Vor dem Aufeinandertreffen standen beide Teams punktgleich in der Tabelle der dritten Nationalklasse D. "Wir wussten, dass Aubel ein guter Gegner ist und dass wir auf Augenhöhe spielen", sagt die Lommersweiler Mannschaftsführerin Jana Henkes, "deswegen war's uns auch eben wichtig."
Und das wurde auch gleich klar: Lommersweiler legte los wie die Feuerwehr, erlaubte sich zwischendurch höchstens mal eine kleine Verschnaufpause und fuhr den ersten Satz souverän mit 25:19 ein. Auch Trainer Arnaud Capitaine sah sein Team da noch auf dem richtigen Weg: "Hätten wir so weiter gemacht, wäre es ein lockeres 3:0 geworden."
Trotz klarer Führung eingeknickt
Stattdessen knickte Lommersweiler nach erneut klarer Führung im zweiten Satz ein und musste diesen Durchgang mit 19:25 abgeben. Im dritten Satz wurde es dann nochmal ausgeglichener und spannend - hier setzte sich Aubel aber ebenfalls durch - mit 25:23. Jetzt hing das Spiel an einem seidenen Faden. Im vierten Satz besann sich Lommersweiler aber auf seine Angriffsstärken und erzwang mit 25:16 den Tiebreak.
Auch da neigte sich das Pendel erst wieder zugunsten von Lommersweiler, am Ende wurde es mit 15:13 aber denkbar knapp. "Gut, es war wichtig, den Sieg einzufahren, einfach noch mal zu zeigen, was wir können. Mit Momenten haben wir's zwar nicht so gezeigt, aber auch am Ende hat's dann aber noch gereicht."
Nur Höhen und Tiefen - oder die Nerven?
Aber woran liegt es dann, dass die Mannschaft "mit Momenten" nicht zeigt, was sie kann? "Ja, gute Frage", sagt Jana Henkes, "ich würde einfach mal sagen, dass wir immer Höhen und Tiefen in unserem Spiel haben. Das zieht sich durch unser Spiel und wir versuchen, das ein bisschen zu verbessern."
Trainer Arnaud Capitaine schiebt es dagegen vor allem auf den Druck, den sich die Spielerinnen selbst machen. "Sie haben Angst, Fehler zu machen. Dabei wissen sie, dass Fehler passieren und akzeptiert werden. Sie sollten einfach ohne diesen Druck spielen."
So oder so, auch mit vielen jungen Spielerinnen hat sich der VBC Lommersweiler in der 3. Nationalklasse etabliert: "Auf jeden Fall", sagt Jana Henkes, "und wir wollen hier noch ein paar Jährchen bleiben."
Stephan Pesch