Rocksänger Chris Cornell 52-jährig gestorben

Der amerikanische Rocksänger Chris Cornell ist tot. Der frühere Sänger von Soundgarden und Audioslave starb am Mittwoch in Detroit.

Chris Cornell (Archivbild aus dem Jahr 2005)

Chris Cornell, der Sänger der Band Soundgarden, ist im Alter von 52 Jahren in Detroit (US-Bundesstaat Michigan) gestorben, wie sein Sprecher der Deutschen Presse-Agentur am Donnerstag bestätigte. Seine Frau Vicky und die Familie seien geschockt von seinem „plötzlichen und unerwarteten Ableben“ und würden eng mit dem Gerichtsmediziner zusammenarbeiten, um die Ursache zu finden, so sein Sprecher Brian Bumbery. Cornell hinterlässt zwei Kinder: eine Tochter und einen Sohn.

Cornell, der zu den Mitbegründern der Grunge-Bewegung gehört hatte, sei tot in einem Hotelzimmer in der Metropole Detroit im US-Bundesstaat gefunden worden, bestätigte die Polizei. Der 52-Jährige habe sich selbst in seinem Hotelzimmer erhängt, berichtete der Sender CNN in der Nacht zum Freitag unter Berufung auf eine Mitteilung der Gerichtsmedizin.

Cornell zählte gemeinsam mit Nirvana-Sänger Curt Cobain zu den Gründern der Grunge-Bewegung in den 1990er Jahren. Den größten Erfolg hatte die Band Soundgarden Anfang und Mitte der 90er mit dem Song „Black Hole Sun“.

Trauer um Cornell

Zahlreiche Stars und Fans betrauerten den Musiker im Internet. „Schockiert und traurig über den plötzlichen Tod von Chris Cornell“, schrieb Sänger Elton John beim Kurznachrichtendienst Twitter. „Ein großer Sänger, Songschreiber und der netteste Mann.“ Musiker Dave Navarro schrieb, er sei „geschockt“. „So ein schrecklicher und trauriger Verlust. Ich bin in Gedanken bei seiner Familie.“ Cornell sei „unglaublich talentiert“ gewesen, schrieb Musiker Jimmy Page. „Unglaublich jung und er wird unglaublich vermisst werden.“

Noch am Mittwochabend hatte Cornell mit seiner Band Soundgarden ein Konzert in Detroit gegeben. Vor dem Auftritt hatte der Musiker seinen letzten Tweet abgesetzt: Ein Bild vom Auftrittsort, dem Fox Theatre und die Worte „#Detroit – endlich zurück in Rock City!!!“.

Soundgarden

Ebenso wie Nirvana-Frontmann Kurt Cobain stammte Cornell aus Seattle, wo der Grunge geboren wurde. In seiner Jugend begann Cornell als Schlagzeuger, schmiss die High School und arbeitete als Koch, bevor er seine Gruppe Soundgarden gründete, wie die Musik-Website allmusic.com in der Biografie des Sängers verzeichnet.

Mitte der 80er Jahre bis zu ihrer vorläufigen Auflösung 1997 war Soundgarden eine der erfolgreichsten US-Bands im Bereich Grunge und Alternative Rock. Ihr größter Hit: „Black Hole Sun“. Danach war Cornell zunächst vor allem solo unterwegs, einem breiteren Publikum bekannt wurde er mit dem Song „You Know My Name“ aus dem James-Bond-Film „Casino Royale“.

Außerdem war Cornell Frontmann der Alternative-Rock-Formation Audioslave, die aus ihm sowie den Musikern der Band Rage Against the Machine bestand – ohne den Rage-Sänger Zack de la Rocha. 2010 kam es zur Wiedervereinigung von Soundgarden, doch an die früheren Erfolge konnte die Band nicht mehr anknüpfen.

belga/vrt/jp/est - Archivbild: Virginie Lefour/BELGA

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