Union Saint-Gilloise erwischte gegen Real Sociedad einen vielversprechenden Start und war in der ersten Halbzeit die gefährlichere Mannschaft. Die beste Gelegenheit hatte Sylla bereits in der 9. Minute, als sein Kopfball am Pfosten landete. Auch Mofokeng und Olaru sorgten mit ihren Offensivaktionen immer wieder für Gefahr.
Die Spanier fanden zunächst kaum ins Spiel, kamen nach rund einer halben Stunde jedoch besser in die Partie. In der 39. Minute sah Union-Trainer David Hubert wegen Protestierens die Gelbe Karte. Gegen Ende des ersten Durchgangs verflachte die Begegnung zunehmend. So ging es torlos in die Kabinen.
Der Start in die zweite Halbzeit verlief für Union hingegen katastrophal. Der zur Pause eingewechselte Beñat Turrientes nutzte einen folgenschweren Aussetzer von Kamiel Van de Perre eiskalt aus und brachte Real Sociedad mit 1:0 in Führung.
Union bemühte sich in der Folge um eine Antwort und suchte immer wieder den Weg nach vorne. Die Abschlüsse waren allerdings meist zu harmlos, um die spanische Defensive ernsthaft in Bedrängnis zu bringen.
Doch die Mannschaft von David Hubert gab sich nicht geschlagen. In der 88. Minute schlug die Stunde von Sekou Keita: Der erst drei Minuten zuvor eingewechselte Angreifer erzielte den viel umjubelten Ausgleich zum 1:1.
Im Stadion „Den Dreef“ in Löwen, der Ausweichspielstätte der Unioner, ertönte daraufhin „Vamos a la playa“. Am Ende blieb es beim 1:1-Unentschieden, mit dem sich Union dank eines späten Treffers für seinen Kampfgeist belohnte.
Christophe Ramjoie