Die Teilnehmerzahl fiel etwas geringer aus als in den vergangenen Jahren - was angesichts des regnerischen Wetters kaum überraschte. Die Stimmung unter den Teilnehmerinnen war dennoch bestens. "Ich bin total stolz, dass sie trotzdem so zahlreich gekommen sind. Auch gerade beim Warm-up sah man ja, die Stimmung war bestens. Patti hat das wieder toll gemacht", freute sich Linda Kreusch, Geschäftsführerin des Eupener Sportbundes.
Sportlich steht der Ladies Run & Walk ohnehin nicht im Vordergrund. Vielmehr geht es um Bewegung, Gemeinschaft und vor allem um die Unterstützung im Kampf gegen Brustkrebs. Die Einnahmen kommen der VoG Lichtblicke sowie dem Dr.-Emil-Brüll-Fonds, einem Teil des Josephine-Koch-Service, zugute.
Während mit den Spenden unter anderem Materialien für die Onkologie im Eupener Krankenhaus angeschafft werden, unterstützt Lichtblicke an Krebs erkrankte Menschen in Ostbelgien mit Angeboten wie Massagen, Kochkursen und weiteren Projekten. "Es ist auf jeden Fall eine direkte Unterstützung für erkrankte Menschen in Ostbelgien und daher für uns sehr wichtig", betont Kreusch.
Besonders macht die Veranstaltung auch die große Altersspanne der Teilnehmerinnen aus. Von jungen Mädchen über Mutter-Tochter-Gespanne bis hin zu ambitionierten Läuferinnen ist alles vertreten. In diesem Jahr sorgte zudem eine ganz besondere Teilnehmerin für einen emotionalen Moment: Eine 98-jährige Dame, die seit der ersten Ausgabe jedes Jahr dabei war, absolvierte auch die zehnte Auflage. "Sie meinte, den Zehnten macht sie jetzt mit 98 auch noch mit, dann ist Schluss", erzählt Kreusch mit einem Augenzwinkern.
Für die Zukunft soll der Ladies Run & Walk zudem immer wieder neue Ecken Eupens erkunden. Da das Waldfest der Kiwanis auch künftig nur alle zwei Jahre an der Talsperre stattfinden soll, wird die Veranstaltung im kommenden Jahr am König-Baudouin-Stadion auf der dann fertiggestellten neuen Leichtathletikpiste Station machen.
"Wir möchten gerne durch verschiedenste Ecken in Eupen wandern", erklärt Kreusch. Die Organisatoren sehen darin eine Chance, die Veranstaltung mit der Entwicklung der Stadt mitzubewegen. Nach Stationen wie Kettenis und künftig Schönefeld könnten in den kommenden Jahren weitere markante Orte folgen - etwa die Unterstadt, sobald die dortigen Arbeiten abgeschlossen sind.
Radio-Interview mit Linda Kreusch im Player:
Christophe Ramjoie


