Die erste Tennishalle wurde 1981 errichtet, die zweite folgte 1995. Nach mehreren Jahrzehnten war insbesondere die ältere Halle dringend sanierungsbedürftig. Das Dach war undicht, Feuchtigkeit drang ins Gebäude ein und an den Wänden hatte sich Schimmel gebildet. Auch der rund 30 Jahre alte Bodenbelag war stark abgenutzt.
"Der Teppich war kaputt. Wir waren schon so weit, dass man stellenweise den Betonboden sehen konnte", erklärt Alice Peters vom TC St. Vith. Ursprünglich habe man lediglich die Spielflächen erneuern wollen. Allerdings stellte sich heraus, dass zunächst Dach und Fassade saniert werden mussten, um eine Garantie auf den neuen Bodenbelag zu erhalten. "So hat sich dann eins aus dem anderen ergeben", berichtet Peters.
Anstelle des bisherigen Teppichbodens mit Sandfüllung wurde ein neuer Belag mit Granulat eingebaut. Ausschlaggebend für diese Entscheidung war vor allem der höhere Spielkomfort. "Uns ging es darum, dass jedes Mitglied bequem spielen kann." Der neue Belag sei gelenkschonender, allerdings auch etwas langsamer als der bisherige Boden. Die ersten Rückmeldungen der Mitglieder seien durchweg positiv.
Die Bauarbeiten begannen im September und verliefen weitgehend nach Plan. Auch die Witterungsbedingungen spielten mit, sodass die Arbeiten an Dach und Fassade innerhalb von rund zwei Wochen durchgeführt werden konnten. Gleichzeitig wurde die Halle rundum besser isoliert, um ihre Energieeffizienz zu verbessern.
"Wir sind natürlich sehr froh, dass alles so gut geklappt hat. Es war viel Kopfzerbrechen und viel Planungsarbeit", blickt Peters auf die vergangenen Wochen zurück. Besonders erfreulich sei, dass die Mitglieder die erneuerten Plätze bereits zur Wintersaison nutzen könnten.
Auch finanziell sieht der Verein die Arbeiten auf Kurs. Die Gesamtkosten waren mit rund 780.000 Euro veranschlagt worden. Trotz einiger zusätzlicher Maßnahmen geht Peters davon aus, dass der vorgesehene Kostenrahmen eingehalten wird. "Ich denke schon, dass wir auf jeden Fall im Budget bleiben."
Christophe Ramjoie