglied)
(Vorne)
Curt Meurer (CSP)
Fabrice Paulus (CSP),
Präsident Dirk Vandriessche (PFF)
Arnold François (ProDG)
Ein bisschen BRF-Historie
1945: 1. Oktober, Brüssel: Erste Sendung in deutscher Sprache über Mittelwelle
1961: Ausstrahlung des Programms auf Ultrakurzwelle mit eigenem Sender in Lüttich
1975: Eröffnung eines Regionalstudios in Eupen
1977: Gründung des Belgischen Rundfunk- und Fernsehzentrums der Deutschsprachigen Gemeinschaft (BRF) als autonomer Sender durch das Gesetz vom 18. Februar. Umzug des Sendebetriebs nach Eupen.
1983: Ausdehnung des Programms auf 14 Stunden täglich; Eröffnung eines Regionalstudios in Sankt Vith.
1993: Gemeinsames Programm BBC/BRF für Brüssel; TV-Pilotprojekt Maskerade.
1995: 50 Jahre Sendungen in deutscher Sprache. Offizielle Eröffnung des neuen Funkhauses am Kehrweg.
Seit 1995 ist der BRF im neuen Funkhaus am Eupener Kehrweg untergebracht. Die offene Struktur des Hauses bietet neue Möglichkeiten der internen und externen Kommunikation. Der direkte Kontakt mit dem Hörer oder Zuschauer durch Diskussionsrunden, Ausstellungen, Referate etc. hat die Position des BRF als Kulturträger, als Spiegel und Sprachrohr der Deutschsprachigen Gemeinschaft gefestigt.
1998: BRF ist als Teilhaber der AG BRF-Media an der Gründung des privaten Radiosenders “100’5 – das Hitradio” beteiligt, dem er auch die bisher vom BRF genutzte Frequenz 100,5 MHz (mit Standort Raeren) zur Verfügung stellte.
1999: Der Belgische Rundfunk strahlt täglich ein zehnminütiges Fernsehmagazin im TV-Kanal der Deutschsprachigen Gemeinschaft aus.
2001: Seit November strahlt der BRF drei Radioprogramme aus: BRF1 mit Rock- und Popmusik, BRF2 mit Schlagermusik und BRF1-DLF mit gemeinsamem Programm auf UKW 95,2 MHz in Brüssel
2005: 60 Jahre BRF mit Tag des Offenen Funkhauses


