Thibeau Spits startete als bestplatzierter Belgier im Finale der besten zwölf bei der Reit-WM in Aachen. Der 25-jährige Mechelner ging auf Position fünf in die entscheidende Runde und hatte damit realistische Chancen auf eine Medaille.
Mit Abdel Said qualifizierte sich ein weiterer Belgier für das große Finale. Said startete als Neunter und hatte zumindest noch Außenseiterchancen auf Edelmetall. Als Führender ging der Schweizer Steve Guerdat in das mit 45.000 Zuschauern restlos ausverkaufte Springstadion in der Aachener Soers.
Zum Auftakt des Finales kam es zu einem Schreckmoment: Der Brite Scott Brash stürzte. Pferd und Reiter blieben jedoch offenbar wohlauf.
Als erster Belgier ging anschließend Abdel Said an den Start. Für ihn war das Finale jedoch schnell beendet. Sein Pferd verweigerte zweimal und Said schied damit aus dem Medaillenrennen aus.
Spits hingegen bewahrte die Ruhe. Der Mechelner zeigte einen starken, fehlerfreien Ritt und setzte die nach ihm startenden Konkurrenten gehörig unter Druck. Daniel Deusser leistete sich am letzten Sprung einen Fehler und fiel damit hinter Spits zurück.
Auch der Kolumbianer Roberto Terán Tafur blieb nicht fehlerfrei. Damit stand fest: Thibeau Spits hatte mindestens die Bronzemedaille sicher.
Doch es war sogar noch mehr möglich. Als Nächster ging der Italiener Piergiorgio Bucci in den Parcours. Auch er musste am letzten Hindernis einen Abwurf hinnehmen. Spits hatte damit mindestens Silber sicher.
Nur noch ein Reiter konnte den Belgier vom ganz großen Triumph abhalten: Steve Guerdat, der als Führender in das Finale gestartet war. Nun lag es am Schweizer, ob Spits Silber behalten durfte – oder sogar noch vom WM-Gold träumen konnte. Guerdat blieb abgebrüht und holte sich Gold. Silber war sensationell für Spits.