Baubeginn war im Juni, jetzt steht die neue Padelhalle kurz vor ihrer offiziellen Eröffnung. Für Clubpräsident Hubert Bosten ist damit ein wichtiges Ziel erreicht worden: Die drei neuen Plätze sollten unbedingt noch vor Winterbeginn genutzt werden können.
"Für uns war wichtig, dass wir, bevor der Winter wirklich anfängt, hier die Halle bespielen können, und das ist gelungen", freut sich Bosten. Ob die kurze Bauzeit rekordverdächtig sei, könne er nicht beurteilen. Entscheidend sei, dass der Zeitplan eingehalten wurde. "Ich hatte etwas Angst, als ich diese Aussage damals getätigt hab. Aber ich bin wirklich froh, dass es geklappt hat."
Die Investition beläuft sich auf insgesamt rund 800.000 Euro. Davon übernimmt die Deutschsprachige Gemeinschaft 60 Prozent, also etwa 480.000 Euro. Die verbleibenden 320.000 Euro beziehungsweise 40 Prozent werden als Eigenleistung vom Tennispark Hütte getragen.
Für den Verein ist die neue Halle eine wichtige Investition in die Zukunft des Padelsports in Eupen.
KTC Eupen Padel-Pionier
Der Tennispark Hütte gehörte zu den ersten Vereinen der Region, die auf Padel setzten. Bereits vor der Coronapandemie wurde in Eupen auf Außenplätzen gespielt. Während der Pandemie erlebte die Sportart einen regelrechten Boom.
In den vergangenen Jahren verlor der Verein allerdings zunehmend an Dynamik. In der Umgebung entstanden mehrere überdachte Padelanlagen. Während dort auch bei schlechtem Wetter gespielt werden konnte, waren die Eupener Spieler weiterhin auf die Witterung angewiesen. "Unsere Spieler konnten ja bei schlechtem Wetter leider nicht draußen spielen und die sind dann zeitweilig abgewandert", erklärt Bosten.
Mit der neuen Halle soll sich das ändern. Erste Erfolge zeichnen sich bereits ab. Nach Angaben des Clubpräsidenten sind einige Spieler inzwischen zurückgekehrt und engagieren sich wieder im Verein.
Mehr Möglichkeiten für Jugendliche und Trainingsbetrieb
Die neue Anlage soll aber nicht nur Freizeitspielern zugutekommen. Besonders im Trainingsbereich sieht der Verein noch erhebliches Entwicklungspotenzial.
Bislang mussten Trainingseinheiten bei Regen ausfallen. Im Winter konnte überhaupt kein regelmäßiger Padel-Trainingsbetrieb angeboten werden. Mit den drei überdachten Plätzen sollen künftig deutlich bessere Voraussetzungen geschaffen werden. "Es ist noch Luft nach oben. Es ist auch noch Riesenluft nach oben im Trainingsbetrieb, auch für Jugendliche", betont Bosten.
Der Clubpräsident ist überzeugt, dass die neue Halle gut angenommen wird. Mit dem wetterunabhängigen Angebot will der Tennispark Hütte nicht nur ehemalige Spieler zurückgewinnen, sondern auch neue Mitglieder ansprechen und den Nachwuchsbereich stärken.
Die offizielle Eröffnung der neuen Padelhalle ist für den 8. November vorgesehen.
Christophe Ramjoie

