Essyla macht schon lange Musik, sie hat schon in sehr jungen Jahren eine eigene Band gegründet. Ihre Gesangstechnik hat sie später an der renommierten Musikhochschule IMEP (Institut supérieur de Musique et Pédagogie) in Namur verbessert.
Der Titel, mit dem sie antritt, heißt "Dancing on the Ice". Es ist ein raffinierter Electro-Pop-Titel mit einem orientalischen Touch. Er ist kraftvoll und Essylas Stimme ist außergewöhnlich.
Entschlossenheit der Jugend
Inhaltlich geht es um eine Botschaft der Hoffnung. Essyla sagt, der Song stehe für die Entschlossenheit der Jugend, ihren Optimismus und ihre Fähigkeit, ihren eigenen Weg zu gehen.
Dieses Jahr war es die RTBF, die den belgischen ESC-Kandidaten auswählte - und zwar nicht mit einem TV-Entscheid, sondern hinter den Kulissen. Essyla stand 2021 im Finale der RTBF-Sendung "The Voice Belgique". Sie verlor damals gegen Jérémy Makiese, der ein Jahr später Belgien beim ESC vertrat. Nach "The Voice" hat Essyla zwei Singles veröffentlicht ("Let You Go" und "Not My Kind of Dude") und 2023 ihre Debüt-EP herausgebracht ("I’ll Be Okay").
Israel mit Belgien im Halbfinale
Am 12. Mai muss Belgien im ersten Halbfinale antreten - neben Israel und einigen anderen starken Ländern. Wegen der politischen Lage in Nahost boykottieren dieses Jahr mehrere Länder den Eurovision Song Contest.
Auch in Belgien gab es Protest. Noch Mittwoch forderten die Gewerkschaften von RTBF und VRT, dass Belgien nicht teilnehmen solle. Aber die RTBF hatte die Teilnahme bereits im Dezember bestätigt – mit dem Hinweis, dass man die Lage im Gazastreifen im Blick behält. Die VRT überträgt den Contest übrigens auch, kommentiert wird aber nicht live aus Wien, sondern aus Brüssel.
Besonderes ESC-Jahr
Für den Eurovision Song Contest ist 2026 ein besonderes Jahr. Der Wettbewerb feiert das 70-jährige Jubiläum. Und Belgien begeht den 40. Jahrestag des Sieges von Sandra Kim ("J'aime la vie"), der bislang einzigen belgischen Gewinnerin.
Judith Peters