An der Eupener Wesertalsperre fand am Samstag zum 51. Mal der Talsperrenlauf des LAC Eupen statt. Sieger auf der 14,9 Kilometer langen Strecke wurde Benoît Paques aus Kelmis. In einer Zeit von 48:54 Minuten lief er nah an den Streckenrekord von Nick van Peborgh (48:47 Minuten) heran und verwies Martin Groulard aus Verviers (52:42 Minuten) und Mathieu Lejoly aus Malmedy (53:39 Minuten) auf die Plätze zwei und drei.
Mit Olivier Fraipont (Sechster in 55:14 Minuten) und Amro Shurrab (Achter in 56:20 Minuten - beide LAC Eupen) schafften es zwei weitere Ostbelgier in die Top zehn.
Bei den Frauen war Aline Pesser aus Verviers eindeutig die schnellste Teilnehmerin. Sie erreichte in 59:04 Minuten den 19. Gesamtplatz. Zweitschnellste Frau war Gaby Andres vom SC Bütgenbach in 1:03:42 Stunden. Die Deutsche Sophia Gostek komplettierte in 1:05:11 Stunden das Podium. Die aus Weywertz stammende Joanne Vassen lief nach 1:06:21 Stunden als Fünfte ins Ziel.
231 Läuferinnen und Läufer beendeten den Talsperrenlauf erfolgreich. Generell freuten sich die Veranstalter sehr über den Andrang. "Wir sind bei über 200 Teilnehmern in diesem Jahr. Wir haben 13 Mannschaften für den Run&Bike und schon bei den Voranmeldungen gab es über 180 Einzelstarter. Wir hatten im letzten Jahr Jubiläum und da waren es etwas weniger Starter. Dieses Jahr ist es top", erklärt der Präsident des LAC Eupen, Francis Rauw.
Lynn Hübinger und Victor Mullens siegen beim Run&Bike
Neben dem regulären Lauf über 14,9 Kilometer um die Talsperre gab es in diesem Jahr erneut den "Run&Bike"-Wettbewerb. Ein Wettstreit, bei dem Teams von jeweils zwei Athleten die Strecke gemeinsam bewältigen, einer von beiden mit einem Fahrrad, der andere zu Fuß.
Eigentlich war "Run&Bike" im Rahmen des 50-jährigen Jubiläums im letzten Jahr als einmalige Aktion gedacht, kam dann aber so gut an, dass es wohl auch in den kommenden Jahren Teil des Talsperrenlaufs bleiben wird.
"Es haben mir viele Leute gesagt, dass sie es schade fänden, wenn es nicht stattfinden würde. Dann hab ich mich bequatschen lassen und mir selbst gesagt, dass es ja eigentlich kein größerer Aufwand ist. Die Teilnehmer starten einfach nur 15 Minuten früher und die Strecke ist dann schon aufgebaut", erklärt Francis Rauw.
"Es ist wirklich ein super tolles Format für die Leute, die nicht 15 Kilometer am Stück laufen wollen. Da gibt es Mixed-Teams oder eben Mannschaften mit zwei Frauen oder zwei Männern. Jede Kategorie wird am Ende auch geehrt. Das ist einfach ein Fun-Faktor und ich denke das Format kann sich auf die Jahre auch etablieren."
Im letzten Jahr gingen 18 Teams bei Run&Bike an den Start - in diesem Jahr waren es 13. Francis Rauw geht davon aus, dass es in Zukunft aber auch 20 oder sogar 30 Teams werden könnten.
Beim Run&Bike dürfen die jeweiligen Teammitglieder sich nicht weiter als zehn Meter voneinander entfernen. Um sicherzustellen, dass sich alle an diese Regel halten, gab es entlang der Strecke fahrende Streckenposten. "Also die können wirklich aus dem Nichts auftauchen und das Ganze kontrollieren. Sie schreiben dann die Nummer auf, wenn jemand die Regel nicht beachtet und dann gibt es Strafminuten", so Rauw.
Der Sieg beim "Bike&Run" ging in diesem Jahr an Lynn Hübinger aus Kettenis und ihren Partner Victor Mullens in 53:24 Minuten. Sie hatten 16 Sekunden Vorsprung auf Matheir Warnotte und Kevin Laming.
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