Bangladesch erhöht den Druck: Razzia gegen Homosexuellen-Treff

Die Behörden in Bangladesch verschärfen ihr Vorgehen gegen Homosexuelle.

Am Freitag nahm eine Sondereinheit der Polizei 28 junge Männer in einem Gemeinschaftshaus in der Hauptstadt Dhaka wegen des Verdachts auf Homosexualität fest. Die Polizei fand nach eigenen Angaben Drogen und Kondome in dem Haus.

Die meisten der Festgenommenen seien Studenten und hätten zugegeben, homosexuell zu sein, sagte ein Sprecher der Sondereinheit. Sie würden nun zunächst wegen Drogenbesitzes angezeigt.

Homosexueller Geschlechtsverkehr ist in Bangladesch verboten und kann mit einer Gefängnisstrafe von bis zu zehn Jahren bestraft werden. Wie im Nachbarland Indien stammt das entsprechende Gesetz noch aus der Zeit, in der das Land von Großbritannien besetzt war. Bislang gingen die Behörden in Bangladesch jedoch selten gezielt gegen Homosexuelle vor.

dpa/mh

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