Zeit für Optimisten: Ausblick auf die Segelregatta in Bütgenbach

"Das ist 'ne schlechte Zeit für Optimisten", heißt es in einem Song von "Silbermond". Das Gegenteil ist am kommenden Wochenende auf dem See von Bütgenbach der Fall. Dann trägt der Segelclub "Royal Yacht Club de la Warche" eine Regatta für diese Bootsklasse aus.

Von dem Begriff ‚Optimist‘ kann sich wohl jeder eine gewisse Vorstellung machen. Wenn aber im Segelsport von Optimisten die Rede ist, dürften die meisten wohl ins Grübeln geraten. Was haben Optimisten denn mit dem Segeln zu tun?

„Ein Optimist ist ein Segelboot mit einem Segel für eine Person – und zwar für Kinder. Es sieht ein bisschen aus, wie eine Nussschale, ist aber ein sehr sportliches Segelboot, mit dem Kinder den Einstieg lernen. Es verzeiht Fehler, aber eben auch nicht alle. Optimisten-Regatta bedeutet, dass nur Optimisten mitfahren können. Von sechs bis 14 Jahren ist das in dem Boot zulässig. Ab 15 Jahren muss man sich für eine andere Bootsklasse entscheiden“, erklärt Tristan Steinberger, der die jungen Segler auf die Regatta am kommenden Wochenende in Bütgenbach vorbereitet.

„Am Samstag und am Sonntag steht natürlich als allererstes der Spaß im Vordergrund. Ich finde, das ist das, worum es beim Segeln auch geht: Freude daran zu haben, den Sport auszuüben. Allerdings ist eine Regatta natürlich auch ein Wettbewerb und deswegen ist das, was wir an den letzten vier Wochenenden geübt haben, das Starten“, erklärt Tristan Steinberger. „Das ist ähnlich wie bei der Formel 1: Derjenige, der in der Pole Position startet, der ist danach relativ schwer zu überholen – wenn er keine Fehler macht.“

Abgesehen vom Starten wurden die Kinder auch in Sachen Segelstellungen und Sitzpositionen im Boot geschult – und auch die Vorfahrtsregeln auf See wurden geübt.

Das Segeln steht bei der Veranstaltung am kommenden Wochenende natürlich im Mittelpunkt. Die Verantwortlichen haben sich aber vorgenommen, das Event möglichst offen zu gestalten.

„Natürlich ist es eine Regatta – und wir haben die Regatta ausgeschrieben an alle Vereine in unserem Umkreis, in Belgien, Holland und Deutschland. Wir möchten aber eben nicht nur ein Programm für die Kinder, die segeln, sondern auch für die Kinder, die mitkommen, aber noch nicht segeln dürfen, für Jugendliche und auch Erwachsene. Wir haben ein relativ großes Animationsprogramm aufgefahren: von Riesen-Trampolin und Hüpfburg bis hin zu Outdoor-Spielen, einem gemeinsamen Essen am Abend und einer Tombola“, erklärt Steinberger.

sp/mg - Bilder: Stephan Pesch/BRF

Kommentar hinterlassen
Keine Kommentare
Kommentar hinterlassen

Ihre Email-Adresse wird niemals veröffentlicht!
Pflichtfelder sind mit * gekennzeichnet.
Bitte beachten Sie unsere Richtlinien zu Kommentaren.

Restl. Anzahl Wörter: 150